Wenn Bewegungen zur Belastung werden und Schmerzen den Alltag einschränken, kann ein künstliches Gelenk neue Lebensqualität ermöglichen. Besonders Hüfte und Schulter gehören zu den Gelenken, die bei fortgeschrittenem Verschleiß oder nach Verletzungen ersetzt werden müssen. Welche modernen Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wann eine Operation sinnvoll sein kann, erfahren Interessierte beim Patientenforum „Endoprothetik“ am Dienstag, 24. März 2026, von 17 bis 18.30 Uhr im Johannes Wesling Klinikum Minden. Die Veranstaltung findet im Abraham-Jacobi-Saal statt und wird von Professor Dr. Johannes Zeichen, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie mit einer Begrüßung eröffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen leicht verständliche Vorträge rund um die Anatomie der Gelenke, typische Ursachen für Verschleiß sowie moderne Therapieverfahren. Ärztinnen und Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, spezielle Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Minden erklären, wann ein künstliches Gelenk sinnvoll sein kann, welche modernen Implantate zur Verfügung stehen und wie individuell die Behandlung auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt wird.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Endoprothetik von Hüfte und Schulter. Während künstliche Hüftgelenke zu den häufigsten orthopädischen Eingriffen gehören und vielen Patientinnen und Patienten wieder schmerzfreie Bewegung ermöglichen, gewinnt auch der Ersatz des Schultergelenks zunehmend an Bedeutung. Bei fortgeschrittener Arthrose, nach komplizierten Brüchen oder bei schweren Schäden der Rotatorenmanschette kann eine Schulterprothese helfen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit deutlich zu verbessern. Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen.
Im Endoprothetikzentrum (EPZ) Minden setzen erfahrene Operateurinnen und Operateure künstliche Gelenke ein. Spezialisiert auf die Implantation neuer Hüftgelenke arbeiten im EPZ Ärztinnen und Ärzte, die über eine langjährige Erfahrung verfügen. Die hohe Qualität der Behandlung ist von der orthopädischen Fachgesellschaft (DGOOC) ausgezeichnet.
Zusätzlich kooperieren die Mindener Expertinnen und Experten bei der Implantation von Kniegelenken sowie bei komplexen Wechseloperationen mit dem Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen.
Seit 2014 ist das Endoprothetikzentrum Minden zertifiziert. Jährliche Audits sorgen für konsequente Überwachung der medizinischen Versorgungsqualität. Zentren, die diesen Prozess absolvieren, gehören zur orthopädischen Elite in Europa. Im Rahmen des Audits werden Operationsergebnisse unter die Lupe genommen und sämtliche Prozesse bewertet, die bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten der Endoprothetik stattfinden.
