Gerontopsychiatrische Abteilung

In der Gerontopsychiatrischen Abteilung werden Patienten behandelt, die in der Regel das 65. Lebensjahr vollendet haben. Auf der Station 1A stehen 20 Behandlungsplätze zur Verfügung. Der Bereich fakultativ geschützt und gemischt-geschlechtlich.

Hier werden schwerpunktmäßig Patienten mit demenziellen Erkrankungen, aber auch Patienten mit affektiven Störungen, schizophrenen Psychosen, Depressionen und anderen psychiatrischen Alterserkrankungen behandelt. Im Vordergrund stehende Suchterkrankungen werden nicht behandelt.

Die Diagnostik, Behandlung, Therapie, Versorgung und Beratung werden durch ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Gesundheits- und Krankenpflegern, Ergotherapeuten, Sozialarbeitern, Psychologen und Physiotherapeuten sichergestellt.

Für die Ergotherapie steht ein eigener Raum zur Verfügung. Beratungsgespräche des Sozialdienstes oder der Pflegefachkräfte können ebenfalls in einem eigenen Besprechungsraum durchgeführt werden. Für die Patienten und Angehörigen steht hier umfangreiches Informationsmaterial zur Auswahl.

Die pflegerische Betreuung wird im Rahmen der Bezugsgruppenpflege durchgeführt und entspricht dem Konzept der aktivierenden Pflege. Sie wird u. a. mittels Bestandteilen der Validation, der Basalen Stimulation und der Biografiearbeit durchgeführt. Ein Schwerpunkt der pflegerischen Arbeit ist das Erkennen, Stützen und Fördern von Ressourcen der Patienten. Dies geschieht in der Einzelbetreuung, in individuellen Gruppenangeboten, in der Milieugestaltung sowie in der speziellen und individuellen Tages- und Wochenstrukturierung.

Die Angehörigen werden in die Pflege und Betreuung, soweit möglich, mit einbezogen. Ihnen stehen die Pflegefachkräfte jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Individuelle pflegerische Beratungen werden nach Absprache angeboten. Neben der akuten gerontopsychiatrischen ärztlichen Versorgung mit regelmäßigen Visiten und Einzelgesprächen und einer Medikation, die dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht und der individuellen Verträglichkeit Rechnung trägt, ist auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Fachkliniken des Krankenhauses Lübbecke-Rahden Bestandteil des Therapiekonzeptes.

Die Ergotherapie begleitet, unterstützt und befähigt Menschen, die in ihren Alltagsfähigkeiten eingeschränkt sind oder von Einschränkung bedroht sind, für sie bedeutungsvolle Tätigkeiten insbesondere in den Bereichen Selbstversorgung und Freizeitgestaltung (wieder) durchführen zu können. Es finden u.a. gezielte kognitive Trainings und Schulungen alltäglicher Fähigkeiten statt, die sowohl in Gruppen als auch als Einzeltherapie angeboten werden.

Der Sozialdienst arbeitet eng mit den Angehörigen, den gesetzlichen Betreuern, dem externen Hilfesystem sowie verschiedenen Beratungsstellen, ambulanten und stationären Einrichtungen außerhalb des Krankenhauses zusammen.

Die Ziele psychotherapeutischer Behandlung liegen vor allem in der Veränderung dysfunktionaler Verhaltensweisen, Einstellungen und Überzeugungen, die eine seelische Anpassung an eine gegebene Situation erschweren, in der Hilfe bei der Bewältigung von Konflikten und Krisen sowie bei der Auseinandersetzung mit Verlusten und mit der Endlichkeit des Lebens. Auch erfolgen spezielle kognitive Leistungstestungen.

Eine speziell für gerontopsychiatrische Patienten gestaltete krankengymnastische Gruppenbehandlung findet täglich statt. Diese Gruppenbehandlung ist als offenes Therapieangebot konzipiert. Zur Unterstützung der Behandlung können Massagen und medizinische Bäder, Elektrotherapie, Wärmebehandlungen und Lymphdrainage sowie krankengymnastische Einzel- und Gruppenbehandlungen erfolgen. 

Leitung der Abteilung für Gerontopsychiatrie Station 1A

Oberärztin
Dr. Christine Tockuss-Kauffeldt 
Fachärztin für Psychiatrie/ Psychotherapie

Stationsleiter
Christopher Mewes
Gesundheits- und Krankenpfleger

Kontakt:
Aufnahmen werden durch den zentralen Aufnahmedienst koordiniert
Tel: 05741/ 35-47-1034