Künstlicher Hüftgelenkersatz (Hüft-TEP)

Liebe Patientin, lieber Patient!
Sie haben Schmerzen im Hüftgelenk und Ihr Arzt hat einen hochgradigen Knorpelverschleiß festgestellt. Damit Sie wieder schmerzfrei und belastbarer werden, ist das Einsetzten eines künstlichen Hüftgelenks die einzige Möglichkeit. In diesem Fall beschäftigen Sie sicherlich viele Fragen. Die wichtigsten möchten wir Ihnen gerne sofort beantworten und gleichzeitig Ihre Sorgen und Ängste abbauen.

Was bedeutet „Arthrose des Hüftgelenks“?
Der Knorpelüberzug des Knochens im Hüftgelenk sorgt dafür, dass Sie über Jahrzehnte Ihr Hüftgelenk problemlos belasten können. Bei der Arthrose wird dieser Knorpelüberzug im Laufe der Jahre immer mehr aufgebraucht. Wenn „Knochen auf Knochen“ im Hüftgelenk reibt, führt das zu erheblichen Schmerzen und zunehmender Bewegungseinschränkung. Das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks muss erwogen werden.

Wann muss das künstliche Hüftgelenk eingesetzt werden?
Den Zeitpunkt, wann das künstliche Hüftgelenk eingesetzt wird, bestimmen Sie. Wenn die Schmerzen Ihre Lebensqualität deutlich einschränken, sollten Sie sich zur Operation entscheiden.

Was muss ich über mein neues künstliches Hüftgelenk wissen?
Bei der Hüftendoprothese unterscheidet man sowohl verschiedene Prothesen-Typen wie auch unterschiedliche Verankerungstechniken im Knochen. Die Entscheidung, ob zur Fixation im Knochen für Sie eine „zementierte“, "teilzementierte“ oder unzementierte“ Hüftendoprothese günstiger ist, kann ebenso nur in einem persönlichen Gespräch mit dem Arzt geklärt werden, wie die Frage, ob für Sie eine „Kurzschaftprothese“, eine „Kappenprothese“ oder eine  Standardprothese“ am besten geeignet ist. Ebenfalls wird individuell für Ihre Bedürfnisse im Rahmen der Untersuchung und des Gesprächs abgeklärt werden, ob der Einsatz eines „Navigations-Computers“ oder das Einsetzen des künstlichen Hüftgelenks in „minimalinvasiver Technik (MIC)“ für Sie von Vorteil ist.


Wie ist der zeitliche Ablauf, wenn ich mich zur Hüft-TEP Implantation entscheide?
Zuerst vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde. Im Rahmen Ihres Termins wird Sie der Chefarzt oder ein Oberarzt ausführlich beraten, Ihre Fragen beantworten und eventuelle Begleiterkrankungen abklären. Sie können dann sofort einen Operationstermin abstimmen oder Sie nehmen sich noch etwas Bedenkzeit. Der stationäre Aufenthalt im Krankenhaus beträgt ca. 7 – 10 Tage. Danach folgt meistens eine Anschlussheilbehandlung (AHB) von 3 Wochen. Dies kann in einer
Rehaklinik stationär oder auch ambulant erfolgen.

Wann ist die Hüfte wieder voll belastbar?
Direkt nach der Operation dürfen Sie Ihr neues Hüftgelenk in der Regel voll belasten und nahezu uneingeschränkt bewegen. Nach ca. 6 Monaten werden Sie Ihr funktionelles Endergebnis mit Ihrem neuen Hüftgelenk nahezu erreicht haben.

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