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PET/CT am Johannes Wesling Klinikum Minden

Was genau ist eine PET/CT Untersuchung?
Bildgebende Verfahren sind für die Erkennung und Behandlung unterschiedlichster Erkrankungen aus allen Körperregionen unverzichtbar. Bei der PET/CT Untersuchung werden die Methoden der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und der Computertomographie (CT) miteinander kombiniert. Dabei beschreibt die PET Veränderungen des Zellstoffwechsels im Körper. Die CT stellt den Aufbau der Gewebe und Organe einschließlich ihrer räumlichen Beziehungen zueinander dar.

PET/CT am Johannes Wesling Klinikum Minden Gemini GXL 6 (Philips Medizin Systeme)

Positronen-Emissions-Tomographie (PET) - Einblick in den Zellstoffwechsel
Mit der PET können Stoffwechselprozesse von Körperzellen sichtbar gemacht werden. Grundlage hierfür ist bei der häufigsten Untersuchung der Traubenzucker, der von nahezu allen Körperzellen als „Grundnahrungsmittel“ zur Energiegewinnung benötigt wird. Für die Untersuchung bekommt der Patient ein schwach radioaktiv markiertes Traubenzuckermolekül verabreicht, das als Fluordesoxyglukose (FDG) bezeichnet wird. Das FDG wird in den normalen Traubenzuckerstoffwechsel eingeschleust und gelangt so, wie das nicht markierte Zuckermolekül, in die Zelle. Da sich krankhafte Zellen, wie z.B. Krebs und Entzündungszellen, häufiger teilen als gesunde Zellen, benötigen sie auch wesentlich mehr Energie. Ihr beschleunigter Zellstoffwechsel führt zu einer höheren Aufnahme von Traubenzucker und damit einer vermehrten Anreicherung von FDG. Diese aktiven Zellen erscheinen auf dem PET-Bild als leuchtende Punkte, da das aufgenommene FDG vermehrt Strahlung aussendet. So lassen sich die kranken von den gesunden Körperzellen abgrenzen. Allerdings ist die Zuordnung der krankhaften Zellen zu einzelnen Geweben oder Organen mit der PET oft schwierig. Daher wird die PET heute mit der Computertomographie (CT) kombiniert.

Computertomographie (CT) - Abbildung von Gewebestrukturen
Die CT ist ein Röntgenverfahren, mit dem man Schnittbilder und dreidimensionale Ansichten jeder Körperregion mit höchster räumlicher Auflösung gewinnen kann. Hierzu wird von einer Röntgenröhre Strahlung ausgesendet, während der Patient durch den Scanner bewegt wird. Die Gewebe des menschlichen Körpers schwächen einen Teil der ausgesandten Strahlung ab. Der verbliebene Strahlungsanteil wird für die Berechnung der Bilder zur Beurteilung der Beschaffenheit des untersuchten Körperabschnitts verwendet. So entsteht innerhalb weniger Sekunden ein detailgetreues Abbild der gesamten Untersuchungsregion mit vielfältigen Möglichkeiten der Betrachtung aus unterschiedlichsten Blickrichtungen. Dieses wird für eine exakte Analyse der dargestellten Gewebe und Organe und ihrer Zuordnung zueinander genutzt.

PET/CT – Kombination von Zellstoffwechsel und Gewebestruktur
Die Kombination von PET und CT in Form des überlagerten Bildes verknüpft die Vorteile beider Untersuchungsverfahren. Dabei erscheint die CT-Aufnahme als eine Art dreidimensionale Landkarte des menschlichen Körpers, auf der das darüber gelegte PET-Bild die Gewebebereiche mit erhöhter Zellstoffwechselaktivität anzeigt.

Bei einer Patientin mit Lungenkrebs zeigt sich in der PET (links) ein krankhafter Speicherherd zentral im Brustkorb. In Zusammenschau mit der CT erkennt man, dass der Herd einer Lymphknotenmetastase entspricht, die neben der Luftröhre gelegen ist.

