Krankenhaushygiene

Die Krankenhaushygiene ist eine zentrale Dienstleistungseinrichtung der Mühlenkreiskliniken. Das Institut für Krankenhaushygiene wird geleitet von Direktor Dr. Peter Witte  und disziplinär als Stabstelle direkt dem Vorstand unterstellt. Eine Aufgabe der Krankenhaushygiene liegt darin, die Gesundheit der Patienten, des Personals und von Dritten vor Infektionen im Klinikbereich zu schützen und die Gesundheit zu fördern.

Da sich in Krankenhäusern sowohl infektiöse Patienten als auch sehr stark abwehrgeschwächte Menschen befinden, führt die Übertragung von Krankheitserregern zu großen Problemen.

Ziel der Hygiene ist es, die Übertragung von Infektionserregern auf Patienten oder auf das Personal und die daraus entstehenden Infektionen (nosokomiale Infektionen, das heißt "Krankenhausinfektionen") zu verhindern. Insbesondere in Zeiten der Zunahme von nosokomialen Infektionen mit schwer therapierbaren multiresistenten Erregern bekommt dieses Ziel im Rahmen der Hygiene im Krankenhaus eine immer größere Bedeutung.

Diesen Aufgaben kommt die Krankenhaushygiene der Mühlenkreiskliniken durch entsprechende verbindliche Vorgaben, z. B. Hygieneplan, Begehungen sowie Kontrollen von Desinfektions- und Sterilisationsgeräten, Raumlufttechnischen Anlagen oder Wasserproben nach. Regelmäßige Schulungen des Personals zu hygienerelevanten Themen unterstützten die Umsetzung der Vorgaben.

Arbeitsbereiche

Aufgabe der Krankenhaushygiene ist es, die Übertragung von Krankheiten in medizinischen Einrichtungen zu verhindern. Dazu werden nachfolgende Aufgaben von der Krankenhaushygiene wahrgenommen:

  • Geschäftsführung der Hygienekommission
  • Erstellung von allgemeinen und bereichsbezogenen Hygieneplänen
  • Epidemiologische Aufklärung von nosokomialen Infektionen
  • Hygienevisiten
  • Infektionserfassung
  • Betreuung der Kliniken in Hygienefragen
  • Beratung des Klinikpersonals in Fragen der Krankenhaushygiene
  • Beratung zu hygienischen Aspekten bei Um- und Neubaumaßnahmen im Klinikbereich
  • Beratung zu hygienischen Aspekten bei der Beschaffung von Geräten und Verbrauchsmaterialien
  • Beratung zum MRSA-Screening
  • Personalschulungen und Fortbildungsveranstaltungen
  • Überprüfung von Reinigungs-, Desinfektionsgeräten und Sterilisatoren
  • Überprüfung von Wasserproben (z. B. Trink-, Bade- oder Dialysewasser)
  • Überprüfung von Lebensmittelproben
  • Überprüfung von RLT-Anlagen
  • Unterstützung bei der Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden

Hygieneplan

Der Hygieneplan ist eine Sammlung von Informationen und Vorgaben, die verbindlich das hygienische Verhalten und entsprechende Arbeitsweisen für alle Einrichtungen der Mühlenkreiskliniken regeln.

Im Bereich der Hygiene gibt es viele gesetzliche Vorgaben, um die Bevölkerung vor der Ausbreitung von Infektionserregern zu schützen. Der Hygieneplan soll daher auch eine Hilfestellung für ein gesetzeskonformes Verhalten sein.

Der Hygieneplan wird stetig aktualisiert. Die neueste Version soll neben inhaltlichen Überarbeitungen auch eine bessere Informationsfindung über das elektronische Netzwerk bringen. Bei den in der neuen Version noch nicht implementierten Teilen gilt noch der alte Hygieneplan.

Aufgaben der Hygienefachkräfte

Aufgaben und Anforderungen an die Qualifikation
Die Fachgesundheits- und Krankenpfleger/-pflegerinnen für Hygiene und Infektionsprävention (Hygienefachkraft) sind im klinischen Alltag zentrale Ansprechpartner für alle Berufsgruppen. Sie vermitteln die Maßnahmen und Inhalte von Hygieneplänen und tragen damit vorwiegend im pflegerischen Bereich zur Umsetzung infektionspräventiver Maßnahmen bei.

