Spannend und praxisnah: Am Universitätsklinikum Minden fand erstmals ein Projekttag im Rahmen des Traineeprogramms für die Intensivpflege statt. Das Programm, das es seit 2023 im Uni-Klinikum Minden gibt, richtet sich an bereits ausgebildete Pflegefachpersonen, die ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen für die Arbeit auf den Intensivstationen gezielt weiterentwickeln möchten.
„Ziel des Projekttages war es, die Zusammenarbeit und den Wissenstransfer innerhalb der Pflegeteams zu fördern sowie die Eigenverantwortung der Teilnehmenden in der Gestaltung von Arbeitsabläufen zu stärken“, erklärt Christian Thomas, Bereichsleitung der I12/I13 und Traineekoordinator. Dabei standen Themen wie Kommunikation, Kooperation und Reflexion komplexer Pflegesituationen im Mittelpunkt.
„Mit dem Traineeprogramm möchten wir Pflegefachpersonen den Übergang in die hochspezialisierte Intensivpflege erleichtern und sie gleichzeitig langfristig für dieses anspruchsvolle Arbeitsfeld begeistern“, betont Thomas Wehking, Pflegedienstleitung am Universitätsklinikum Minden.
Während des Projekttages gestalteten die Trainees ihre Arbeitsabläufe selbstständig, trafen gemeinsame Entscheidungen und tauschten sich in moderierten Runden über ihre Erfahrungen aus. Ergänzend fanden Reflexionsgespräche zu komplexen Situationen des Pflegealltags statt. „Der Projekttag war für uns eine tolle Gelegenheit, unser Wissen einzubringen“, sagt Trainee Katharina Denker. Sie ist im März mit dem Traineeprogramm fertig und kann sich vorstellen, im Anschluss die zweijährige Fachweiterbildung in der Intensivpflege und Anästhesie zu starten.
Für sie war das Besondere am Projekttag: „Der offene Austausch und die Möglichkeit, Entscheidungen als Team zu treffen.“
Das Traineeprogramm am Universitätsklinikum Minden wurde im Mai 2023 ins Leben gerufen. Die Trainees werden während des einjährigen Programms in verschiedenen Bereichen der Intensivpflege eingesetzt, um umfassende Kompetenzen zu entwickeln und die Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen. Die Pflegefachpersonen lernen dabei drei von vier Intensivstationen am Universitätsklinikum Minden kennen.
Die Trainees nehmen an regelmäßigen Theorietagen sowie Workshops teil und werden dazu eng von Mentorinnen und Mentoren begleitet. Zum Start erhalten die Teilnehmer*innen des Programms einen Katalog an Fortbildungen, die sie innerhalb eines Jahres absolvieren. Dafür sind insgesamt 180 Stunden angesetzt, pro Monat vier bis sechs Schulungen. Das Themenspektrum umfasst zum Beispiel EKG-Schreiben, Geräteeinweisung, Reanimationstraining, aber auch die Lehre zu speziellen Krankheitsbildern.
„Dieses Format ist ein Gewinn – sowohl für die Teilnehmenden als auch für uns als Universitätsklinikum. Deswegen werden wir auch in diesem Jahr weitermachen und es werden wieder neue Trainees starten“, erklärt Thomas Wehking, Pflegedienstleitung.
Alle Informationen zu dem Traineeprogramm in der Intensivpflege gibt es hier.
