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13.04.2021

Drei neue Kurse an der Akademie für Gesundheitsberufe

Mühlenkreiskliniken erweitern Ausbildungskapazität auf 700 Plätze

Fotos: MTLAs, MTRAs und OTAs sind auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrt. Die Fachkräfte sind in jedem Krankenhaus unverzichtbarer Bestandteil in der Diagnostik, Therapie und während der chirurgischen Eingriffe im Operationssaal.


Die Mühlenkreiskliniken verstärken nochmals ihre Ausbildungsaktivitäten. Ab September werden an der Akademie für Gesundheitsberufe drei zusätzliche neue Ausbildungskurse mit zusammen 42 Plätzen starten. Ausgebildet werden Operationstechnische Assistenten*innen (OTA), Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten*innen (MTLA) und Medizinisch-technische Radiologieassistenten*innen (MTRA). Insgesamt wächst die Akademie für Gesundheitsberufe auf 700 Auszubildende und Studierende in neun Ausbildungsgängen und zwei Studienfächern.

„Mit 700 Auszubildenden und Studierenden an der Akademie für Gesundheitsberufe sowie 120 Medizinstudierenden am Medizin Campus OWL sind wir sicherlich einer der Arbeitgeber in OWL, der sich am stärksten im Bildungsbereich engagiert. Zusätzlich bieten wir noch zahlreiche Weiterbildungen an, etwa zur Anästhesie- und Intensivpflegekraft“, erläutert der Vorstandsvorsitzende der Mühlenkreiskliniken Dr. Olaf Bornemeier. Die Akademie für Gesundheitsberufe ist nach den allgemein- und berufsbildenden Schulen im Kreis Minden-Lübbecke die größte Bildungseinrichtung im Kreis Minden-Lübbecke. 

„Mit dieser erneuten Ausweitung unseres Ausbildungsangebotes bieten wir jungen Menschen die Möglichkeit, überaus attraktive Berufe in einem absolut krisenfesten Branchenumfeld zu erlernen“, sagt der Direktor der Akademie für Gesundheitsberufe Oliver Neuhaus. OTAs, MTLAs und MTRAs sind begehrte Fachkräfte in Kliniken und Arztpraxen. Operationstechnische Assistenten*innen sind Mitglieder des OP-Teams. Sie betreuen Patientinnen und Patienten vor, während und nach operativen Eingriffen und leisten damit ihren Beitrag zu deren Sicherheit. Sie bereiten die Eingriffe vor und stellen die benötigten medizinischen Geräte, das Instrumentarium und die weiteren erforderlichen Medizinprodukte bereit. Sie tragen durch eine qualifizierte und fachlich versierte operationstechnische Assistenz die Verantwortung für einen zügigen und reibungslosen Ablauf des Eingriffs und sind somit Partner*in des Chirurgen oder der Chirurgin.

Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten*innen arbeiten in Laboren und Pathologien. Sie weisen Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten oder Krebszellen nach und helfen so, Erkrankungen zu erkennen. Herzinfarktenzyme, Blutzucker, Leberenzyme und viele, viele weitere Analysenergebnisse von Blut- und anderen Körperflüssigkeiten dienen dem behandelnden Arzt oder der Ärztin zur Diagnose von Krankheiten. MTLAs lernen den Umgang mit modernsten medizinischen Geräten ebenso kennen wie den Umgang mit IT- und Automatisationssystemen.

Der Beruf der Medizinisch-technischen Radiologieassistenz (MTRA) gehört ebenfalls zu den medizinischen Fachberufen und ist eng eingebunden in Diagnostik und Therapiekontrolle. In der Ausbildung erwerben die Auszubildenden naturwissenschaftliche, technische und medizinische Kenntnisse und Fähigkeiten, die zur eigenverantwortlichen Durchführung von Analysen und Untersuchungen auf ärztliche Anforderungen erforderlich sind. So werden sie befähigt, technisch komplizierte Untersuchungen bis zur Erstellung eines qualitätsorientierten Ergebnisses durchzuführen. Dabei lernen sie den Umgang mit Röntgengeräten, aber auch mit CT-Geräten, MRT-Geräten, PET-CTs, Sonographiegeräten und Angio-Anlagen zur Darstellung von Gefäßen.

Eine Gemeinsamkeit aller drei Berufe ist, dass sie seit vielen Jahren auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrt sind. „Ohne MTLAs, MTRAs und OTAs gäbe es keine Laborwerte, keine pathologischen Befunde, keine Röntgen- oder CT-Bilder und im OP hätte ein Chirurg oder eine Chirurgin weder Skalpell noch Tupfer zum Operieren zur Hand. Die Fachkräfte sind in jedem Krankenhaus unverzichtbarer Bestandteil in der Diagnostik, Therapie und während der chirurgischen Eingriffe im Operationssaal. Durch neue technische und medizinische Möglichkeiten ist der Bedarf an diesen Fachkräften zudem stark gestiegen. Und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Deswegen ist dieses Berufsfeld für jeden, der sich für Medizin, Chemie und Biologie, aber auch Technik und IT interessiert ein optimales und absolut krisenfestes Berufsumfeld mit zudem glänzenden Einkommens- und Karrieremöglichkeiten“, erläutert Akademiedirektor Oliver Neuhaus. 

Im ersten Ausbildungsjahr wird eine Vergütung von 1.165 Euro nach TVöD gezahlt. Hinzukommen Sonderleistungen sowie eine zusätzliche Altersversorgung. Im dritten Lehrjahr steigt die Vergütung auf 1.328 Euro.

Ab sofort nimmt die Akademie für Gesundheitsberufe Bewerbungen für die neuen Kurse ab dem 1. September entgegen. Die Bewerbungsfrist endet am 1. Juli 2021  Bewerbungsunterlagen inklusive dem Bewerbungsschreiben sowie einem Lebenslauf können an die bewerbung-akademie(at)muehlenkreiskliniken.de gesendet werden. Voraussetzung für alle Ausbildungsgänge ist die Fachoberschulreife.

Der nächsten Kurse in diesen Bereichen beginnen dann wieder am 1. September 2022.