18.01.2021

Die Mühlenkreiskliniken zeigen Schulter

Impfkampagne an den Mühlenkreiskliniken startet – 400 Dosen am ersten Tag verimpft

Die Impfung


Die aufgezogene Spritze darf nur keine Erschütterungen erleiden

Das Aufziehen der Spritze bedarf viel Übung. Der Impfstoff ist sehr empfindlich

In winzigen Ampullen wird der Impfstoff geliefert. Aus einer solchen Ampulle werden sechs Spritzen á 0,3 ml. aufgezogen

Lena Schröder hat sich als eine der ersten impfen lassen

Am ersten Tag der Impfkampagne der Mühlenkreiskliniken sind 400 Impfdosen am Johannes Wesling Klinikum Minden, dem Krankenhaus Lübbecke und dem Medizinischen Zentrum für Seelische Gesundheit verimpft worden. Morgen erfolgen der Impfstart am Krankenhaus Bad Oeynhausen und der Auguste-Viktoria-Klinik.

Priorisiert geimpft werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Covid-Stationen, den Intensivstationen, den Zentralen Notaufnahmen, den Kreißsälen sowie den Stationen, auf denen besonders immungeschwächte Patientinnen und Patienten behandelt werden. Anschließend folgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit sehr häufigem und engem Patientenkontakt.

Im Johannes Wesling Klinikum ist eigens für die Impfkampagne eine eigene Impfstation mit sieben Impfstraßen entstanden. „So stellen wir sicher, dass wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell und ohne Wartezeiten impfen und sie so effektiv vor einer Infektion mit dem Virus schützen können“, sagt Geschäftsführer Mario Bahmann. Apothekendirektor Dr. Florian Immekus stellt zusammen mit seinem Team aus erfahrenen Apothekern und Pharmazeutisch-Technischen-Angestellten (PTA) in einem abgeteilten Raum die Rekonstitution des Impfstoffs sicher. „Der Wirkstoff ist sehr empfindlich und darf unter keinen Umständen geschüttelt werden. Insbesondere die Kühlkette und die sehr kleinen Dosierungen machen die Arbeiten schwierig. Deshalb müssen alle Arbeiten mit dem Impfstoff unter großer Konzentration und sehr genauer Kontrolle erfolgen“, sagt Dr. Immekus.

Auch am Krankenhaus Lübbecke, dem Krankenhaus Bad Oeynhausen und der Auguste-Viktoria-Klinik gibt es eigene Impfzentren, in denen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immunisieren lassen können. „Es hat am ersten Tag aufgrund des wirklich herausragenden Einsatzes aller sehr gut funktioniert. Wir haben schon am ersten Tag 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der ersten Dosis vor einer Infektion schützen können“, sagt Krankenhaus-Geschäftsführerin Tanja Nestler. 

Als eine der ersten hat sich die Operationstechnische Assistentin Lena Schröder impfen lassen: „Für mich stand sofort fest, dass ich die Impfung möchte. Ich sehe keine Alternative dazu, um wieder mittelfristig zu einem normalen Leben zurückkehren zu können.“

Mehr als 3.500 der 5.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mühlenkreiskliniken haben bereits jetzt Interesse an einer Impfung bekundet. „Damit setzen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein starkes Zeichen für die Impfung“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Olaf Bornemeier.