Notfall

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Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117

Kinderärztlicher Notfalldienst 116 117

Notaufnahmen Zu den MKK-Notaufnahmen

Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie (ZSG)

Leitung Prof. Dr. Udo Schneider

Virchowstraße 65
32312 Lübbecke
Telefon: 05741 35-4001
Fax: 05741 35-2731
E-Mail: seelische.gesundheit(at)muehlenkreiskliniken.de

Bereichsleitung Forschung und Lehre PD Dr. med. Karin Rosenkranz

Arbeitsfeld und Methoden:
Die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum am Campus OWL ist dem Verbund des Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB) angeschlossen und vertritt in der Forschung die Fächer Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie.
 Unsere Forschung ist sowohl grundlagenorientiert als auch klinisch ausgelegt. In aktuellen Forschungsprojekten wird der Schwerpunkt auf affektive Störungen gelegt, und die mit diesen Störungen einhergehenden Veränderungen in der Gehirnfunktion und in der Neurokognition, sowie auf die Verbesserung von Behandlungsmethoden. Ergänzend dazu werden in Studien an gesunden Probanden die physiologischen Zusammenhänge zwischen kognitiver Belastung und Veränderungen der Gehirnplastizität untersucht. 

Unsere Klinik verfügt über ein komplett ausgestattetes neurophysiologisches Forschungslabor, in welchem sowohl klinische EEG-Routineableitungen einschließlich Provokationsmethoden für stationäre und ambulante Patienten des Hauses als auch neurophysiologische Forschungsuntersuchungen durchgeführt werden. Insbesondere steht hier steht mit der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) eine Methode der nicht-invasive Gehirnstimulation zur Verfügung, welche erlaubt i) verschiedene Marker der neuronalen Erregbarkeit und Plastizität im Gehirn zu bestimmen, wie auch ii) eine kurzzeitig und reversible Beeinflussung der Gehirnaktivität mittels repetitiver Stimulation (repetitive TMS, rTMS) zu induzieren. 

Darüber hinaus bietet das Labor für Neurokognition umfangreiche Möglichkeiten für die Bestimmung von neurokognitiven Parametern mittels PC- gesteuerter Testverfahren (Wiener Testsystem), wie z.B. Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Konzentration und exekutive Funktionen, sowie für die Erhebung von klinischen Verlaufsparametern mittels standardisierter Selbst- und Fremdbeurteilungs-Fragebögen.

Aktuelle Themen/Projekte:

  • Bewegungstraining bei unipolarer Depression: Einfluss auf Kognition, Neuroplastizität und Depressivität. Kooperationsprojekt mit der sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bielefeld, Fachbereich Neurokognition und Bewegung. (Rosenkranz, Brüchle, Schwarzer, Köster, Schneider, Schack) 
  • Vergleich der Effekte von zwei Behandlungsprotokollen mit repetitiver Magnetstimulation (rTMS) auf klinische, neurophysiologische und neurokognitive Marker bei unipolaren Depressionen (Rosenkranz, Scho, Schneider) 
  • Einfluss von kognitiver Belastung auf die neurokognitive Leistungsfähigkeit und die Plastizität des Gehirns bei Gesunden (Rosenkranz, Berns, Schneider) 
  • Einfluss der Therapiemotivation auf den klinischen Outcome von Interventionen mit körperlicher Aktivität, komplementären Therapien und repetitiver Magnetstimulation (rTMS) bei Patienten mit unipolarer Depression und Alkoholabhängigkeit (Rosenkranz, Schneefeld, Schneider) 

Zusammenfassung:
Die Forschung an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus OWL untersucht Mechanismen psychischer Störungen - schwerpunktmäßig der Depression- unter Einsatz verschiedener Methoden (nicht invasive Gehirnstimulation mittels transkranieller Magnetstimulation, neurokognitive Testverfahren). Im Vordergrund stehen Untersuchungen zur Plastizität (Veränderbarkeit) des Gehirns bei Depressionen mit der Frage, inwieweit Veränderungen der Plastizität mit klinischen Symptomen und dem Verlauf der Depression, sowie mit neurokognitiven Markern (z.B. Aufmerksamkeit, Gedächtnis, exekutiven Funktionen) korrelieren. Im Weiteren werden durch gezielte Interventionen (körperliche Bewegung; interventionelle nicht-invasive Hirnstimulation) Veränderungen der Gehirnplastizität induziert und auf ihre Auswirkungen auf den klinischen Verlauf der Depression hin getestet. 

Nach dem Start als Universitätsklinik der RUB im Juli 2016 hat die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus OWL in kurzer Zeit mehrere Forschungsprojekte an den Start gebracht, welche gleichzeitig Promotionsprojekte für medizinische Doktoranden/innen darstellen. Bei der ersten Ausschreibung des Forschungsfond OWL war unser Projekt „Bewegung und Depression“ eins von insgesamt fünf geförderten Projekten. 

Auf eine gezielte wissenschaftliche Ausbildung und Förderung von Studierenden im Rahmen ihrer Promotion am Standort Lübbecke durch neurowissenschaftliche Seminare und eine methodisch-praktische Ausbildung im Labor wird besonderer Wert gelegt.

Existierende Konsortien:
„Bewegungstraining bei unipolarer Depression: Einfluss auf Kognition, Neuroplastizität und Depressivität“ in Kooperation mit der Universität Bielefeld, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaften, Arbeitsbereich Neurokognition und Bewegung- Biomechanik (Leitung: Prof. Dr. Thomas Schack).

Gefördert aus Mitteln des Fonds zur Förderung transdisziplinärer, medizinrelevanter Forschungskooperationen in der Region OWL (Bewilligung Dezember 2016).