Dies erfordert eine regelmäßige Präsenz auf den Stationen und in den Funktionsbereichen. Funktion und Aufgaben der Hygienefachkraft sind in der Tabelle beschrieben. In Anlehnung an die bestehenden Weiterbildungs- und Prüfungsordnungen zur Hygienefachkraft der Länder und unter Beachtung der Anforderungen im klinischen Alltag sind als Voraussetzung für diese Weiterbildung eine staatliche Anerkennung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/- pflegerin und eine mindestens 3-jährige Berufserfahrung vorzugsweise in der Intensivmedizin, Chirurgie, Onkologie oder ähnlichen Risikobereichen als Zugangsvoraussetzung zu fordern.

In den Krankenhäusern der Mühlenkreiskliniken arbeiten Hygienefachkräfte mit Fachausbildungen für Intensiv- und Anästhesiepflege sowie mit Erfahrung in der Sterilgutversorgung dem Linksherz Katheter Messplatz und in der Chirurgischen Pflege. Die Tätigkeit verlangt Kommunikationsfähigkeit, hohe Flexibilität, Belastbarkeit und pädagogisches Geschick.

Stellung
Da ein hauptamtlicher Krankenhaushygieniker im MKK Verbund tätig ist , sind ihm die Hygienefachkräfte fachlich zugeordnet.

Aufgaben der Hygienekommission
Regelungen zur Infektionsprävention betreffen meistens mehrere Berufsgruppen und häufig mehrere Abteilungen einer Einrichtung. Als Diskussionsforum zur Vorbereitung einrichtungsspezifischer Regelungen hat sich in vielen Krankenhäusern eine Hygienekommission bewährt, in die Vertreter/-innen aller betroffenen Bereiche und Berufsgruppen entsandt werden (Abb. 1).

In einer Hygienekommission werden alle die Hygiene und Infektionsprävention betreffenden Angelegenheiten mit dem Ziel einer Konsensfindung diskutiert und hauseigene Arbeitsanweisungen und Empfehlungen erarbeitet.

Die Hygienekommission dient somit der Beratung und Unterstützung der Leitungsebene und kann bei entsprechender Zusammensetzung und Kompetenz auch verbindliche Festlegungen treffen. Einzelheiten werden in einer Geschäftsordnung festgelegt. Die Teilnehmer/-innen fungieren als Multiplikatoren für hygienische Belange, indem sie die getroffenen Entscheidungen vermitteln und deren Umsetzung aktiv mitgestalten.

Zusammensetzung und Arbeitsweise variieren in Abhängigkeit von der Größe einer Einrichtung. Jedes Krankenhaus der Mühlenkreiskliniken hat seine eigene Hygienekommission.

Im Speziellen hat die Hygienekommission unter anderem, folgende Aufgaben:

  • Analyse der hygienischen Verhältnisse und der Krankenhausinfektionen.
  • Festlegung der erforderlichen Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung von Hygienerisiken und Infektionen unter Einbeziehung therapeutischer Maßnahmen.
  • Hygienekontrollen in den Ver- und Entsorgungsbereichen des Krankenhauses.
  • Mitwirkung bei der Planung/Beschaffung technischer und baulicher Einrichtungen, sowie sonstiger Ausstattungen
  • Mitwirkung bei der Aufstellung von Organisationsplänen zum Funktionsablauf in verschiedenen Krankenhausbereichen.
  • Mitwirkung bei der Fortbildung des Personals auf den Gebieten der Hygiene.

 

 

Institut für Krankenhaushygiene
Direktor Dr. Peter Witte 
Hygieniker

Hans-Nolte-Straße 1
32429 Minden

Telefon: 0571 790-4801
Fax: 0571 790-294 80
peter.witte(at)muehlenkreiskliniken.de

MKK-Koordinator für Hygiene
Fachkrankenpfleger für Hygiene und Infektionsprävention
Wolfgang Söfker

Hans-Nolte-Straße 1
32429 Minden

Telefon: 0571 790-54843
Fax: 0571 790-294804
wolfgang.soefker(at)muehlenkreiskliniken.de