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Transradiale Punktionstechnik

Mehr Patientenkomfort und Sicherheit: Herzkatheter über die Pulsschlagader am Handgelenk

Für die Linksherzkatheteruntersuchung und die Behandlung von Verengungen der Herzkranzgefäße wird üblicherweise die Arteria femoralis (Leistenschlagader), also ein Zugang von der Leiste aus gewählt. Allerdings können durch die tiefe Lage der Blutgefäße in der Leiste Blutungskomplikationen auftreten. Ein größerer Druckverband ist daher erforderlich. Für die meisten Patienten ist das lange Liegen (bis zu 12 Stunden) der unangenehmste Teil des gesamten Eingriffes.

Durch die Anwendung des alternativen „transradialen“ Zugangsweges über die Arterie des Handgelenkes können Blutungen an der Punktionsstelle deutlich verringert werden. Der Patient muss nach der Untersuchung nicht mehr im Bett liegen und kann praktisch noch im Katheterlabor aufstehen.

Komplikationen durch die Punktion sind sehr selten und können in der Regel sicher gehandhabt werden.

Abgesehen von wenigen Ausnahmen, z. B. einer zu kleinen Pulsschlagader, hat sich der Eingriff vom Handgelenk aus nicht nur bei besonders übergewichtigen oder älteren Patienten bewährt, sondern auch bei Eingriffen die eine verstärkte Hemmung der Blutgerinnung bedürfen, wie dem akuten Herzinfarkt.

Unsere Kardiologische Klinik hat mit einer sehr hohen Erfolgs- und niedrige Komplikationsrate hinreichend Erfahrung bei der transradialen Punktionstechnik vom Handgelenk aus gesammelt und sich entsprechend spezialisiert. Für die Patienten bedeutet dies einen erheblichen Zugewinn an Sicherheit und Komfort.