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Notaufnahmen Zu den MKK-Notaufnahmen

Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie und Palliativmedizin (JWK)

Leitung Prof. Dr. Martin Griesshammer

Hans-Nolte-Straße 1
32429 Minden
Telefon: 0571 790-4201
Fax: 0571 790-294200
E-Mail: haematologie-onkologie(at)muehlenkreiskliniken.de

Arbeitsfeld und Methoden:
Wissenschaftlicher Schwerpunkt der Klinik sind die chronischen myeloproliferativen Neoplasien (MPN). Die Abteilung gehört nach den Kriterien der deutschen Studiengruppe MPN (GSG-MPN) zu den 11 sogenannten Centers of Excellence für diese Erkrankungsgruppe in Deutschland. Die Förderung der Abteilungsforschung erfolgte bisher durch die Jose-Carreras-Stiftung und das Kompetenznetz akute und chronische Leukämien. Der Abteilungsdirektor Professor Grießhammer ist Leiter der deutschen Studiengruppe MPN (GSG-MPN). Die Gruppe hat zur weiteren Förderung im April 2018 einen Verbundantrag beim BMBF eingereicht (Titel: „Target-MPN“, Koordinator: Prof. Dr. F. Heidel, Uni Jena). Im Rahmen des European Leukemia Network vertritt der Abteilungsleiter die Forschungsaktivitäten der MPN in Europa. Im Oktober 2014 erhielt er zusammen mit anderen Europäischen Experten von der European Hematology Association (EHA) den Aufruf die European Hematology Research Roadmap für MPN zu erstellen. Aktuell ist ein von der Firma Novartis mit 10 Millionen Euro unterstütztes Forschungsprojekt (Koordination über Universität Heidelberg/Mannheim: Prof. Dr. A. Reiter), das E-MPN (für European MPN Initiative), genehmigt und in der Realisierungsphase.

Neben zahlreichen klinischen Studien auf dem Gebiet sind weitere feste Schwerpunkte der Abteilung die molekulare Charakterisierung der MPN mittels NGS (next generation sequencing) und insbesondere die Untersuchung sogenannter triple negativen Fälle mittels whole genome sequencing.

Aktuelle Themen/Projekte:

  • Registerstudie und Biobanking der MPN im Rahmen der GSG-MPN (bisher 182 MPN Patienten aus Minden eingebracht - Kooperation Uni Ulm, Prof. Dr. K. Döhner und Uni Aachen, Prof. Dr. T. Brümmendorf).
  • Investigator-initiated trials (IITs) der GSG-MPN: POMINC Studie (LKP: Prof.Dr. K. Döhner, Uni Ulm), Ruxo-Beat Studie (LKP: Prof. Dr. S. Koschmieder, Uni Aachen) und alloRuxo Studie (Prof. Dr. N. Kröger, UKE Hamburg).
  • Charakterisierung „triple negativer MPN Fälle“ mittels whole genome sequencing (Kooperation Uni Bielefeld, Prof. Dr. J. Kalinowski, CeBiTec).
  • Projekt „Pregnancy in MPN“ im Rahmen des E-MPN (Kooperationspartner: europaweit, alle Mitglieder des E-MPN).
  • Projekt „Clinical course and prognosis of young MPN patients <25 years (Kooperationspartnerin; Prof. Dr. Claire Harrison, London).
  • Projekt „Seondary Neoplasia in MPN” (Kooperationspartner: Prof. Dr. T. Barbui, Bergamo). 
  • NGS bei MPN (bisher > 200 MPN Patienten charakterisiert, Kooperationspartner: Dr. M. Tiemann, HämatoPathologisches Institut Hamburg).
  • Abteilungsleiter ist Hauptverfasser der deutschen Onkopedia Leitlinien 2018 der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) für die Myelofibrose und Koautor der europäischen MPN Leitlinien des European MPN Networks.

Zusammenfassung:
Themenschwerpunkte sind die klinische und molekulare Charakterisierung und die Therapieoptimierung der myeloproliferativen Neoplasien (MPN) im Rahmen von prospektiven und kontrollierten Studien. Da es sich bei den MPN um seltene Erkrankungen handelt ist eine Kooperation in Deutschland als Studiengruppe und übergeordnet auf europäischer Ebene im Rahmen der European MPN Working Group von zentraler Bedeutung.

Existierende Konsortien:

  • German Study Group for Myeloproliferative Neoplasms (GSG-MPN), Leiter: Prof. Dr. M. Griesshammer, Minden.
  • Deutsches Kompetenznetzwerk „akute und chronische Leukämie (KNL)“, Leiter: Prof. Dr. R. Hehlmann.
  • E-MPN, als neu geschaffenes Konsortium mit eigenem Projektantrag, Leiter: Prof. Dr. A. Reiter, Mannheim.
  • European MPN Working Group (Leiter: Prof. Dr. T. Barbui, Bergamo)
  • Forschungsförderung OWL Uni Bielefeld / Minden der RUB (Prof. Dr. J. Kalinowski, Bielefeld).