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10.11.2020

Neue Medizinstudierende trotzen der Corona-Pandemie

64 Studierende haben ihr Medizinstudium am Medizin Campus OWL begonnen

Studierende haben am Medizin Campus OWL in Minden den klinischen Teil ihres Studiums begonnen. Die meisten Vorlesungen und Übungen können dank umfangreicher Hygienemaßnahmen stattfinden. Professor Dr. Hansjürgen Piechota und Lehrkoordinator Professor Dr. Jörg Radermacher begrüßen die Studierenden in OWL.


Der vierte Jahrgang hat am Medizin Campus OWL am Universitätsklinikum Minden, dem Klinikum Herford, dem Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), der Auguste-Viktoria-Klinik und dem Medizinischen Zentrum für Seelische Gesundheit den klinischen Teil seines Medizinstudiums begonnen. Begrüßt wurden die Studierenden von dem Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums Mindens Professor Dr. Hansjürgen Piechota und dem Studienkoordinator Professor Dr. Jörg Radermacher. 

Die meisten Vorlesungen und Seminare sowie Übungen in den Skills Labs können trotz der Corona-Pandemie stattfinden. Bereits im Sommer wurden entsprechende Hygienekonzepte erarbeitet. Die Präsenzveranstaltungen im vergangenen Sommersemester wurden dagegen ausschließlich digital oder – wie zum Beispiel bei Übungen oder Unterricht am Krankenbett – in Kleingruppen angeboten. „Das klappte erstaunlich gut. Wir können also beides anbieten – digitale Vorlesungen und Präsenzveranstaltungen“, sagt Professor Dr. Radermacher. Damit haben die Mindener Studierenden ihren Kommilitonen an den übrigen Universitätskliniken der Ruhr-Universität Bochum einiges voraus. Dort sind auch in diesem Semester die allermeisten Präsenzveranstaltungen als Online-Vorlesungen angelegt.

Leider ausfallen müssen die sonst obligatorischen gemeinsamen Begrüßungsfeiern mit Studierenden und Lehrenden. Auch der sonst von der Fachschaft organisierte Rundgang durch das Johannes Wesling Klinikum mit anschließendem gemeinsamen Essen in der Krankenhaus-Cafeteria konnte leider nicht stattfinden. Stattdessen hat die Fachschaft einen sehr informativen virtuellen Rundgang vorbereitet. 

Das Bochumer Modell ist im Jahr 2015 auf OWL ausgedehnt worden. Die Studierenden beginnen mit dem siebten Semester den klinischen Teil ihrer Ausbildung am Universitätsklinikum Minden, am Klinikum Herford, dem Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen, am Medizinischen Zentrum für Seelische Gesundheit in Lübbecke und an der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen. Der theoretische Teil der Lehre findet im Campusgebäude in Minden statt. Zwei Jahre lang werden die Studierenden den klinischen Teil ihrer Ausbildung an den jeweiligen Standorten absolvieren und dann den zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung ablegen. Anschließend folgt das Praktische Jahr an dessen Ende die Approbation – also die Erlaubnis als Arzt zu arbeiten – erteilt wird.

Der erste Jahrgang hat im Frühjahr das Medizinstudium in OWL abgeschlossen. 14 Medizinerinnen und Mediziner aus dem ersten Jahrgang haben in OWL ihre Facharztausbildungen begonnen und arbeiten seitdem als Arztinnen und Ärzte in Krankenhäusern und Arztpraxen in der Region.