Examen in der Tasche

Für neun junge Menschen beginnt ein neues Kapitel

Feierliche Zeugnisübergabe: Die Praxisleiterinnen Katja Bokemeyer, Astrid Kleine, Karin Grewe-Barg, Kinderärztin Sabine Claußnitzer, Prüfungsvorsitzende Dr. Rösken, Direktor der Akadamie Oliver Neuhaus und Kursleiterin Annika Henselmeyer freuen sich mit den Absolventinnen über ihre bestandene Prüfung.

Stolz halten sie ihre Zeugnisse in den Händen: neun Absolventinnen der Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreisklinken sind jetzt staatlich anerkannte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen. Maren Bergmann (Rinteln), Liridona Bytyqi (Minden), Jasmina Gerke (Petershagen), Alexandra Hübert (Kalletal), Tess Pohl (Stadthagen), Lisa Vogelsmeier (Espelkamp), Katharina Völkening (Wiedensahl), Monja Wüllner (Löhne) und Dimitra Anixi (Minden) starten nun voller Zuversicht ins Berufsleben. Mit einem Durchschnitt von 1,0 ist Dimitra Anixi Kursbeste geworden. „Wir sind sehr, sehr stolz auf Dimitra Anixi. Mit dem Abschluss haben Sie eine wichtige Grundlage für Ihre berufliche Zukunft gelegt“, sagte Oliver Neuhaus, Direktor der Akademie für Gesundheitsberufe, bei der Zeugnisübergabe.

Drei Jahre haben die Absolventinnen gelernt und gearbeitet: Die theoretische Ausbildung umfasste 2.300 Unterrichtsstunden. Der Unterricht beinhaltete die Wissensgebiete Pflege, Naturwissenschaften und Medizin, Sozial- und Geisteswissenschaften sowie Recht und Politik. Die praktische Ausbildung umfasste 2.500 Stunden und erfolgte überwiegend in den Krankenhäusern der Mühlenkreiskliniken. Der Pflegeberuf erfordert heutzutage neben dem medizinisch-pflegewissenschaftlich fundiertem Wissen und Können auch Know-how in den unterschiedlichsten Bereichen wie IT und Krankenhaussoftware, Dokumentation, Kommunikation und Prozessorganisation. Im Grunde geht es darum, den stationären Aufenthalt eines Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung fachlich einwandfrei zu begleiten und zu koordinieren. Der Direktor der Akademie betonte, dass die Absolventinnen nun  „beste Karrierechancen“ haben. Die Aufstiegschancen innerhalb des Pflegeberufs seien hervorragend. Kursleiterin Annika Henselmeyer machte noch einmal deutlich, wie wichtig qualifiziertes Pflegepersonal ist: „Diese jungen Menschen sind die Zukunft. Die Corona-Pandemie hat uns ganz klar gezeigt, dass wir ohne gut ausgebildete Pflegekräfte aufgeschmissen sind. Ich freue mich für die Absolventinnen und wünsche ihnen nur das Beste für die Zukunft.“

Die Absolventinnen sind die letzten gewesen, die eine Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin an der Akademie für Gesundheitsberufe absolviert haben. Im Jahr 2020 wurde die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann deutschlandweit eingeführt. Sie verbindet die bisherigen Ausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie der Altenpflege. Ziel der generalistischen Ausbildung ist es, Pflegesituationen bei Menschen aller Altersgruppen zu erkennen und handzuhaben, die durch Krankheit, Behinderung oder im Zusammenhang mit ihrer Entwicklungsphase beeinträchtigt sind. Dementsprechende Pflegemaßnahmen sollen von Auszubildenden geplant, durchgeführt und bewertet werden. Vermittelt werden Fähigkeiten zur Patientenbeobachtung, Pflege, Beratung und Anleitung in Gesundheitsvorsorge und - förderung und Wiederherstellung von Gesundheit. Dabei wirken die Auszubildenden bei medizinischen Maßnahmen der Behandlung von Krankheiten mit und führen eigenständig ärztlich veranlasste Anordnungen durch. Die Ausbildung dauert drei Jahre und startet jeweils im April, August und Oktober. Bewerbungen sind jederzeit unter www.muehlenkreiskliniken.de/akademie möglich. 

Informationen zur Akadamie für Gesundheitsberufe

Mehr als 40 Pädagogen bilden an der Akademie für Gesundheitsberufe etwa 750 Auszubildende und Studierende in unterschiedlichen medizinischen und pflegerischen Berufen aus. Dazu zählen die Ausbildung zur Pflegefachfrau/Pflegefachmann, Pflegefachassistent*in, Operationstechnische*r Assistent*in, Anästhesietechnische*r Assistent*in, Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent*in, Medizinisch- technische*r Radiologieassistent*in, Diätassistent*in, Rettungssanitäter*in, Notfallsanitäter*in und viele weitere. Außerdem bietet die Akademie in Kooperation mit dem Praxiszentrum für angewandte Hebammenwissenschaft (PZHW) und der Fachhochschule Bielefeld seit dem vergangenen Jahr den Bachelor-Studiengang Hebammenwissenschaft an.

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