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Notaufnahmen Zu den MKK-Notaufnahmen

Diagnose- und Behandlungszentrum am Universitätsklinikum Minden

Im Diagnose- und Behandlungszentrum am Universitätsklinikum Minden werden potenzielle Corona-Patienten untersucht. Wichtige Fragen zum neuen Angebot und Umgang mit dem neuen Virus SARS-CoV-2 werden hier beantwortet:

Wer kann sich an das Zentrum wenden?
Erste Anlaufstelle für Personen, die einen begründeten Verdacht haben, sich mit dem neuen Virus SARS-CoV-2 infiziert zu haben, bleibt immer der Hausarzt, der im Vorfeld telefonisch kontaktiert werden sollte. Sieht der Hausarzt die Notwendigkeit der stationären Behandlung, kann er an das Corona-Zentrum verweisen. Hierzu verweisen wir außerdem auf die Infografik: „So verhalten Sie sich im Corona-Verdachtsfall richtig“

Was passiert im Zentrum?
Die Symptomatik der Patientinnen und Patienten wird erfragt. Bei akuten Atemwegserkrankungen wird der Patient im Behandlungszimmer des Corona-Notfallzentrums von einem Arzt untersucht. Bei Bedarf kann ein Abstrich erfolgen.

Wann liegt ein Ergebnis vor?
In der Regel am nächsten Tag bis zu 48 Stunden nach Abstrich

Geht der Patient anschließend wieder nach Hause?
Abhängig von der Schwere der Erkrankung – beispielsweise bei einer schweren Lungenentzündung, sehr hohem Fieber oder anderen starken Symptomen, die eine klinische Überwachung erfordern – wird vom Arzt eine stationäre Aufnahme angeordnet. Diese erfolgt selbstverständlich im Klinikum selbst. Dafür stehen bei Bedarf eine Isolierstation sowie eine Intensivstation zur Verfügung. Beide sind über einen separaten Eingang zu erreichen. Aber nicht jeder Corona-Fall muss stationär behandelt und isoliert werden. Bei leichteren Fällen kann das Gesundheitsamt auch die häusliche Quarantäne anordnen.

Erhalte ich Medikamente oder eine Krankschreibung im Corona-Zentrum?
In der Zeit von 6 bis 22 Uhr können die anwesenden Hausärzte auch Krankschreibungen und Rezepte ausstellen.

Muss ich den Besuch im Diagnose- und Behandlungszentrum bezahlen?
Die Abrechnungsmodalitäten sind derzeit nicht geklärt. Ob und wie die Gesetzlichen oder Privaten Krankenkassen diese diagnostische Abklärung bezahlen, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Bitte bringen Sie Ihre Krankenkassenkarte mit. 

Kann ich mich auch an die übrigen Notaufnahmen der Mühlenkreiskliniken wenden?
Das Diagnose- und Behandlungszentrum am Universitätsklinikum Minden ist die kreisweite Anlaufstelle für alle Atemwegserkrankungen. Abstriche werden in den Krankenhäusern in Lübbecke, Bad Oeynhausen und Rahden nicht mehr vorgenommen. Für alle anderen Erkrankungen ist sowohl der Kassenärztliche Notdienst an den Krankenhäusern in Lübbecke und Bad Oeynhausen sowie die die Notaufnahmen in Lübbecke, Bad Oeynhausen und Rahden weiterhin geöffnet. 

Wie soll ich mich verhalten, wenn ich den Verdacht habe, mich infiziert zu haben?
Halten Sie unbedingt einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen. Gehen Sie anderen Menschen am besten aus dem Weg. Da sich das Virus insbesondere über Tröpfchen verteilt, achten Sie auf die Husten- und Niesetikette. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände. Gehen Sie nicht ohne Aufforderung zum Hausarzt, sondern rufen Sie vorab an.

Was passiert, wenn sich ein Corona-Verdacht bestätigt?
Die Infektion mit SARS-CoV-2 ist meldepflichtig. Das heißt, dass das Gesundheitsamt automatisch informiert wird. Das Gesundheitsamt wird dann die weiteren Maßnahmen mit dem zuständigen Arzt und Ihnen besprechen. Je nach Symptomatik ist eine häusliche oder stationäre Quarantäne möglich.

Warum eröffnen die Mühlenkreiskliniken ein eigenes Diagnose- und Behandlungszentrum?
Um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, ist es wichtig, dass sich so wenig wie möglich Menschen infizieren. In einem Krankenhaus hat das Virus aufgrund der Vielzahl von immungeschwächten Personen die besten Möglichkeiten, sich auszubreiten. Aus diesem Grund ist eine räumliche Trennung die bestmögliche Vorsorge.
 
Warum muss der Hausarzt im Vorfeld kontaktiert werden?
Der Hausarzt ist bei normalen Atemwegserkrankungen die erste Anlaufstelle, da im Moment viele Menschen an Influenza-Grippe erkrankt sind und die Unterscheidung ärztlich getroffen werden muss, auch zu anderen Atemwegserkrankungen. Da aber viele Hausärzte kaum die Möglichkeit einer räumlichen Trennung der verschiedenen Patientenklientelen haben, haben sich die Mühlenkreiskliniken in dieser besonderen Situation dazu entschieden, für die Patientinnen und Patienten eine Anlaufstelle einzurichten. Damit wollen wir vermeiden, dass es zu einer Unterversorgung kommt.

Muss ich vor dem neuen Virus Angst habe?
Nein. In der Regel verläuft die Erkrankung Covid19, die durch das Virus ausgelöst werden kann, harmlos mit leichten bis mittelschweren Erkältungssymptomen. Es gibt aber Fälle von schweren Lungenentzündungen und anderweitigen Komplikationen, die auch lebensbedrohlich verlaufen können. Da das Virus neuartig ist, ist es sehr ansteckend. Deshalb ist es wichtig, das Virus möglichst einzudämmen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat unter der Telefonnummer 02 11 / 8 55 47 74 eine Hotline für Bürger in Nordrhein-Westfalen eingerichtet. Sie erreichen das Servicecenter der Landesregierung montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr.

Eine Übersicht der aktuellen Risikogebiete, Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie weitere Informationen zum Coronavirus finden Sie – fortlaufend aktualisiert – auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Die kassenärztliche Vereinigung hat außerhalb der Sprechzeiten von Hausärzten unter der Telefonnummer 116 117 eine Patientenhotline für „Corona“ eingerichtet. Hier beraten Ärzte Anrufer, die Sorge wegen Corona haben. Weitere Informationen zum ärztlichen Bereitschaftsdienst sowie ein aktuelles Informationsvideo des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) finden Sie unter www.116117.de

 

(Quelle https://www.116117.de/de/coronavirus.php, Stand 23.03.2020)