Prothesenwechsel: Was ist zu tun, wenn das Kunstgelenk versagt?

Moderne Gelenkprothesen halten in der Regel viele Jahre. Dennoch ist ihre Lebensdauer begrenzt. Wenn sich ein Kunstgelenk gelockert hat, bereitet es in der Regel Schmerzen, die den Patienten zum Arzt führen. Bei Nachweis einer Lockerung muss das Kunstgelenk gewechselt werden. Andere Gründe für einen Prothesenwechsel können zum Beispiel ein Protheseninfekt, ein prothesennaher Knochenbruch oder Instabilitäten sein.

Pfannenlockerung (Bild links) sowie KEP-Lockerung


Der Wechsel von Kunstgelenken ist ein bedeutender Schwerpunkt unseres Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung (EPZmax). Aufgrund der häufig vorhandenen Knochensubstanzdefekte und Weichteilschäden, aber auch wegen des oft reduzierten Gesundheitszustandes der betroffenen Patienten, stellen Wechseloperationen eine besondere chirurgische Herausforderung dar. Mit unserem Team aus erfahrenen Operateuren nehmen wir diese Herausforderung gerne an. Unter Berücksichtigung der patientenindividuellen Faktoren wird das operative Vorgehen in jedem Einzelfall von den Hauptoperateuren gemeinsam festgelegt. Für nahezu jede Defektsituation des Knochens können wir unseren Patienten Spezialimplantate bis hin zu individuellen Sonderanfertigungen anbieten.

Unsere Intensivstation ist auf die postoperative Behandlung schwerkranker Patienten eingestellt.

Röntgenaufnahmen nach verschiedenen operativen Eingriffen: Pfannenwechsel, Hüft-TEP-Wechsel, postoperative Situation nach Wechsel auf eine Scharnierprothese mit Patellaersatz und Tumorendoprothese.