07.10.2019

Es geht wieder los!

57 Studierende haben ihre klinische Ausbildung in OWL begonnen

57 Studierende haben am Montag am Medizin Campus OWL in Minden den klinischen Teil ihres Studiums begonnen. Mindens Bürgermeister Michael Jäcke, Forschungsdekan Prof. Dr. Ralf Erdmann, Prof. Dr. Hansjürgen Piechota und Lehrkoordinator Prof. Dr. Jörg Radermacher haben die Studierenden in OWL begrüßt.


Herzlich willkommen in Ostwestfalen, hieß es am Montag (7. Oktober) für 57 Medizinstudierende der Ruhr-Universität Bochum auf dem Medizin Campus OWL im Hörsaal des Universitätsklinikums Minden. Die Studierenden sind der vierte Jahrgang, der im Universitätsklinikum Minden, im Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen (HDZ NRW), im Klinikum Herford, am Medizinischen Zentrum für Seelische Gesundheit in Lübbecke und an der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen den klinischen Teil seines Studiums absolviert.

Der Ärztliche Direktor des Johannes Wesling Klinikums, Professor Dr. Hansjürgen Piechota, der Lehrkoordinator Professor Dr. Jörg Radermacher und Mindens Bürgermeister Michael Jäcke begrüßten die Studierenden. Professor Dr. Klaus Weichert-Jacobsen, Direktor der Universitätsklinik für Urologie am Klinikum Herford, und Professor Dr. Volker Rudolph, Direktor der Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie/Angiologie am HDZ NRW, und Professor Hans Udo Schneider, Ärztlicher Direktor des Medizinischen Zentrums für Seelische Gesundheit in Lübbecke, stellten die Lehrstandorte in Herford und Bad Oeynhausen vor.

Professor Dr. Hansjürgen Piechota betonte in seiner Ansprache das ärztliche Selbstverständnis. "Sie sind Heiler, aber auch die Advokaten der Kranken und Schwachen. Und dabei sind Sie zu allererst Ihrer fachlichen Kunst und Ihrem ärztlichen Gewissen verpflichtet", so Professor Piechota. Er riet den Nachwuchsärzten fortwährend Fragen zu stellen. "Nutzen Sie die kurzen Wege zwischen dem Lehrbetrieb und der klinischen Praxis. Das ist bei uns hier am Medizin Campus OWL ein ganz großer Vorteil", so Piechota. Bürgermeister Michael Jäcke machte Werbung für Minden und die Region OWL. "Minden hat sehr, sehr schöne Seiten. Ich lade Sie ein, diese zu entdecken. Und auch wenn Minden noch keine Studentenstadt ist: Alleine sind sie nicht. Zusammen mit der Fachhochschule gibt es mittlerweile 1700 Studenten in Minden", so Jäcke.

Der Forschungsdekan der Ruhr-Universität Bochum Professor Dr. Ralf Erdmann lobte in seiner Ansprache an die Studierenden die Ausbildungsqualität am Medizin Campus OWL. "Die regelmäßigen Evaluationen der Lehrqualität durch die Studierenden sind hervorragend. Das Verhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden könnte besser kaum sein. Hier sind Sie wertgeschätzt und willkommen. Ich kann Ihnen sagen, dass erleben Studierende nicht immer", betonte Professor Dr. Ralf Erdmann. Dieses besondere Engagement für den Nachwuchs hat auch schon Früchte getragen: "In den Befragungen, die wir gemacht haben, zeigt sich, dass zehn Prozent der Medizinstudenten in jedem Fall in OWL bleiben wollen, 20 Prozent gaben an, 'wahrscheinlich' in OWL bleiben zu wollen. Und das, obwohl damals die meisten an den Medizin Campus OWL gelost wurden."

Wie gut die Lehre in Ostwestfalen ist, hat sich mittlerweile offenbar auch unter den Studierenden in Bochum herumgesprochen. Von den 57 Studierenden haben sich 40 freiwillig für einen Umzug nach Ostwestfalen entschieden - nachdem sie zuvor dreieinhalb Jahre in Bochum studiert und viele dort ihr persönliches Lebensumfeld hatten. Professor Dr. Hansjürgen Piechota zeigte in seiner Ansprache aber auch Verständnis für diejenigen, die das Los nach OWL geführt hat: "Hadern Sie nicht. Als jemand, der nach dem vorklinischen Studienabschnitt ebenfalls per Losentscheid aus Bochum vertrieben wurde, kann ich sagen: Jeder Veränderung wohnt auch eine neue Chance inne - und wir werden Ihnen helfen, diese zu nutzen."  

Das Bochumer Modell ist im Jahr 2015 auf OWL ausgedehnt worden. Die Studierenden beginnen mit dem siebten Semester den klinischen Teil ihrer Ausbildung am Universitätsklinikum Minden, am Klinikum Herford, dem Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen, am Medizinischen Zentrum für Seelische Gesundheit in Lübbecke und an der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen. Der theoretische Teil der Lehre findet im Campusgebäude in Minden statt. Zwei Jahre lang werden die Studierenden den klinischen Teil ihrer Ausbildung an den jeweiligen Standorten absolvieren und dann den zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung ablegen.