Nabelbruch

  • Was bedeutet Nabelbruch?

    Was bedeutet Nabelbruch?

    Der Nabel stellt eine Schwachstelle der Bauchwand dar, nämlich dort, wo die Nabelschnurgefäße des Embryos hindurchtreten. Nach der Geburt muss diese Öffnung stabil vernarben. Geschieht dies nicht, kann durch die Lücke / Schwachstelle im Bereich des Nabels Gewebe aus dem Bauchraum (eine Darmschlinge oder ein Fettzipfel) unter die Haut heraustreten.

  • Welche Beschwerden verursacht der Nabelbruch?

    Welche Beschwerden verursacht der Nabelbruch?

    Charakteristisch ist die Vorwölbung im Nabelbereich mit Verstreichen der Nabelgrube, Schmerzen, besonders bei körperliche Belastung, oder Berührung können auftreten, zudem ein Drücken, Ziehen oder Stechen. Manche Betroffene berichten von Völlegefühl oder einem flauen Gefühl bei Druck auf den Nabelbruch.

  • Welche Untersuchungen sind beim Nabelbruch erforderlich?

    Welche Untersuchungen sind beim Nabelbruch erforderlich?

    Die körperliche Untersuchung ist meistens ausreichend, um derartige Brüche zu diagnostizieren. Falls nötig wird ergänzend eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

  • Warum muss der Nabelbruch operiert werden?

    Warum muss der Nabelbruch operiert werden?

    Wie bei anderen Bauchwandbrüchen besteht auch hier das Risiko der Einklemmung vorgefallener Darmanteile oder von Fettgewebe. Um dieser Notsituation zuvor zu kommen, sollten diese Brüche geplant operiert werden.

    Eine Bruch heilt nie von selbst, somit ist nach Diagnosesicherung auch die Indikation (=Notwendigkeit) zur geplanten Operation gegeben. Die Ausnahme hiervon sind Nabelbrüche bei Kindern unter 3 Jahren, da bei diesen der Bruch manchmal noch von selbst zuwächst. Hier kann mit der Operation gewartet werden, sofern keine Beschwerden bestehen.

  • Wie wird der Nabelbruch operiert?

    Wie wird der Nabelbruch operiert?

    Konventionelle Operation mit Bauchschnitt
    Am Rand des Nabels wird ein kleiner Schnitt angelegt und die Nabelhaut von der Unterlage abgehoben. Der Bruchsack wird abgetragen. Bei kleinen Brüchen kann die Bruchpforte mit einer Naht direkt verschlossen werden. Bei einer größeren Lücke oder bei Übergewicht oder Vorliegen von Risikofaktoren wird eine Bachwandverstärkung mit Einpflanzung eines Kunststoffnetzes in die Bauchwand erforderlich.

    Minimal-invasive Operation (per Bauchspiegelung, Schlüsselloch-Chirurgie)
    Hierbei wird der Bruch von innerhalb der Bauchhöhle aus repariert. Per Bauchspiegelung wird zunächst das vorgefallene Gewebe in die Bauchhöhle zurückverlagert und dann ein Kunststoffnetz von innen vor der Bruchpforte platziert.  Das Netz wird mit resorbierbaren Ankern in der Bauchdecke befestigt. Der Körper scheidet das Netz innerhalb von wenigen Wochen ein, so dass es zu einem Teil der Bauchdecke wird und dauerhaft in seiner Position bleibt.

    Dieses Verfahren ist kommt zum Beispiel bei Rückfallbrüchen (erneuter Bruch nach bereits erfolgter Operation) oder sonstigen besonderen Bedingungen (z. B. stark übergewichtiger Patient) zur Anwendung.

    Welches Verfahren bei Ihnen zur Anwendung kommt, wird im Vorgespräch mit dem Arzt entschieden.