Über die Klinik

Die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin befindet sich im Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) des Johannes Wesling Klinikums Minden. Jährlich werden hier über 4.500 Kinder stationär in 68 Betten betreut.

Zur Klinik gehören eine Kinder- und Frühgeborenenintensivstation, eine kinderonkologische Einheit, eine IMC-Station sowie eine große interdisziplinäre Kinderstation. Die Kinder und ihre mit aufgenommenen Begleitpersonen sind im ELKI in familien- und kindgerechter Umgebung untergebracht. Speziell auf die Anforderungen und Bedürfnisse von Kindern geschulte Physiotherapeutinnen, Logopädinnen, Ergotherapeutinnen, Diätassistentinnen sowie eine Kinderpsychologin unterstützen das ärztliche und pflegerische Team.

Allen Kindern ohne Ansteckungsgefahr steht das lichtdurchflutete Kinderpenthouse als Spielzimmer zur Verfügung. Hier können die Patienten von Erzieherinnen tagsüber betreut werden. Außerdem befinden sich im ELKI das Früherkennungszentrum mit der interdisziplinären Frühförderstelle des JWK und der Kreissaal mit der Wöchnerinnenstation.

Die Versorgung ambulant behandelter Kinder erfolgt in der Notfallambulanz und in verschiedenen Spezialambulanzen. Seit Juli 2010 gibt es eine kinderkardiologische Praxis im Medizinischen Versorgungszentrum der Kinderklinik.

Es werden alle Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters nach neuesten wissenschaftlichen Richtlinien diagnostiziert und behandelt. Damit ergibt sich ein weites Spektrum an Erkrankungsbildern, angefangen von der Versorgung extremer Frühgeborener auf der Intensivstation für Früh- und Neugeborene bis zu Kindern mit bösartigen Tumorerkrankungen.

Auf der onkologischen Station werden krebskranke Kinder in einer besonders ansprechend gestalteten Umgebung betreut. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Patienten mit Hirntumoren, die in Kooperation mit der Neurochirurgie und Strahlenklinik nach den neuesten Erkenntnissen der Tumorforschung behandelt werden. Die Mitaufnahme eines Elternteils sowie spezielle Aufenthaltsräume erleichtern die Behandlung der Kinder.

In der hämatologisch-onkologischen Ambulanz werden Kinder mit allen Erkrankungen des Blutes wie zum Beispiel Blutarmut, Leukämien und Immunschwächen oder aber mit Krebserkrankungen wie zum Beispiel Knochen-, Nieren oder Hirntumoren betreut. Eine Gerinnungsambulanz steht zur Abklärung von Gerinnungsstörungen wie z.B. der Bluterkrankheit zur Verfügung. In der Diabetesambulanz können die an Zuckerkrankheit erkrankten Kinder und die betroffenen Eltern geschult werden. Hier werden Therapieergebnisse überprüft und Probleme des täglichen Alltages besprochen.

Die endokrinologische Ambulanz befasst sich mit allen Störungen des Hormonsystemes, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Behandlung von Wachstumsstörungen liegt. Für die Anfallsdiagnostik steht für unsere ambulanten und stationären Patienten ein volldigitalisierter EEG-Ableitungsplatz zur Verfügung. Hochmoderne Ultraschallgeräte helfen bei vielen Krankheitsbildern die bildgebende Diagnostik ohne Strahlenbelastung durchzuführen; z.B. könne ambulant sonographische Refluxprüfungen der Harnwege durchgeführt werden. In der Sprechstunde für Lungenkrankheiten (Asthma, Mukoviszidose etc.) kann durch den Einsatz eines modernen Bodyplethysmographen die Therapieeinstellung optimiert werden.

Die Ambulanzen werden vervollständigt durch das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ), in dem Kinder mit drohenden oder vorhandenen Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten, körperlichen oder geistigen Behinderungen diagnostiziert und behandelt werden.

Als Teil Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum wird der ärztliche Nachwuchs während des Studiums im Fachgebiet der Kinderheilkunde ausgebildet. Im Rahmen der Facharztweiterbildung verfügt der Chefarzt über die volle Weiterbildungsermächtigung zum Arzt für Kinder- und Jugendmedizin und im Schwerpunkt Neonatologie. Ferner kann der Schwerpunkt Kinder-Hämatologie und -Onkologie erlangt werden.