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Schwangerschaft und Corona

Das neue Coronavirus greift weiter um sich. Täglich werden Neuinfektionen registriert. Bestimmt sorgt sich jeder aktuell – der eine mehr, der andere weniger – um die eigene Gesundheit. Wie muss es dann erst sein, wenn noch ein weiteres Leben im eigenen Körper heranwächst und die Verantwortung umso größer ist? Die Geburtshilflichen Kliniken des Mühlenkreises beantworten Fragen und informieren die werdenden Eltern darüber, wie sich Schwangere in Zeiten der Coronakrise richtig verhalten.

Gut auf Entbindungen vorbereitet
Die Mühlenkreiskliniken mit ihren drei Geburtskliniken in Minden, Lübbecke und Bad Oeynhausen sind gut auf Entbindungen vorbereitet, geben die Klinikdirektoren der drei Geburtshilfen in Lübbecke, Bad Oeynhausen und Minden Univ.-Prof. Dr. Philipp Soergel, Dr. Albert Neff und Dr. Manfred Schmitt Entwarnung: „Unsere Geburtshilfeteams arbeiten unter Berücksichtigung der allgemeingültigen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen kompetent weiter“.

Verhalten bei Schwangerschafts-Problemen
Unter 22 Schwangerschaftswochen (SSW) mit etwas schwererer Erkrankung (Fieber über 38 Grad) und Grippesymptomen müssen sich Betroffene an den Hausarzt oder niedergelassenen Frauenarzt werden. Die Ausnahme: Bei Blutungen oder falls die Schwangere Fruchtwasser verliert, soll Kontakt zum Johannes Wesling Klinikum Minden aufgenommen werden. Wer nach der 22. SSW schwer erkrankt ist, soll sich zunächst an den Kreißsaal wenden und nicht direkt in die Klinik kommen.

Fieber in der Schwangerschaft
Leichtes und zeitlich begrenztes Fieber ist meist unproblematisch. Liegt die Temperatur über 39 Grad und hält mehr als 24 Stunden an, kann der Körper allerdings überhitzen, das kann für das Ungeborene gefährlich werden und zu vorzeitigen Wehen führen. Hier sollte der Rat des Haus- oder Frauenarztes eingeholt werden.

Schwangerenvorsorge mit positivem Corona-Test
Der jeweilige Frauenarzt sollte telefonisch oder per Mail über den Zustand informiert werden und wird daraufhin das weitere Vorgehen abstimmen. Dasselbe gilt für die Klinik, die für die Geburt ausgewählt wurde. Wichtig dabei: immer erst telefonisch Kontakt aufnehmen.

Zutritt im Kreißsaal
Zur Geburt darf die Schwangere eine Begleitperson mitbringen. Diese darf keine Symptome aufzeigen. Als solche gelten Husten, Fieber, Halsschmerzen, Gliederschmerzen oder Unwohlsein. Ein Wechsel der Begleitperson während der Geburt ist nicht möglich.

Geburt mit COVID-19
Eine Erkrankung oder der Verdacht wirkt sich nicht auf die Form der Geburt aus. Sollten Schwangerere mit Verdacht oder bestätigtem COVID-19 in die Geburtsklinik kommen, werden sie räumlich separiert.

COVID-19 und Stillen
In ersten Studien mit an COVID-19 erkrankten Frauen ist das Virus in der Muttermilch nicht nachgewiesen worden. Fachorganisationen wie die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe befürworten das Stillen auch in der Corona-Krise. Muttermilch kann aber auch abgepumpt und dem Neugeborenen von einer gesunden Person gegeben werden. Hierbei ist ganz besonders auf Händehygiene achten.

Väter auf der Geburtshilflichen Station
Die Väter sind als Besucher auf der Geburtshilflichen Station nach der Geburt des Kindes willkommen. Aber auch hier gilt: der Vater darf keine Symptome aufzeigen. Als solche gelten Husten, Fieber, Halsschmerzen, Gliederschmerzen oder Unwohlsein. Es ist nicht möglich, dass verschiedene Kontaktpersonen auf der Neugeborenen-Station erscheinen.