Prostataerkrankungen

Operationen bei gutartiger Prostatavergrößerung – TUR-Prostata, Revolix-Laserung der Prostata

Mit zunehmendem Alter vergrößert sich die Prostata und der Urin kann schlechter aus der Harnblase fließen. Wenn dann immer häufigere Toilettengänge notwendig sind und die Harnblase nicht leer wird, helfen auch manchmal Medikamente nicht mehr.

Um die durch das sogenannte Prostataadenom (Benigne Prostatahyperplasie) verengte Harnröhre zu erweitern, wird als Standardverfahren die Ausschälung durch die Harnröhre durchgeführt (TUR-Prostata). Diese Methode kann in unserer Klinik auch mit bipolarer Stromführung (TURis) zur Vermeidung von Komplikationen durch Kriechströme durchgeführt werden. Mit der Ausschälung lassen sich heute auch sehr große Prostatadrüsen, die früher nur mit einer Schnittoperation behandelt werden konnten ausschälen. Aber auch die Schnittoperation setzen wir in ausgewählten Fällen noch ein. Außerdem kann die Prostata auch mit einem Thullium-LASER (Revolix°) durch uns behandelt werden. Bei dieser Technik wird das Gewebe herausgelöst („Enukleation“) und anschließend zerkleinert („Resektion“) ausgespült. 

Abklärung des Prostatakrebses

Bei einem auffälligen Tastbefund der Prostata während einer Vorsorgeuntersuchung oder bei erhöhtem PSA-Wert (Prostataspezifisches Antigen) ist eine Probeentnahme angezeigt. In unklaren Fällen wird vorher ein multiparametrisches MRT der Prostata veranlasst. Die anschließende Fusionsbiopsie, also die Verbindung der MRT-Bilder mit den sonografischen Aufnahmen während der Probeentnahme aus der Prostata, erfolgt bei uns in Narkose, um möglichst genau den möglicherweise tumorbefallenen Bereich der Prostata zu treffen.

Operationen und Bestrahlung (LDR-Brachytherapie) beim Prostatakrebs

Wenn ein bösartiger Tumor der Prostata festgestellt wurde, kann oft die Prostataentfernung in minimal-invasiver Technik (laparoskopisch) oder über einen Schnitt im Unterbauch (Radikale Prostatektomie) durchgeführt werden. Beide Methoden werden in unserer Klinik schon lange durchgeführt.
Bei einem nur wenig ausgebreiteten Prostatatumor kann auch eine Bestrahlung mittels kleiner implantierter radioaktiver Stäbchen durchgeführt werden (LDR-Brachytherapie oder „SEEDs“). In solchen Fällen ist die Heilungsrate identisch mit denen der Prostataentfernung, aber die Nebenwirkungen sind deutlich geringer. Auch diese Methode können wir in Lübbecke durchführen.

Hormon- und Chemotherapien

Wenn der Prostatakrebs sich im Körper schon ausgebreitet hat, lassen sich mit gutem Erfolg und Verträglichkeit zahlreiche Medikamente einsetzen, die das Fortschreiten der Erkrankung verzögern. Wir führen in unserer Klinik vor allem die ambulanten und stationären Chemotherapien durch. Die Hormontherapien gehören fast immer mit dazu. Bei Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung rezeptieren aber die niedergelassenen Fachärzte für Urologie diese Medikamente.