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15.01.2019

Förderverein spendet 30.000 Euro für neurologische Patienten

Trainingsgeräte unterstützen die Heilung – Rehabilitation beginnt auf der Intensivstation

Die dank der Unterstützung des Fördervereins angeschafften Geräte erleichtern die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Johannes Wesling Klinikums und verbessert die Rehabilitation der Patientinnen und Patienten: (von links) Marion Klein, Leiterin der Ergotherapie am Johannes Wesling Klinikum, Ulrich Gottlieb, stellvertretender Leiter der Physiotherapie am Johannes Wesling Klinikum, Professor Dr. Peter Schellinger, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie und Karl-Friedrich Schmidt vom Förderverein Schlaganfallhilfe.


 Der „Förderverein Schlaganfall – Neurologische Klinik Minden e.V.“ hat 30.000 Euro für therapeutische Hilfsmittel am Universitätsklinikum Minden zur Verfügung gestellt. Viele Patienten der Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie haben Symptome und Ausfälle, die eine frühe und intensive Behandlung nicht nur durch die Ärzte und Pflegefachkräfte, sondern auch durch das Team der Co-Therapeuten wie Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie brauchen. Das betrifft zum einen die Therapie im Bett, aber auch die Mobilisation mit anderen Hilfsmitteln wie zum Beispiel in einem Rollstuhl oder einem Therapiestuhl. Gerade Patienten mit neurogeriatrischen Erkrankungen, also typischen neurologischen Erkrankungen des älteren Menschen wie zum Beispiel Schlaganfall oder Parkinson, benötigen spezielle Hilfsmittel, die aufgrund sehr hoher Kosten nicht aus dem normalen Budget bezahlt werden können. 

Der im Jahr 1997 gegründete „Förderverein Schlaganfall – Neurologische Klinik Minden e.V.“ hat mit einer großzügigen Spende in Höhe von 30.000 Euro die Anschaffung von mehreren neuen und sehr hochwertigen therapeutischen Hilfsmitteln ermöglicht. Dazu zählen ein stationsnah aufgestellter Gehbarren zum Wiedererlernen erster, sicherer Schritte, drei unterschiedliche Aktivrollstühle, ein individuell anpassbarer Multifunktionsrollstuhl und ein XXL-Rollstuhl mit einer Belastbarkeit bis 180 Kilogramm. Hiermit können entsprechende Patienten frühzeitig an Alltagsaktivitäten herangeführt werden. Des Weiteren wurde ein technisch hochentwickeltes Bettfahrrad überreicht. Mit diesem computergestützten Gerät kann schon in der Frühphase der Rehabilitation ein Herz-, Kreislauf- und Bewegungstraining angeboten werden. Es kann sowohl für Arm-, als auch Beintraining genutzt werden, je nachdem welche Extremitäten zum Beispiel durch einen Schlaganfall betroffen und gelähmt sind. Außerdem wurde eine motor-unterstützte multifunktionale Aufrichthilfe zur Mobilisierung von Patienten aus der liegenden Position im Bett – in den Sitz – sowie in den Stand zur Verfügung gestellt. Die neurologisch schwer erkrankten, enorm hilfebedürftigen Intensivpatienten können so frühzeitig und sicher in ansonsten sehr schwierig zu realisierende Positionen gebracht werden. Benötigte man vorher zwei oder mehr Therapeuten, um einen Patienten in eine bestimmte Position zu bringen, kann mit der neuen Aufrichthilfe ein Mitarbeiter alleine diesen Mobilisierungsprozess begleiten. „Dank dieser großartigen Unterstützung unseres Fördervereins kann den Patientinnen und Patienten im Universitätsklinikum Minden noch früher ein umfangreiches Rehabilitationsprogramm angeboten werden. Aus der Forschung wissen wir, dass gerade bei neurologischen Erkrankungen wie einem Schlaganfall das Rehabilitationstraining so früh wie möglich begonnen werden muss, um langfristige Schäden zu vermeiden. Bei uns heißt das: Noch auf der Stroke Unit und auf der Intensivstation beginnt das Training“, sagt Professor Dr. Peter Schellinger, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie. 

Besonders freuen sich auch die Therapeuten der Physiotherapie und der Ergotherapie des Johannes Wesling Klinikums über die Spende des Fördervereins. Sie können nun schneller und rückenschonender den Patientinnen und Patienten helfen. „Diese technischen Möglichkeiten durch die neuen Hilfsmittel übersteigen das sonst übliche Maß an unterstützenden Hilfsmitteln bei der Rehabilitation eines Universitätsklinikums bei Weitem“, sagt Ulrich Gottlieb, stellvertretender Leiter der Physiotherapie am Johannes Wesling Klinikum.