Wann wird eine PET- CT Untersuchung durchgeführt?
Das bedeutendste Gebiet für eine PET/CT Untersuchung ist die Krebsdiagnostik. Besonders geeignet ist ein PET/CT-Scan, um vor einer Operation oder Gewebeentnahme (Biopsie) das entsprechende Gewebeareal exakt zu lokalisieren und zu beurteilen. Zudem lässt sich damit der Verlauf einer Chemo- oder Strahlentherapie genau beobachten und liefert wichtige Rückschlüsse über den Erfolg.

Patient mit einer bösartigen Erkrankung der Lymphknoten, einem sog. hochmalignen Non-Hodgkin- Lymphom. Vor der Chemotherapie zeigen sich ausgedehnte Lymphknotenpakete in der rechten Achselhöhle, die einen ausgeprägten Zuckerstoffwechsel haben (linkes Bild). Nach der Chemotherapie sind die Lymphknoten zwar deutlich kleiner geworden, sind aber noch immer vergrößert (weißer Pfeil). In der PET zeigt sich, dass die Lymphknoten keine Stoffwechselaktivität mehr aufweisen (rechtes Bild). Die Erkrankung hat gut auf die Chemotherapie angesprochen.

In der Neurologie werden PET/CT Untersuchungen durchgeführt, um Demenzen wie z. B. die Alzheimer-Erkrankung zu erkennen. Hierbei werden Stoffwechselvorgänge im Gehirn beobachtet und analysiert.

Zuckerstoffwechsel im Gehirn bei einem Gesunden (links) und bei einem Patienten mit einer Demenz vom Alzheimer-Typ (rechts). Demenz-Patienten zeigen in bestimmten Hirnarealen eine Stoffwechselminderung (weiße Pfeile), die typisch für die Erkrankung ist und schon in einem sehr frühen Krankheitsstadium nachweisbar ist.

Für die Kardiologie ist eine PET/CT Untersuchung interessant, um dauerhaft schlecht durchblutete Teile des Herzmuskels darzustellen. So lässt sich z. B. eine Minderdurchblutung von einer Narbe nach Herzinfarkt unterscheiden.

Gibt es irgendwelche Risiken?
Eine PET-CT Untersuchung ist vollständig schmerzfrei. Die Strahlenexposition, die dadurch entsteht, dass Sie eine radioaktive Substanz gespritzt bekommen, ist gering, da die Substanzen sehr schnell zerfallen bzw. abgebaut werden. Als Basis für die CT werden Röntgenstrahlen benötigt, die wir in ihrer Dosis individuell auf Sie und Ihre Untersuchung anpassen. Damit überwiegt der diagnostische Nutzen einer PET-CT das mögliche Risiko der Strahlenbelastung bei weitem.

Kostenübernahme
Die Kosten für eine PET/CT-Untersuchung werden von den privaten Krankenkassen in der Regel übernommen, wenn vom behandelnden Arzt die Indikation für die Untersuchung gestellt wird. Im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen ist die PET/CT bis jetzt nur für wenige Indikationen enthalten. Dazu gehören die Bestimmung des Tumorstadiums von primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen, der Nachweis von Rückfällen bei nichtkleinzelligem Lungenkrebs sowie die Abklärung, ob Veränderungen in der Lunge gut- oder bösartig sind, wenn eine andere Untersuchung oder gar eine Operation zu belastend wären oder nicht möglich sind.

Einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten auch bei anderen Indikationen, wenn eine ärztliche Begründung und ein Kostenvoranschlag für die Untersuchung vorliegen. Kostenvoranschläge für die Untersuchung sind unter der unten genanten Telefonnummer bei uns erhältlich.

Weitere Informationen
Eine Auflistung, bei welchen Tumorerkrankungen und bei welchen Fragestellungen die Durchführung einer PET/CT mit FDG sinnvoll ist, finden Sie auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin unter: www.nuklearmedizin.de

So finden Sie uns
Zu Ihrer PET-CT Untersuchung möchten wir Sie bitten, einen Termin zu vereinbaren. Sie erreichen unser Team von Montag bis Freitag von 08.00 – 15.30 Uhr zur Terminabsprache. Wenn Sie zu Ihrem Termin erscheinen, melden Sie Sich bitte an der Leistelle 2 rechts vom Haupteingang. Wir freuen uns auf Ihren Anruf (Telefon: 0571 790-4630).


Ihr PET/CT-Team am Klinikum Minden