MKK HauptseiteKarriere
05.07.2017

Mühlenkreiskliniken gründen Institut für Krankenhaushygiene

Dr. Peter Witte übernimmt die Institutsleitung zum 1. September

Dr. Peter Witte, der zum 1. September den Posten als Direktor des Instituts für Krankenhaushygiene der Mühlenkreiskliniken übernehmen wird, und Dr. Kristin Drechsler, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Mühlenkreisklinken.

Um den bereits sehr guten Stand der Hygiene in den Häusern der Mühlenkreiskliniken weiter auszubauen, hat der Verwaltungsrat der Mühlenkreiskliniken in seiner vierteljährlichen Sitzung auf Vorschlag des Vorstandes die Gründung des Instituts für Krankenhaushygiene beschlossen. Ab dem 1. September werden die Hygienefachkräfte des Johannes Wesling Klinikums Minden, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, des Krankenhauses Lübbecke-Rahden, des Medizinischen Zentrums für Seelische Gesundheit in Lübbecke, des Krankenhauses Bad Oeynhausen und der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen an das übergeordnete Institut angeschlossen. Mit dem Institut für Krankenhaushygiene wird eine standortübergreifende, zentrale Schnittstelle geschaffen. Den wichtigen Themen Krankenhaushygiene und Infektionsschutz wird so herausgehobene Bedeutung verliehen.

Für die Institutsleitung wechselt ein im Kreis Minden-Lübbecke bekanntes Gesicht zu den Mühlenkreiskliniken. Zum 1. September wird der derzeitige Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises Minden-Lübbecke Dr. Peter Witte den neu geschaffenen Posten bei den MKK übernehmen. Nach 16 Jahren verlässt er damit das Gesundheitsamt des Kreises. "Wir freuen uns, Dr. Witte für die wichtige Position gewonnen zu haben. Mit ihm holen wir einen Experten an Bord, der sich im Umgang mit Hygienemaßnahmen bestens auskennt und langjährige Erfahrung mitbringt", sagt Dr. Kristin Drechsler, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Mühlenkreiskliniken. Dr. Witte ist Krankenhaushygieniker, Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie sowie Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen. Er wurde als Mitglied der Leitlinienkommission für Noroviren berufen und ist beratender Arzt für Tuberkulose in NRW. Als Referent ist Dr. Witte zu den Themen "Multiresistente Erreger, Krankenhausbaumaßnahmen und Tuberkulose" unter anderem für das Robert-Koch-Institut, das Niedersächsische Landesgesundheitsamt und das Landeszentrum Gesundheit des Landes NRW aktiv, zuletzt beim Welttuberkulosetag im März in Berlin. An der Universität Bielefeld hält er Vorlesungen in Gesundheitswissenschaften, unterrichtet angehende Amtsärzte in der Länderakademie in Düsseldorf und hygienebeauftragte Ärzte im Landesgesundheitsamt Hannover.

Als Leitender Kreismedizinaldirektor war Witte bisher schwerpunktmäßig für die Überwachung und Beratung der 24 Krankenhäuser und Kliniken im Kreis Minden-Lübbecke verantwortlich. Nun freut er sich auf die neue Aufgabe. "Ich war den Mühlenkreiskliniken schon immer sehr verbunden. Nicht zuletzt, weil ich meine Assistenzarztzeit im Mindener Klinikum absolviert habe und dort später auch als Leitender Oberarzt der Pneumologie tätig war", so Dr. Peter Witte. "Ich freue mich, mit Professor Schmitz und Frau Dr. Petridou vom Institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie, Hygiene, Umweltmedizin und Transfusionsmedizin Kooperationspartner mit hervorragender Expertise zu haben, mit denen ich in den vergangenen Jahren sehr gut zusammengearbeitet habe." Zu den Hauptaufgaben als Direktor des Instituts für Krankenhaushygiene und verantwortlicher Krankenhaushygieniker werden die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankenhausinfektionen gehören. Um Patienten und Mitarbeiter vor Infektionen zu schützen, ist die Hygiene in den Häusern der Mühlenkreiskliniken von großer Bedeutung. Sie stellt sicher, dass die im Infektionsschutzgesetz festgelegten Maßnahmen umgesetzt werden, um die Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern. Dies geschieht unter anderem durch verbindliche Vorgaben in Form von Hygieneplänen, durch regelmäßige Kontrollen von Desinfektions- und Sterilisationsgeräten sowie Schulungen und Fortbildungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.