Künstlicher Kniegelenkersatz (Knie-TEP)

Liebe Patientin, lieber Patient!
Sie haben Schmerzen im Kniegelenk und Ihr Arzt hat einen hochgradigen Knorpelverschleiß festgestellt. Vielleicht können konservative Maßnahmen oder eine operative Kniegelenksspiegelung Ihnen Linderung verschaffen. Vielleicht ist aber die einzige Möglichkeit wieder schmerzfrei und belastbar zu werden, das Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks. Die Fragen, die Sie in diesem Fall sicher beschäftigen, möchten wir hier beantworten und gleichzeitig Ihre Sorgen und Ängste abbauen.

Was bedeutet „Arthrose des Kniegelenks“?
Der Knorpelüberzug des Knochens im Kniegelenk sorgt dafür, dass Sie über Jahrzehnte Ihr Kniegelenk problemlos belasten können. Bei der Arthrose wird dieser Knorpelüberzug im Laufe der Jahre immer mehr aufgebraucht. Wenn „Knochen auf Knochen“ im Kniegelenk reibt, führt das zu erheblichen Schmerzen und zunehmender Bewegungseinschränkung.
Das Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks muss erwogen werden.

Wann muss das künstliches Kniegelenk eingesetzt werden?
Den Zeitpunkt, wann das künstliche Kniegelenk eingesetzt wird, bestimmen Sie. Wenn die Schmerzen Ihre Lebensqualität deutlich einschränken, sollten Sie sich zur Operation entscheiden.

Was muss ich über mein neues künstliches Kniegelenk wissen?
Beim Einsetzen eines neuen Kniegelenks unterscheidet man den „halben“ Ersatz des Kniegelenks („Schlittenprothese“) im Gegensatz zum totalen Ersatz des Gelenks (TEP: Total-Endo-Prothese). In über 90% der Fälle ist der totale Ersatz des Kniegelenks (TEP) erforderlich. Die Entscheidung, was für Sie individuell das Beste ist, kann aber nur in einem persönlichen Gespräch geklärt werden.

Die von uns verwendeten Knie-Prothesen werden seit über 20 Jahren in unveränderter Form europa- und teilweise weltweit eingebaut und weisen in zahlreichen Studien hervorragende Langzeitergebnisse auf. So arbeiten über 93% der von uns überwiegend verwandten Knie-Prothesen noch nach 15 Jahren einwandfrei. Sollte sich Ihre Knie-TEP irgendwann nach diesem Zeitraum lockern, so ist auch die Wechseloperation am Kniegelenk mit den heutigen Implantaten im Regelfall technisch unkompliziert und risikoarm für Sie durchführbar.

Wie ist der zeitliche Ablauf, wenn ich mich zur Knie-TEP Implantation entscheide ?
Zuerst vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde. Im Rahmen Ihres Termins wird Sie der Chefarzt oder ein Oberarzt ausführlich beraten, Ihre Fragen beantworten und eventuelle Begleiterkrankungen abklären. Sie können dann sofort einen Operationstermin abstimmen oder Sie nehmen sich noch etwas Bedenkzeit.Der stationäre Aufenthalt im Krankenhaus beträgt ca. 7 – 14
Tage. Danach folgt meistens eine Anschlussheilbehandlung (AHB) von 3 Wochen. Dies kann in einer Rehaklinik stationär oder auch ambulant erfolgen.

Wann ist das Knie wieder voll belastbar?
Direkt nach der Operation dürfen Sie Ihr neues Kniegelenk in der Regel voll belasten und nahezu uneingeschränkt bewegen. Bei Entlassung aus unserem Krankenhaus sollte das operierte Kniegelenk bereits bis 90 Grad zu beugen sein, was durch intensive Krankengymnastik fast immer gelingt. Den vollen Bewegungsumfang Ihres neuen künstlichen Kniegelenks werden Sie nach ca. 6 – 9 Monaten erreichen, erst dann wird auch die Schwellung und die Überwärmung im OP-Gebiet deutlich rückläufig sein.

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