Trotz Mehrfachbelastungen Ausbildung mit Bravour gemeistert

Pflegekräfte schließen Fachweiterbildung erfolgreich ab

1.Reihe von links nach rechts: Julia Schäffer(Leitung Fort-und Weiterbildung), Eugen Köhn, Larissa Harder, Melanie Schlüter, Christina Wessel, Laura Kallmeier, Willi Wedel, Adina Markuschin, Louisa Michaelis, Severin Pietsch (Fachprüferin), Fr. Dr. Schulte-Kooymann (Prüfungsvorsitzende), Lutz Bieck (Kursleitung), Angelika Templin (Kursleitung) 2. Reihe von links nach rechts: Rüdiger Haupt (Fachprüfer), Amy Heemeier, Katharina Griem, Susanne Fritz, Björn Lustfeld, Sophie Fichtner, Saskia Thomas, Anke Wolpert (Kursleitung).

Bestens ausgebildet in allen Belangen der Intensivpflege und Anästhesie: 14 Pflegekräfte schließen die Fachweiterbildung als Fachgesundheits-Krankenpfleger*in für Intensivpflege und Anästhesie und als Fachgesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in für Intensivpflege und Anästhesie an der Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreiskliniken erfolgreich ab.

Über ihr Examen freuen sich: Eugen Köhn, Larissa Harder, Melanie Schlüter, Christina Wesse, Laura Kallmeier, Willi Wedel, Louisa Michaelis, Amy Heemeier, Katharina Griem, Susanne Fritz, Björn Lustfeld, Sophie Fichtner und Saskia Thomas. 
„Jede und jeder einzelne von Ihnen hat trotz Mehrfachbelastung in dieser zweijährigen Ausbildung eine Expertise und Persönlichkeit entwickelt, auf die Sie stolz sein können“, sagte Julia Schäffer, Leitung Fort- und Weiterbildung an der Akademie für Gesundheitsberufe.

In der Weiterbildung werden auf der Grundlage eines engen Theorie-Praxis-Bezuges spezielle Kenntnisse, Fertigkeiten und Verhaltensweisen, die zur Erfüllung dieses anspruchsvollen Aufgabenbereiches notwendig sind, vermittelt. Aufbauend auf der Grundausbildung erlernen die Teilnehmenden eine fach- und sachkundige, umfassend geplante Fachpflege bei Patient*innen in komplexen Pflegesituationen wie zum Beispiel bei bewusstseins-, wahrnehmungs- und entwicklungsbeeinträchtigten Menschen, Atmungs-, herzkreislaufbeeinträchtigten, abwehrgeschwächten Menschen im prä-, intra- und postoperativen Umfeld sowie die Erhebung, Dokumentation und Weiterleitung pflegerelevanter Daten. Der theoretische Teil der Weiterbildung zur*zum Fachgesundheits- und Krankenpfleger*in bzw. Kinderkrankenpfleger*in der Intensivpflege und Anästhesie bzw. der pädiatrischen Intensivpflege und Anästhesie umfasst 720 Stunden, der praktische Teil mindestens 1200 Stunden. Die berufliche Handlungskompetenz soll durch Schwerpunkte wie Fall- und Prozesssteuerung sowie professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen und die Steuerung des eigenen Lernens erweitert werden. Die Komplexität der Fallarbeit im Bereich Intensivpflege, Kinderintensivpflege und Anästhesiepflege wurde unter anderem durch Methoden wie Problemorientiertes Lernen (POL) und Skills Lab von den Lernenden erschlossen. Spezielle Inhalte der Erwachsenen - und Kinderintensivpflege sowie der Intensivmedizin wurden getrennt voneinander unterrichtet, sodass hier entsprechend der Fachbereiche eine vertiefte Auseinander- und Schwerpunktsetzung stattgefunden hat. Zu den Pflichteinsätzen der praktischen Weiterbildung gehören internistisch/neurologische Intensivpflege bzw. pädiatrisch/neonatologische Intensivpflege und operative bzw. kinderchirurgische Intensivpflege und Anästhesiepflege. Diese fand durch ein Rotationsprinzip in den Häusern der Mühlenkreiskliniken und der Kooperationspartner*innen an unterschiedlichen Standorten statt. Der Kurs endete mit einer staatlich anerkannten Prüfung.

„Manche von Ihnen haben während ihrer Ausbildung geheiratet, die Pandemie hautnah miterlebt, Vollzeit weitergearbeitet und zuhause Familie und Kinder gehabt. Sie haben das mit Bravour gemeistert“, sagte Anke Wolpert, Kursleiterin der pädiatrischen Intensivpflege und Anästhesie.
Lutz Bieck, Kursleiter der Intensivpflege und Anästhesie, freut sich, dass so gut ausgebildete Fachkräfte am Johannes Wesling Klinikum arbeiten. „Ich wünsche Ihnen allen alles Gute für die Zukunft und bleiben Sie auch weiterhin wissbegierig und behalten Sie die Freude an Ihrem Beruf“, sagte Lutz Bieck.

Die Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreiskliniken ist für den Ausbildungssektor in den Gesundheitsfachberufen sowie für die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mühlenkreiskliniken zuständig. Über 40 Pädagoginnen und Pädagogen bilden mehr als 750 Auszubildende und Studierende in unterschiedlichen medizinischen und pflegerischen Berufen aus. Dazu zählen unter anderem die Ausbildung zum Pflegefachmann und zur Pflegefachfrau, in der Diätassistenz, das Studium der Angewandten Hebammenwissenschaft, die Ausbildung medizinisch-technischer Radiologieassistent*innen, medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent*innen oder von Notfallsanitäter*innen.

Die Lehrenden koordinieren die praktische Ausbildung an allen Standorten der Mühlenkreiskliniken und betreuen die enge Partnerschaft im Rahmen der Ausbildung mit anderen Kliniken und Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten im Kreis Minden-Lübbecke sowie bis ins benachbarte Niedersachsen.
Neben den genannten Berufsausbildungen können in der Akademie für Gesundheitsberufe Weiterbildungen im Bereich der Intensiv- und Anästhesiepflege, der pädiatrischen Intensiv- und Anästhesiepflege, des Operationsdienstes, der Praxisanleitung in Pflegeberufen sowie in der neurologischen Pflege absolviert werden. Die Akademie für Gesundheitsberufe bietet zudem Fortbildungen für 250 Bedienstete im Rettungsdienst im Kreis Minden-Lübbecke an.

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