Harnblasenerkrankungen

Untersuchungen beim Harnblasenkrebs

Eine Blutung aus der Harnröhre ist das häufigste Symptom eines Blasentumors, kann aber auch viele andere Ursachen haben. Um diesen Ursachen auf den Grund zu gehen, werden bildgebende (Ultraschall), laborchemische (Urinuntersuchung) und endoskopische (Blasenspiegelung) Verfahren genutzt.

Operationen beim Harnblasenkrebs

Sofern dann ein Tumorverdacht in der Harnblase erhoben wurde, wird zunächst eine Ausschabung durch die Harnröhre in Vollnarkose oder Rückenmarksanästhesie durchgeführt. Oft wird vor der Operation eine Flüssigkeit in die Harnblase eingefüllt, die Tumorzellen aufleuchten lässt, um keine Tumoren zu übersehen (Photodynamische Diagnostik). Wir führen die Ausschälung mittels monopolarer Technik oder bipolar (TURis) durch. Wenn eine Anfärbung vorher nicht ratsam erschien oder nicht möglich war, kann mittels eines speziellen Lichtspektrums (NBI=Narrow Band Imaging) eine höhere Detailerkennbarkeit erreicht werden.

In einigen Fällen ist es sinnvoll, Füllungsbehandlungen der Harnblase durchzuführen, um ein Wiederauftreten zu vermeiden oder zu verzögern.

Manchmal ist es aber angeraten, die Harnblase komplett zu entfernen (Radikale Zystoprostatektomie). Diese Operation wird mittels Unterbauchschnitt durchgeführt. Um den Urin anschließend aus den Nieren abzuleiten, formen wir aus Dünndarmstücken Ersatzharnblasen am Ort der vorigen Harnblase (Neoblase) oder implantieren die Harnleiter in ein kurzes Stück Dünndarm und leiten den Urin durch die Bauchdecke aus (Ileumconduit).

Bild1: Kleiner Blasentumor unter Weißlicht. / Bild 2: Kleiner Blasentumor im Narrow-Band-Imaging (NBI): der Kontrast ist hierdurch erhöht. / Bild 3: Kleiner Blasentumor nach Anfärbung und in Phototdynamischer Diagnostik (PDD): der Tumor leuchtet vor ansonsten dunklem Hintergrund stark auf und ist hierdurch besser erkennbar.

 

Behandlungen bei Reizblase

Die Reizblase hat sehr unterschiedliche Ursachen, deren exakte Diagnose über die weitere Therapie entscheidet. Oft wird eine Harnblasenspiegelung und eine Blasendruckmessung durchgeführt.

In einigen Fällen ist die Ursache in der vergrößerten Prostata oder einer engen Harnröhre zu finden, die dann behandelt werden muss.

Teilweise ist die Harnblasenschleimhaut ausgedünnt und es fehlen ihr Schutzschichten. Diese können mittels einer EMDA-Behandlung in unserem Hause nach vorheriger Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse ersetzt werden.