23.01.2018

Dr. Ryszard Turkiewicz zum Direktor der Pneumologie ernannt

Mindener Facharzt leitet immer wichtiger werdenden Bereich

Dr. Ryszard Turkiewicz wurde zum Direktor der Klinik für Pneumologie im Mindener Universitätsklinikum ernannt.


Vor fast 20 Jahren kam Dr. Ryszard Turkiewicz als Assistenzarzt nach Minden. Der heute 51-Jährige erinnert sich noch gut an seinen Start im damaligen Klinikum I an der Ringstraße, an die vielen neuen Eindrücke, die neuen Kollegen und das erweiterte Aufgabengebiet. Seither hat sich viel getan. Sowohl für das Mindener Klinikum, welches heute Universitätsstandort ist, als auch für Dr. Turkiewicz selbst. Nachdem der Mindener Mediziner die Abteilung für Pneumologie im Johannes Wesling Klinikum acht Jahre lang geleitet hatte, wurde er vom Verwaltungsrat der Mühlenkreiskliniken im vergangenen Jahr zum Klinikdirektor ernannt. Seither verantwortet er den gesamten medizinischen Bereich der Lungenheilkunde. „Ich freue mich über den neuen Posten und das mir damit entgegengebrachte Vertrauen des Verwaltungsrates und des Vorstandes“, sagt Turkiewicz über die Beförderung. Dr. Olaf Bornemeier, Vorstandsvorsitzender der Mühlenkreiskliniken, sieht diese als Stärkung des immer wichtiger werdenden Bereichs. „Dr. Turkiewicz verfügt über langjährige Erfahrung und ein enormes Fachwissen in dem ganz speziellen Bereich der Medizin. Darüber hinaus kennt er das Klinikum, die Kollegen und die internen Abläufe. Ich freue mich, dass wir ihn für die Leitung der Pneumologie gewinnen konnten.“

Auf dem Weg vom Assistenzarzt zum Klinikdirektor hat sich Dr. Turkiewicz in den vergangenen 20 Jahren in vielen Bereichen fortgebildet. Im Jahr 2000 erwarb er den Facharzttitel für Innere Medizin, wenig später die Zusatzbezeichnung Internistische Intensivmedizin. 2003 kam die Schwerpunktbezeichnung Kardiologie hinzu. Es folgte die Beförderung zum Oberarzt der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin, dann die Zusatzbezeichnung allgemeine Intensivmedizin. Seit 2008 führt Dr. Turkiewicz die Schwerpunktbezeichnung Pneumologie, die heute sein Kerngebiet ist. Dass die Pneumologie zum medizinischen Angebot eines Krankenhauses gehört, war nicht immer so, sagt Turkiewicz rückblickend. „Pneumologen haben sich sehr lange hauptsächlich mit der Behandlung von Tuberkulose befasst, die vor etwa 50 Jahren in Deutschland noch Volkskrankheit war. Lungenfachärzte waren damals nur in sogenannten Heilstätten, also in reinen Lungenkliniken und Lungenkrankenhäusern in meist ländlichen Regionen mit günstigen klimatischen Bedingungen, zu finden“, erläutert der Mindener Mediziner. Auch nach der Entdeckung des Tuberkulose-Erregers und der Medikamente gegen die Krankheit sind die Fachärzte lange auf dem Land geblieben. Erst in den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Pneumologie dann deutschlandweit Einzug in Krankenhäuser und Kliniken gefunden. „Zur optimalen Versorgung sind Krankenhäuser auf Lungenfachärzte angewiesen. Unter den zehn häufigsten zum Tode führenden Erkrankungen weltweit finden sich vier, die dem Fachgebiet der Lungenheilkunde zuzuordnen sind. Dazu gehören COPD, Lungenentzündungen, Lungenkrebs und Tuberkulose“, so Dr. Turkiewicz.

Im Johannes Wesling Klinikum ist die Pneumologie seit vielen Jahren fester Bestandteil des medizinischen Angebots. Im vergangenen Jahr haben die Ärzte und Pflegekräfte der Klinik für Pneumologie mehr als 1100 Patienten behandelt. Zum Spezialgebiet gehören dabei die Diagnostik und Therapie von Lungenkrebs. Im klinikeigenen Lungenkrebszentrum werden unter anderem Tumoren diagnostiziert und operativ entfernt. Darüber hinaus werden Lungenerkrankungen wie Asthma und Tuberkulose behandelt, Lungenfunktions- und Belastungstest durchgeführt oder Fremdkörper entfernt. Dabei arbeiten Dr. Turkiewicz und Kollegen eng mit den niedergelassenen Ärzten der Region und anderen Fachkliniken zusammen.

Als neuer Direktor der Klinik für Pneumologie will Dr. Ryszard Turkiewicz seinen Patientinnen und Patienten weiterhin die bestmögliche Behandlung bieten. „Mein Ziel ist Spitzenmedizin. Dafür arbeiten meine Kollegen und ich eng mit den übrigen Fachkliniken und Abteilungen des Johannes Wesling Klinikums und den anderen Standorten der Mühlenkreiskliniken in Bad Oeynhausen, Lübbecke und Rahden zusammen“, sagt er und betont damit wie wichtig die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist. Außerdem legt Dr. Turkiewicz großen Wert auf die Nachwuchsförderung. „Die Klinik für Pneumologie verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung für Innere Medizin und Pneumologie. Diese will ich nutzen, um angehende Ärzte und junge Mediziner zu fördern. Als Direktor eines Universitätsstandortes sehe ich es als meine Pflicht, mein Wissen weiterzugeben und die nächste Generation auszubilden.“