Spinalkanalstenose

Als Spinalkanalstenose wird eine Enge des Rückenmarkkanales bezeichnet. Der Rückenmarkkanal wird durch die Wirbelkörper gebildet. (Siehe Bild). An jedem Wirbel ist an der Rückseite ein knöcherner Ring, diese Ringe bilden übereinander plaziert den Rückenmarkkanal.

Was passiert bei einer Enge des Rückenmarkkanals?
Verengt sich der Kanal aufgrund verchleißbedingter oder akuter Erkrankungen oder Verletzungen, kommt es zunächst durch den direkten Druck an der Engstelle auf die Nervenfasern und die Rückenmarkhülle zu Beschwerden.

Darüber hinaus scheint aber auch die Störung der Durchblutung der Nerven durch den Druck eine Rolle im Krankheitsgeschehen zu spielen. Hier müssen noch weitere Forschungsergebnisse vorliegen, um die Zusammenhänge endgültig zu klären.

Der gelbe Pfeil zeigt auf einen normal weiten Abschnitt des Rückenmarkkanals, die roten Pfeile zeigen zwei Engstellen.


Was passiert bei einer Enge des Rückenmarkkanals?
Verengt sich der Kanal aufgrund verchleißbedingter oder akuter Erkrankungen oder Verletzungen, kommt es zunächst durch den direkten Druck an der Engstelle auf die Nervenfasern und die Rückenmarkhülle zu Beschwerden.

Darüber hinaus scheint aber auch die Störung der Durchblutung der Nerven durch den Druck eine Rolle im Krankheitsgeschehen zu spielen. Hier müssen noch weitere Forschungsergebnisse vorliegen, um die Zusammenhänge endgültig zu klären.

Wie entstehen die Beschwerden?
Das Resultat des Druckes jedenfalls ist erstens eine schmerzhafte Einschränkung der Gehstrecke, zweitens je nach Lage und Ausmaß der Engstelle die Reizung eines oder mehrerer Nerven des Rückenmarks mit meistens beinbetonten Schmerzen. Die Symptome lassen sich oft nach ihrem Ausbreitungsmuster einem Nerven zuordnen, so daß man einen Zusammenhang zwischen der Engstelle die auf den Röntgen und Kernspinbildern dargestellt ist und den Beschwerden der Patienten direkt ableiten und zuordnen.

Sind die Symptome in LWS und HWS gleich?
Enge des Rückenmarkkanals in der Halswirbelsäule

Eine Besonderheit ist die Enge des Rückenmarkkanals in der Halswirbelsäule. Unter jedem Wirbel verläßt auf jeder Seite ein Nervenfaserbündel aus dem Rückenmark den Rückenmarkkanal. Deshalb befinden sich ganz unten in der Wirbelsäule nur noch wenige Faserbündel in der Rückenmarkhülle, im Bereich der Halswirbelsäule jedoch sehr viele Nervenfasern. Das Rückenmark ist hier also sehr viel dicker, aber auch druckempfindlicher, weil es in der Rückenmarkhülle weniger Platz zum Ausweichen hat, als die wenigen Nervenfasern auf Höhe z. B. der Lendenwirbelsäule. Deshalb sind Schäden der Nervenbahnen bei Druck auf das Rückenmark auf Niveau der Halswirbelsäule meistens gravierender als auf Höhe z. B. der Lendenwirbelsäule.

Typisch für einen lang einwirkenden Druck auf das Halsmark sind Schäden der Nervenbahnen, die dem Gehirn die Information über Gelenkstellung, Muskelanspannung und Lage der Beine und Füße vermitteln. Die Folge ist, daß die betroffenen Patienten eine Gangunsicherheit entwickeln, Schwindelgefühle, und wesentlich gesteigerte Reflexe an den Beinen.

Welche Erfolgsaussichten bestehen?
Bei solchen Schäden ist eine Chance auf Erholung der Nerven umso größer, je schneller gehandelt wird, also je früher dem Rückenmark wieder Platz geschaffen wird. Haben die Schäden ein gewisses Ausmaß überschritten, sind sie nicht wieder reparabel, auch wenn der Druck von den Nerven genommen wird.