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Stationen

Normalstation
Der Neurologischen Klinik stehen 40 Betten auf den Normalstationen C16 und C17 zur Verfügung. Dazu kommen 35 Betten auf den geriatrischen Stationen A2g und A21. Auf diesen Stationen werden alle Patienten behandelt, die nicht der Überwachung auf der Schlaganfallstation oder der Neurologischen Intensivstation bedürfen. Auf den geriatrischen Stationen erfolgt eine rehabilitative geriatrische Komplexbehandlung mit dem Ziel der Wiedereingliederung älterer Patienten in das häusliche Umfeld.

Station C17: Telefon: 0571 790-1170
Station C16: Telefon: 0571 790-1160
Station A21: Telefon: 0571 790-1210
Station A2g: Telefon: 0571 790-1300

Intensivstation
Auf der Neurologischen Intensivstation werden Patienten mit lebensbedrohlichen neurologischen Erkrankungen oder schwerwiegenden Krankheitskomplikationen überwacht und behandelt. Häufige Krankheitsbilder sind: Schwere Hirninfarkte und Hirnblutungen, epileptische Anfälle, Hirnhaut- und Hirnentzündungen (Meningitis und Enzephalitis) schwere Entzündungen der Nervenwurzeln (Guillain-Barré-Syndrom) und Enzephalopathien/Komata unklarer Ursache. Das Ziel der Intensivbehandlung und Intensivpflege ist die Überwindung und Besserung von Störungen lebenswichtiger Körperfunktionen sowie die Verhütung von Komplikationen.

Um diese Ziele zu erreichen, arbeiten speziell geschulte und erfahrene Ärzte, Schwestern und Pfleger, rund um die Uhr im Schichtdienst auf der Station. Das Team ist besonders qualifiziert im Umgang mit neurologisch schwerstkranken Patienten. Auf der Station werden spezielle neurologische Therapieverfahren durchgeführt, häufig auch in enger Zusammenarbeit mit Ärzten aus anderen Fachabteilungen wie zum Beispiel der Neurochirurgie, Kardiologie, Nephrologie oder Anästhesie. Im Bereich der hochspezialisierten Behandlung von Schlaganfallpatienten verfügt die Klinik über eine zertifizierte "Stroke Unit".

Auf der Intensivstation werden Geräte eingesetzt, die lebenswichtige Körperfunktionen wie Atmung und Herztätigkeit ununterbrochen überwachen (Monitore). Zudem kommen Geräte zum Einsatz, die wiederholt oder kontinuierlich die Gehirn- und Rückenmarksfunktionen überwachen (EEG, evozierte Potentiale, Hirndruckmonitoring, Ultraschall). Neurologisch Schwerstkranke benötigen häufig Schichtröntgenaufnahmen (Computer- oder Kernspintomografie). In Einzelfällen werden auch röntgenologische Katheteruntersuchungen der Gehirngefäße durchgeführt (Angiographie). Die damit verbundenen Transporte der Schwerstkranken sind besonders aufwändig, da die Überwachung und Behandlung ohne Unterbrechung während des Transports und der Untersuchung fortgeführt werden müssen. Sie stellen auch ein Risiko für den Kranken dar, so dass sie auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden.

Wenn Organfunktionen schwerwiegend beeinträchtigt sind oder eine besondere medikamentöse Behandlung erforderlich ist, müssen spezielle Geräte vorübergehend die gestörten Organfunktionen unterstützen, zum Beispiel mit Hilfe eines Beatmungsgerätes.

Darüber hinaus kommen Venenkatheter zum Einsatz, die eine notwendige Zufuhr von Medikamenten, Flüssigkeiten und Nährstoffen gewährleisten. Medikamente, Flüssigkeiten und Nährstoffen werden über Pumpen (Infusomaten, Perfusoren) genauestens dosiert verabreicht. Sobald möglich werden Patienten dann über eine Magensonde ernährt. Mit anderen Kathetern können verschiedene Kreislauffunktionen überwacht werden. Der Urin wird in der Regel über einen Blasenkatheter abgeleitet und die Ausscheidungsmenge genau protokolliert. All diese Katheter und Schläuche stellen auch ein Infektionsrisiko für den Patienten dar, sie müssen sorgsam gelegt werden und gut überwacht werden. Die Kranken werden in der Regel in Spezialbetten gelagert, um die Behandlung zu erleichtern und die Bildung von Druckstellen zu verhüten.

Die Dauer der Intensivbehandlung richtet sich nach der zu Grunde liegenden Erkrankung. Gerade bei neurologischen Erkrankungen kann die Therapie sehr langwierig sein, im Einzelfall mehrere Wochen oder gar Monate andauern.

Obwohl es auf der Intensivstation feste Arbeitsabläufe gibt, können diese durch plötzliche, nicht vorhersehbare Notfälle durcheinander geraten. Hiervon sind auch die vorgesehenen Besuchzeiten nicht ausgenommen. Die plötzlich notwendig gewordene Umstellung von Arbeitsabläufen kann den Eindruck von Unruhe erzeugen und Besuchszeiten verzögern oder unterbrechen.

Ein wichtiges Ziel unserer Krankenbeobachtung und Behandlung ist es, zu vermeiden, dass der Kranke unter Schmerzen, Angst oder Unruhe leidet. Soweit dies möglich ist und zu keiner zusätzlichen Gefährdung führt, wird der Kranke mit entsprechenden Medikamenten behandelt, damit die Zeit auf der Intensivstation möglichst stressfrei verläuft. Hier können auch Angehörige einen wichtigen Beitrag zur Genesung leisten. Durch beruhigende, zuversichtliche Gespräche mit vertrauten Personen können sie zur Stabilisierung, Sicherheit und Orientierung der Kranken beitragen.

Wir versuchen den Angehörigen jederzeit mit einem Gespräch zur Seite zu stehen und Sie über den Krankheitsverlauf zu informieren. In der Regel findet dies mit festen Ansprechpartnern aus dem engsten Familienkreis statt.

Im Johannes Wesling Klinikum ist die Neurologische Intensivstation zusammen mit der Internistischen Intensivmedizin auf der Station I14 untergebracht (Tel. 0571 790-1040); Besuchszeiten täglich 16.00 – 19.00 Uhr.