Sichere Geburt, starke Medizin

Geburtshilfe am Universitätsklinikum Minden vor der WHO-Zertifizierung

Entgegen des bundesweiten Trends sind die Geburtenraten im Kreis Minden-Lübbecke stabil. 2025 wurden im Universitätsklinikum Minden insgesamt 1916 Kinder geboren, darunter 56 Zwillingsgeburten und eine Drillingsgeburt. „Es ist bemerkenswert, dass wir hier in der Region eine stabile Entwicklung sehen, während die Geburtenzahlen bundesweit deutlich zurückgehen“, sagt Universitätsprofessor Dr. Philipp Soergel, Direktor der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Uni-Klinikum Minden.

Die Klinik arbeitet nach einem ganzheitlichen Ansatz. Aktuell befindet sie sich im Zertifizierungsprozess zur „Babyfreundlichen“ Geburtsklinik. Dieses international anerkannte Konzept der WHO und UNICEF steht für eine besonders bindungs- und familienorientierte Geburtshilfe. Schon heute arbeitet das Team der Geburtshilfe im Uni-Klinikum Minden nach diesen Standards: Dazu gehören kontinuierliche Begleitung unter der Geburt, die Förderung der Eltern-Kind-Bindung, also des Bondings, Stillunterstützung sowie die enge Einbindung der Eltern von Anfang an.

„Babyfreundlich zu arbeiten, bedeutet, die Bedürfnisse von Mutter, Kind und Familie konsequent in den Mittelpunkt zu stellen. Damit unterstützen wir die Bindung, Entwicklung und das Stillen“, erläutert Dr. Annika Heinisch, Funktionsoberärztin der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Eine Geburtsklinik für alle: Sowohl Frauen mit Niedrigrisiko-Schwangerschaften als auch werdende Mütter mit komplexen oder hochriskanten Schwangerschaften können im Universitätsklinikum Minden sicher entbinden. Moderne Medizin, erfahrene Teams und eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglichen eine individuelle Betreuung auf höchstem Niveau.

„Unser Anspruch ist klar: Jede Frau soll bei uns den richtigen Ort für ihre Geburt finden – unabhängig davon, ob sie eine unkomplizierte Schwangerschaft erlebt oder besondere medizinische Herausforderungen mitbringt“, betont Sophie Greiling, Leitende Hebamme am Universitätsklinikum Minden.

Ein starkes Team: Die Geburtsklinik ist personell gut aufgestellt. „Wir haben ein tolles Team an Hebammen im Universitätsklinikum – dieses wollen wir auch weiterhin personell stärken“, sagt Nicole Dehne, Hebammendirektorin der Mühlenkreiskliniken.

Die umfassende Expertise zeigt sich über die Geburtshilfe hinaus. Das Uni-Klinikum Minden ist sowohl als Gynäkologisches Krebszentrum als auch als Brustzentrum zertifiziert. Das Gynäkologische Krebszentrum, das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wurde, hat ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Die nächsten Zentren befinden sich erst in Bielefeld, Hannover oder Bremen. Im Jahr 2025 wurden sowohl im Brustzentrum als auch im Gynäkologischen Krebszentrum mehr Patientinnen behandelt als je zuvor.

„Die steigenden Fallzahlen in unseren Krebszentren sind ein deutlicher Beleg für die hohe medizinische Qualität und das wachsende Vertrauen über die Region hinaus. Von der Geburt bis zur hochspezialisierten onkologischen Versorgung begleiten wir Frauen in allen Lebensphasen“, betont Klinikdirektor Universitätsprofessor Dr. Philipp Soergel.

 

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