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19.09.2018

Autoinflammation

Dermatologen-Abend Minden

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die kommende Fortbildungsveranstaltung ist einer entzündlichen Krankheitsgruppe gewidmet, die über Jahrzehnte unverstanden war. Diese syndromalen Erscheinungsbilder sind zwar selten, gehen aber alle mit dermatologischen Manifestationen einher. 

Es handelt sich hierbei um autoinflammatorische Erkrankungen mit monogen vererbten inflammatorischem Erkrankungsbild, das mit einer gestörten Aktivierung des angeborenen Immunsystems einhergeht. Im Gegensatz zu Autoimmunerkrankungen basiert diese Störung nicht auf einer Dysregulation des adaptiven Immunsystems mit Bildung von Autoantikörpern und T-Zellmediiertem Gewebeschaden, sondern auf einer ungezügelten Ausschüttung von Zytokinen. 

Zu diesen Krankheitsbildern zählen das familiäre, mediterrane Fieber, TNF-Rezeptor-assoziiertes, periodisches Fiebersyndrom, das Muckel-Wells-Syndrom, familiäre autoinflammatorische Käl- tesyndrome aber auch das Schnitzler-Syndrom wie auch Sonderformen der pustulösen Psoriasis als auch Interferonopathien. Mit anderen Worten – eine sehr komplexe Gruppe chronisch entzündlicher Erkrankungen, die aufgrund der neuen Erkenntnisse und der heute zur Verfügung stehenden biologischen Wirkstoffe ein erstaunlich gutes Ansprechen zeigen.

Ich freue mich ganz besonders zu diesem wichtigen Thema einen der weltweit besten Kenner dieser Krankheitsgruppe, Herrn Prof. Lars French, Direktor der Universitäts-Hautklinik Zürich, hier an der Universitätsklinik für Dermatologie am Johannes Wesling Universitätsklinikum begrüßen zu dürfen.

Wir freuen uns wie immer auf Ihr Kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Prof. Dr. med. Rudolf Stadler