16.05.2019

Akademie für Gesundheitsberufe bietet neuen Kurs an

Ausbildung zum/zur Rettungssanitäter/in ab August erstmals möglich

Von links: Leiter der Akademie für Gesundheitsberufe Oliver Neuhaus, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Kreis Minden-Lübbecke Dr. Gunter Veit, Leiter der Rettungsdienstschule Jörg Nahrwold, Kursleiter Thomas Krinzessa und der stellvertretende Kursleiter Dominic Wehling.


Die Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreiskliniken bietet einen neuen Ausbildungsgang an. Ab dem 5. August werden in Minden Rettungssanitäter und Rettungssanitäterinnen ausgebildet. Bewerbungen für den etwa dreimonatigen Ausbildungsgang können ab sofort eingereicht werden.

„Ob auf der Feuer- oder Rettungswache, im Sanitätsdienst einer Hilfsorganisation, im freiwilligen sozialen Jahr oder im Nebenberuf – die Ausbildung zum Rettungssanitäter richtet sich an alle Interessierten der Notfallmedizin“, sagt Thomas Krinzessa, der den neuen Ausbildungskurs an der Akademie für Gesundheitsberufe leiten wird. Er hat selbst jahrelang im Rettungsdienst gearbeitet und kennt die verantwortungsvollen und umfangreichen Aufgaben des Berufs. „Rettungssanitäter unterstützen bei der Versorgung verletzter und erkrankter Personen bis der Notarzt eintrifft, stellen die Transportfähigkeit von Patienten sicher oder fahren den Rettungswagen“, so Krinzessa.

Der Ausbildungsgang der Akademie für Gesundheitsberufe gliedert sich in vier Teile: die theoretische Ausbildung, ein Klinikpraktikum, ein Rettungswachenpraktikum und die abschließenden Prüfungen. Der theoretische Unterricht findet in der Mindener Akademie statt und umfasst insgesamt 160 Stunden. „Es werden die Grundlagen der Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers in Bezug auf die allgemeine Krankheitslehre und die Traumatologie sowie die Organisation im Rettungsdienst vermittelt“, sagt Krinzessa. Im zweiten Teil folgt ein vierwöchiges Klinikpraktikum. Begleitet von erfahrenen Pflegefachkräften kommt es zu Einsätzen auf der Intensivstation, in der Ambulanz und der Anästhesie eines Krankenhauses. „Hier werden die zuvor erworbenen theoretischen Grundlagen in der Patientenversorgung angewendet und vertieft“, erläutert Krinzessa. Im dritten Teilbereich der Ausbildung steht dann ein Rettungswachenpraktikum auf dem Lehrplan. Im täglichen Einsatz im Rettungswagen wird das Gelernte in der Notfallversorgung gefestigt. Es folgt ein etwa 40 Stunden umfassender Abschlusslehrgang. Das Ende der Rettungssanitäterausbildung bilden Prüfungen in schriftlicher, mündlicher und praktischer Form. Bewerben können sich Interessierte, die das 17. Lebensjahr vollendet und einen Hauptschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsabschluss haben. Voraussetzungen sind unter anderem außerdem eine ärztliche Bescheinigung über die physische und psychische Eignung, ein amtliches Führungszeugnis und der Nachweis einer Erste-Hilfe-Grundausbildung.

Neben Rettungssanitätern werden in der Akademie für Gesundheitsberufe auch Notfallsanitäter ausgebildet. Im Gegensatz zum Rettungssanitäter ist der Notfallsanitäter maßgeblich an der Versorgung von Notfallpatienten beteiligt. Er darf eigenständig heilkundliche Maßnahmen, die von den ärztlichen Leitern des Rettungsdienstes vorgegeben sind, durchführen, organisatorische Maßnahmen einleiten sowie zusätzliche Einsatzkräfte nachfordern. Bewerbungen für die dreijährige Notfallsanitäter-Ausbildung sind an den Träger des Rettungsdiensts zu richten.

Alle Informationen zu den Ausbildungsgängen und zur Bewerbung gibt es unter https://www.muehlenkreiskliniken.de/akademie-fuer-gesundheitsberufe/ausbildungsgang.html