Erkrankungen und Behandlungen

Ambulantes Operieren
Kleinere gynäkologische Operationen wie Curettagen bei Fehlgeburt, Hysteroskopien, Entnahme von Gewebeproben, Sterilisationen, Laparoskopien oder Sterilitätsabklärungen können gerne ambulant durchgeführt werden. Sie kommen morgens nüchtern in die Klinik und sind am Abend der Operation schon wieder zu Hause in Ihrer gewohnten Umgebung. Um dies ausreichend besprechen und planen zu können, Sie dem Narkosearzt vorstellen und die erforderlichen Voruntersuchungen durchführen zu können, stellen Sie sich bitte nach Voranmeldung in der zentralen Aufnahme der Frauenklinik vor.

Lasertherapie
Schonend und ohne Verletzung tieferer Hautschichten und damit ohne Narbenbildung ist es mit dem Laser möglich, oberflächliche Veränderungen wie zum Beispiel Feigwarzen im Bereich des Scheideneingangs oder auch am Gebärmutterhals abzutragen. Für diese Eingriffe steht in der Frauenklinik ein CO2-Laser zur Verfügung.

Inkontinenzchirurgie
Ein besonderer Schwerpunkt unserer operativen Tätigkeit ist die Inkontinenzchirurgie. Mit vielen modernen Operationsverfahren ist es möglich, Frauen zu helfen, die unwillkürlich Urin verlieren. Vor jeder Operation ist die ausgiebige Voruntersuchung der Patientin mit Urodynamik, Ultraschall und eventuell Röntgendiagnostik unerlässlich. Erst dann wird das geeignete Operationsverfahren gewählt.

Minimal invasive Chirurgie
In der operativen Gynäkologie werden seit vielen Jahren die Hysteroskopie und die
Laparoskopie angewandt. Bei der Hysteroskopie wird eine bleistiftdünne Optik in die Gebärmutter eingebracht, so dass auffällige Befunde wie Polypen der Schleimhaut, Myome oder beginnende Karzinome direkt betrachtet werden können. Von den auffälligen Befunden wird unter Sicht eine Probe
entnommen, die dann gezielt untersucht werden kann. Es können aber auch Veränderungen der Gebärmutter oder der Schleimhaut hysteroskopisch komplett abgetragen werden. Bei der Laparoskopie werden Optik und verschiedene Instrumente über 5 und 10 mm große Einstiche in den Bauchraum eingebracht. So ist es möglich, zum Beispiel Operationen an den Eierstöcken und der Gebärmutter im Bauchraum ohne großen Schnitt durchzuführen. Die einzelnen Operationsschritte werden am Bildschirm verfolgt und dokumentiert. Vorteil ist, dass sich die so operierten Patientinnen fiel rascher erholen, so dass einige der Eingriffe wie zum Beispiel eine Sterilisation ambulant durchgeführt werden können.

Myome, Endometriose
Jede vierte bis fünfte Frau vor Eintritt der Wechseljahre leidet an einem Uterus myomatosus. Verbunden hiermit sind Schmerzen, starke Blutungen und auch ungewollte Kinderlosigkeit. Häufig kombiniert mit einem Uterus myomatosus ist das Krankheitsbild der Endometriose (versprengte Schleimhaut der Gebärmutter), die zu ähnlichen Beschwerden führen kann. Beide Krankheitsbilder werden schwerpunktmäßig durch die Frauenklinik Minden versorgt. Besonders die minimal invasiven Therapieverfahren kommen hier zur Anwendung. Ausgedehnte Veränderungen werden schwerpunktmäßig, wenn möglich, mittels mikrochirurgischer Operationsverfahren angegangen.