Notfall

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Notaufnahmen Zu den MKK-Notaufnahmen

Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie, Allergologie und Phlebologie (JWK)

Leitung Prof. Dr. med. Rudolf Stadler

Hans-Nolte-Straße 1
32429 Minden
Telefon: 0571 790-4501
Fax: 0571 790-294500
E-Mail: dermatologie-minden(at)muehlenkreiskliniken.de

Arbeitsfeld und Methoden:
Dermatoonkologie und Genodermatosen, Morbus Darier, Laserdissektion des Tumormaterials, Sequenzierung, NGS, ddPCR.

Die zur Anwendung kommenden Technologien sind next generation sequencing, insbesondere high-through-put PCR, zudem high-through-put-T-Zell-Rezeptor CDR3-Region sequencing zur Identifizierung von T-Zell-Klonen. Hierzu erforderlich ist die DNA von kryopräservierter Hautbiopsien mit nachfolgender Immunsequenzierung. Die isolierte DNA wird mittels einer next generation sequencing Analyse unterzogen. 

Für die Analyse der Genoinformationen bietet sich neben der klassischen Sanger (Applied Biosystems)-Technologie heutzutage die Illumina-Sequenziertechnik an. Mit Hilfe der Sequenzierautomaten und eine Reihe von speziellen Biochemikalien-Kits können einzelne Kandidatengene (Sanger-Sequenzierung), viele Kandiatengene (panels), das vollständige Exom (Gesamtheit aller kodierenden Genbereiche) oder sogar das Genom eines Patienten oder eines Tumors bestimmt werden. Die aus dem Gewebe isolierte DNA wird entweder dazu benutzt, mittels Hybridisierungsverfahren bestimmte Genbereiche bzw. das gesamte Exom anzureichern oder gleich mittels PCR und Primersets ausgewählte krankheitsrelevante Gene zu amplifizieren. Sequenzierfirmen haben dazu bereits disease panels konstruiert, die viele bekannte, krankheitsrelevante Gene umfassen. Isolierte DNA oder Amplikons werden anschließend zu Sequenzierbibliotheken  verarbeitet und mit einer vorher kalkulierten Redundanz sequenziert. Anschließend werden die erhaltenen Sequenzdaten auf dem humanen Referenzgenom kartiert und Mutationen (SNPs= single nucleotide polymorphismus) in solchen Regionen bestimmt, die eine genügend hohe Abdeckung aufweisen. Diese SNPs können dann mit Mutationsdatenbanken oder selbst erstellten Daten verglichen werden. Auch Kopienzahlmutationen werden so auffällig. 

Aktuelle Themen/Projekte:
Die genetischen Alterationen in den unterschiedlichen Entwicklungsstadien der kutanen T-Zelle sind sowohl für die aufgeführten Gene, als auch für die betroffenen Signaltransduktionswege nicht bekannt.

Dissertationsarbeiten unter der Leitung von Prof. Stadler und Dr. René Stranzenbach:

  • Untersuchung eines neuen Markerpanels zur Bestimmung der Blutbeteiligung bei Patienten mit Mycosis fungoides (und Sézary-Syndroms)
    Frau Annette Bielefeld
  • Identifizierung von krankheitsrelevanten Genvarianten bei Patienten mit Dyskeratosis follicularis Darier mittels Next-Generation-Sequenzierung
    Herr Christoph Ulbrich
  • Bestimmung der Variabilität von „copy number variations“ (CNVs) spezifischer Gene in Plaque- und Tumor-Proben unterschiedlicher Patienten mit CTCL Subtyp MF
    Frau Hanna Hansen
  • Monozentrische, retrospektive Studie zum Ansprechen von IFN-Alpha bei Patienten mit malignen Melanom Stadium IIC (pT4b) im Vergleich zu Patienten im Stadium IIB (nur pT4a)
    Frau Janina Praxenthaler
  • Stellenwert der PET/CT-Diagnostik für das Therapieansprechen von BRAF-Inhibitoren (ggf. in Kombination mit MEK) bei B-RAF positiven Patienten
    Herr Matthias Tourbier
  • Retrospektive monozentrische Auswertung der Langzeitüberleber bei Melanom Stadium IV
    Herr Vlasios Eleftheriadis
  • MTX-topische – proof of concept
    Herr René Stranzenbach
  • MF-Metho TREX-P’rojekt: POC K34/18-ZKSD: Halbseitenvergleich der topischen Therapie mit Methotrexat (0,5 % in Basiscreme DAC) und einem Klasse III Glukokortikoid bei Patienten mit Mycyosis fungoides IIT
    Rene Stranzenbach
  • Incidence of cutaneous T-cell-lymphoma in Germany
    Konzept in Planung
  • Vergleich der Effektivität von Caelys gegenüber Gemcitabin bei Patienten mit Mycosis fungoides
    Konzept in Planung

Zusammenfassung:
In dem vorliegenden Forschungsprojekt sollen zehn Proben früher kutaner T-Zell-Infiltrate mit 10 Proben bei fortgeschrittenen T-Zell-Lymphomen verglichen werden, da beide Stadien in einem Patienten vorkommen können, ist auch ein intraindividueller Vergleich angestrebt. Die zur Anwendung kommenden Technologien sind next generation sequencing, insbesondere high-through-put PCR, zudem high-through-put-T-Zell-Rezeptor CDR3-Region sequencing zur Identifizierung von T-Zell-Klonen. Hierzu erforderlich ist die DNA von kryopräservierter Hautbiopsien mit nachfolgender Immunsequenzierung. Die isolierte DNA wird mittels einer next generation sequencing Analyse unterzogen. 

Existierende Konsortien:

  • Kooperation mit dem CeBiTeC Bielefeld
  • HDZ (Herz- und Diabetes Zentrum Bad Oeynhausen)