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Dystonie

Dystonien sind Erkrankungen des Nervensystems, bei denen es zu unwillkürlichen und anhaltenden Verkrampfungen aller oder bestimmter Muskeln kommt, so dass Bewegungen unwillkürlich ausgeführt oder andere, gewollte Bewegungen gehemmt werden.

Teilweise sind diese Verkrampfungen von Schmerzen begleitet. Diese Verkrampfungen gehen vom zentralen Nervensystem aus und können ganz verschiedene Ursachen haben. Wenn sich einzelne Muskelgruppen verkrampfen, spricht man von fokalen, d.h. herdförmigen Dystonien. Dies sind z. B. die Schiefhals- Erkrankungen (Retro-, Antero-, Latero-, oder Tortikollis), die Gesichtsdystonien (Blepharospasmus, Meige-Syndrom) aber auch Hand- und Fußdystonien, wie z. B der Schreibkrampf.

Mit dem sehr stark verdünnten und darum ungefährlichen Giftstoff des Bakteriums Clostridium botulinum, dem sog. Botulinumtoxin, können einzelne Muskeln vorübergehend, d.h. für einige Monate, ganz oder teilweise gelähmt werden. Eine Behandlung mancher herdförmiger Dystonien ist so durch Spritzen von Botulinumtoxin in den überaktiven Muskel möglich. Dies kann auch bei anderen Krankheiten mit überaktiven Muskeln, wie z. B. Spastik, hilfreich sein. Bei gutem Erfolg muss die Behandlung alle drei bis vier Monate wiederholt werden.

In der Dystonieambulanz der Neurologischen Klinik Minden werden ca. 120 Patienten regelmäßig mit Botulinumtoxin-Injektionen behandelt. Die Anmeldung kann durch Hausärzte oder niedergelassene Fachärzte erfolgen.