Pflegetrainer in der Familialen Pflege

Die Bevölkerung wird älter. Und damit auch die Patienten eines Krankenhauses. Für Krankenhäuser ergeben sich daraus veränderte Rahmenbedingungen. Immer häufiger werden Patienten entlassen, die nach ihrem Klinikaufenthalt dauerhafte pflegerische Unterstützung benötigen. Die Familiale Pflegeberatung hilft hier bei der Umstellung auf die neue Situation.

Oft sind Angehörige mit der plötzlich auftretenden Pflegebedürftigkeit eines Familienmitglieds überfordert.  Sie wissen noch nicht genau, was sie erwartet und sind sich nicht sicher, ob sie die Pflege übernehmen können oder wollen. Außerdem wissen sie nicht, welche Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfen es gibt. Hier hilft die Familiale Pflegeberatung.  Die Idee ist, dass noch während des Krankenhausaufenthaltes eine speziell geschulte Pflegekraft mit den Angehörigen und Patienten die Situation bespricht und Hilfestellungen gibt 

Pflegetrainerinnen und Pflegetrainer fördern und unterstützten pflegende Angehörige über verschiedene Angebotsstrukturen:

  • Einzelfallbezogene Pflegetrainings im Krankenhaus mit vorausgehender Erstberatung
  • Aufsuchende Pflegetrainigs im Rahmen von Hausbesuchen bis zu sechs Wochen nach  der Entlassung (in Planung)
  • Beratungsgespräche zur Entwicklung eines familialen Sorge- und Pflegenetzwerkes
  • Mikroschulungen für pflegerische Leistungen, wie zum Beispiel Lagerungsmöglichkeiten zum Vorbeugen von Dekubitus oder Umgang mit Harnableitenden Systemen

Im Mittelpunkt der Angebote steht eine Alltags- und Lebensweltorientierung, mit folgenden Zielen:

  • Stärkung der Alltagskompetenz
  • Erlernen von pflegerischen Kompetenzen
  • Stärkung der Person
  • Förderung von Ressourcen
  • Wissensvermittlung