09.03.2017

Klinische Studie an der Universitätsbelegklinik für Augenheilkunde

Mindener Ärzte erforschen Augenbeteiligung bei Diabetes

Foto: (von links) Prof. Oliver Stachs (Uni Rostock), PD Dr. Hans-Joachim Hettlich, Doktorandin Aleksandra Matuszewska (Augenklinik Minden), Prof Diethelm. Tschöpe, Dr. Bernd Stratmann (HDZ Bad Oeynhausen) Prof. Rudolf Guthoff (Uni Rostock)

Die Universitätsbelegklinik für Augenheilkunde am Johannes Wesling Klinikum hat eine klinische Studie zusammen mit der Universität Rostock und dem Herz- und Diabeteszentrums in Bad Oeynhausen unter dem gemeinsamen Dach der Ruhr-Universität gestartet. Mit Hilfe der in Rostock entwickelten Technik ist es möglich, das feine Nervengeflecht der Hornhaut des Auges am Patienten sichtbar zu machen. Das Verfahren beruht auf der konfokalen Laserscan-Mikroskopie und liefert hochauflösende Bilder des subbasalen Nervenplexus. Die Auswertung erfolgt automatisiert über eine speziell entwickelte Software. Die Forscher sind so in der Lage, sehr frühe Schäden bei der diabetischen Polyneuropathie aufzudecken und hoffen, aus den Daten entsprechende Biomarker für den klinischen Alltag definieren zu können.
„Mit diesem Projekt nutzen wir einerseits unsere langjährige Kooperation mit dem Herz- und Diabeteszentrum und andererseits die neugeschaffenen universitären Strukturen in OWL. Wir hoffen, dass die Untersuchungen der Studienpatienten durch unsere Doktorandin Aleksandra  Matuszewska weiter zügig vorangehen und wir schon bald mit der Auswertung der Daten beginnen können“, sagt Privatdozent Dr. Hans-Joachim Hettlich, Belegarzt der Universitätsklinik für Augenheilkunde am Johannes Wesling Klinikum in Minden.