27.02.2018

Neues Traineeprogramm bei den Mühlenkreiskliniken

Pflegedienstleitungen stellen Förderprogramm für Pflegekräfte vor

Der Vorstandsvorsitzende der Mühlenkreiskliniken Dr. Olaf Bornemeier mit den Pflegedienstleitungen der MKK-Standorte Janin Tacke aus der Auguste-Viktoria-Klinik Bad Oeynhausen, Bernd Mühlenbruch aus dem Johannes Wesling Klinikum Minden, Thomas Sander aus dem Krankenhaus Bad Oeynhausen, Urte Abbate aus dem Krankenhaus Lübbecke-Rahden und Claus Behrens aus dem Medizinischen Zentrum für Seelische Gesundheit in Lübbecke.


Mit mehr als 2300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bildet die Pflege die größte Berufsgruppe der Mühlenkreiskliniken.

Im Medizinischen Zentrum für Seelische Gesundheit Lübbecke sind seit einem halben Jahr die ersten Trainees im Pflegebereich der Mühlenkreiskliniken (MKK) im Einsatz. Nach dem Abschluss ihres Bachelorstudiums in der Gesundheits- und Krankenpflege durchlaufen sie das neue 24-monatige Traineeprogramm der Mühlenkreiskliniken, um verschiedene pflegerische und medizinische Fachbereiche des Gesundheitskonzerns kennenzulernen.

"Im Medizinischen Zentrum lernen die Trainees derzeit in sechs- und neunmonatigen Abschnitten unter anderem die Bereiche Allgemeine Psychiatrie, Suchtmedizin und Gerontopsychiatrie kennen", sagt Claus Behrens, Pflegedienstleiter des Medizinischen Zentrums für Seelische Gesundheit. Gemeinsam mit den Pflegedienstleitungen der weiteren MKK-Standorte Urte Abbate aus dem Krankenhaus Lübbecke-Rahden, Bernd Mühlenbruch aus dem Johannes Wesling Klinikum Minden, Janin Tacke aus der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen und Thomas Sander aus dem Krankenhaus Bad Oeynhausen, hatte Behrens das Traineeprogramm im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht. Es ist Teil des Förderkonzepts der Mühlenkreiskliniken und richtet sich an die Bachelorabsolventen des Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege der Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreiskliniken. "Das Traineeprogramm bietet die einmalige Möglichkeit, in unterschiedliche pflegerische Bereiche hinein zu schnuppern", erläutert Claus Behrens. Während des zweijährigen Programms können die Trainees auch standortübergreifend in anderen Spezialabteilungen der Mühlenkreiskliniken in Minden, Bad Oeynhausen, Lübbecke und Rahden arbeiten. "Das ist der große Vorteil der Mühlenkreiskliniken. Von der psychiatrischen Klinik in Lübbecke bis zum orthopädischen Fachkrankenhaus in Bad Oeynhausen und dem Universitätsklinikum in Minden bilden wir alle Facetten der Medizin ab", so Behrens. Nach jeder abgeschlossenen sechs- oder neunmonatigen Traineephase in einem bestimmten Bereich wird der dortige Einsatz bewertet - sowohl von den Trainees als auch von den Stationsleitungen. Die Ergebnisse bieten für beide Seiten einen enormen Mehrwert. "Wir lernen vor allem aus den Erfahrungen, die wir und auch die Trainees machen. Dafür ist das beiderseitige Feedback enorm wichtig. Die Trainees nehmen viele neue Eindrücke mit und tauchen in die unterschiedlichen Aufgabengebiete der Pflege ein. Durch die Teilnahme am Programm können sie außerdem sehr gut einschätzen, welche Pflegebereiche für sie interessant sind und in welchen sie gern arbeiten möchten", so Behrens.

In der Pilotphase richtet sich das Traineeprogramm zunächst an die akademisch ausgebildeten Pflegekräfte der Mühlenkreiskliniken, die den in Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld angebotenen dualen Bachelorstudiengang "Gesundheits- und Krankenpflege" absolvieren. Noch in diesem Jahr soll es jedoch ausgeweitet werden, macht Claus Behrens deutlich. Auch grundständig ausgebildete Pflegerinnen und Pfleger sollen dann einbezogen werden. "Wir wollen sowohl gerade examinierte Pflegekräfte als auch langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ansprechen, um diese gezielt zu fördern - beispielsweise durch eine Weiterbildung in der Fachpflege oder ein Bachelorstudium", sagt Claus Behrens.

Die Pflegekräfte der Mühlenkreiskliniken können sich einerseits für die Teilnahme am Traineeprogramm bewerben. Andererseits halten die Pflegedienstleitungen aber auch gezielt nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ausschau, die Förderpotenzial mitbringen. Hierfür stehen sie im regelmäßigen Austausch mit den Stationsleitungen. "Bei der Auswahl geeigneter Kandidaten kommt es nicht darauf an, wer am lautesten ruft, sondern wer das nötige Potenzial mitbringt", so Behrens. Oft seien es die "stillen Schätze", die gezielt angesprochen und gefördert werden müssten. Wo Entwicklungspotenziale bestehen, werde derzeit in der wöchentlichen Pflegekonferenz der MKK-Pflegedienstleitungen besprochen. Sowohl die Eigen- als auch die Fremdeinschätzung durch unter anderem die Stationsleitungen spielten dabei eine Rolle, so Behrens.

Um Absolventen und auch Mitarbeiter zu fördern, arbeiten die Pflegedienstleitungen eng mit der Akademie für Gesundheitsberufe zusammen. Von der Ausbildung über das duale Studium bis hin zu Fachweiterbildungen bietet die Akademie sämtliche Entwicklungsmöglichkeiten in der Gesundheits- und Krankenpflege an. "In kaum einem anderen Beruf gibt es vielfältigere Karrierechancen als in der Pflege", sagt Akademiedirektor Oliver Neuhaus. Dass die Mühlenkreiskliniken sowohl die Aus- und Weiterbildung als auch die unterschiedlichsten Pflegebereiche unter einem Dach vereinen, sei die ideale Verknüpfung, um hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.