Hüftprothesenwechsel

Aufgrund der demographischen Entwicklung und der immer älter werdenden Bevölkerung ist bei verlängerter Prothesenliegedauer die Gefahr einer Hüftprothesenlockerung gegeben. Mittel- bis langfristig verspüren die Patienten zunehmende Beschwerden im Bereich der Leiste oder entlang des Oberschenkels. Nach eingehender klinischer Untersuchung, die den ersten Verdicht einer bestehenden Lockerung ergibt, sind aktuelle Röntgenbilder im Vergleich zu den Bildern zum Zeitpunkt der Primärimplantation entscheidend.

Veränderungen in der Stellung der Implantate zum Knochen des Hüftgelenkes weisen auf die Lockerung des Implantates hin. Grundsätzlich wird bei Verdacht der Prothesenlockerung durch eine Punktion an unserer Klinik ein Infekt ausgeschlossen. Durch Gewinnung des Gelenksekrets kann durch eine differenzierte Untersuchung eine Keimbestimmung erfolgen. Somit lässt sich eine aseptische von einer septischen Endoprothesenlockerung differenzieren.

Röntgenaufnahmen Pfannenwechsel und Hüft-TEP-Wechsel


Grundsätzlich sollte zur optimalen Vorbereitung des anstehenden Eingriffes der ehemalige Operationsbericht und Prothesenpass eingesehen werden um sich bestmöglich für den geplanten Wechseleingriff vorzubereiten. Auch in der Wechselsituation orientieren wir uns an den aktuellen neusten Entwicklungen in der Revisionschirurgie. Dabei stellen zementfreie Implantate in der Wechselsituation an der Pfanne und am Schaft auch bei dem älteren Patienten ein Verfahren dar, bei dem eine ausreichend stabile Situation erreicht werden kann. Bei ungenügender Knochenstabilität werden zementierte Implantate in Verbindung mit Stützringen an der Hüftpfanne oder zementierte Langschäfte eingesetzt. Vorrangiges Ziel dieser Operationen an der Auguste Viktoria Klinik bleibt die frühzeitige Mobilisation der betroffenen Patienten, um eine möglichst schnelle Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen.