05.10.2017

Intensivstation im Krankenhaus Lübbecke eröffnet

Vergrößerte Station mit neuer Technik bietet Platz für zwölf Patienten

(von links) Verwaltungsratsvorsitzender der Mühlenkreiskliniken Landrat Dr. Ralf Niermann, Geschäftsführerin des Krankenhauses Lübbecke-Rahden Dr. Christine Fuchs, Pflegedienstleiterin Urte Abbate, Direktorin des Instituts für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin Dr. Brigitte Lehning, Oberärztin Susanne Wenzel, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Mühlenkreiskliniken Dr. Kristin Drechsler und Bereichsleiter Pflege Karsten Preuß.

Auf der neuen Intensivstation gibt es acht Patientenzimmer, davon sechs Einzelzimmer.

In allen Intensivzimmern gibt es um 360 Grad schwenkbare Deckenstative mit Zuleitungen für Strom, IT, Sauerstoff und Druckluft.

Vom zentralen Versorgungsstützpunkt der Station sind alle Patientenzimmer schnellstmöglich erreichbar.

Durch den Einbau modernster Medizintechnik finden Pflegekräfte und Ärzte noch bessere Rahmenbedingungen vor, um ihren Patienten zu helfen.

Nach mehr als einem halben Jahr Bauzeit ist es geschafft, die neue Intensivstation des Krankenhauses Lübbecke-Rahden ist fertig. Auf der mehr als 600 Quadratmeter großen, interdisziplinären Spezialstation können ab sofort acht Intensivpatienten und vier Intermediate-Care-Patienten zur besonderen Beobachtung und Intensivtherapie behandelt werden. Im Beisein von Landrat Dr. Ralf Niermann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Mühlenkreiskliniken, und Dr. Kristin Drechsler, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Mühlenkreiskliniken, wurde die neue Intensivstation jetzt offiziell eröffnet. In einer persönlichen Ansprache richtete sich der Verwaltungsratsvorsitzende dabei an die Geschäftsführerin des Krankenhauses, Dr. Christine Fuchs, und die Krankenhausprojektgruppe, welche den Umbau maßgeblich mitorganisiert und begleitet hatte, darunter Dr. Brigitte Lehning, Direktorin des Instituts für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin. „Die Mühlenkreiskliniken haben hier in Lübbecke ein großes und wichtiges Projekt für die Bevölkerung erfolgreich zum Abschluss gebracht. Ich freue mich, dass wir heute zusammengekommen sind, um die neue, hochmoderne Intensivstation gemeinsam zu eröffnen“, sagte Dr. Niermann. 

Nach dem Abriss der alten Räumlichkeiten wurde die Lübbecker Intensivstation nach neuesten medizinischen, hygienischen und technischen Anforderungen neu aufgebaut. Noch bis vor ein paar Tagen waren Handwerker im Einsatz, um die letzten Betten und Schränke aufzustellen. Jetzt sind die acht Patientenzimmer sowie die Versorgungs- und Arbeitsräume der Station fertig. Bei einem gemeinsamen Rundgang konnten sich die Anwesenden vom Ergebnis überzeugen. Dabei wurde schnell deutlich, dass die neue Station vor allem durch zwei Dinge besticht: Eine hohe Patientenorientierung in hellen, freundlichen Zimmern gepaart mit hochmoderner Medizintechnik. Dank großer Fensterfronten und neuer Aufteilung sind großzügig geschnittene Patientenzimmer entstanden. Durch den Einbau modernster Technik finden Pflegekräfte und Ärzte noch bessere Rahmenbedingungen vor, um ihren Patienten zu helfen. Ein Beispiel hierfür sind die in allen Intensivzimmern an der Zimmerdecke angebrachten Versorgungsstative. „An den um 360 Grad schwenkbaren Stativen gibt es Anschlüsse für Strom, IT, Sauerstoff und Druckluft“, berichtete Dr. Lehning während des Rundgangs. Angeschlossen werden können beispielsweise Maschinen zur Beatmung oder Überwachung der Herzfunktion. Auf der alten Station waren die Anschlüsse noch an der Seite des Raumes verankert. Durch die neue Versorgung über die Decke kann das Patientenbett jetzt nahezu an jedem Ort im Raum positioniert und von allen Seiten erreicht werden. So konnten sehr viel mehr Platz und Flexibilität für Patienten, Mitarbeiter und Besucher gewonnen werden. „Mit der Modernisierung haben wir für unsere Patienten technisch bestens ausgestattete Zimmer geschaffen, in denen sie sich wohlfühlen und so voll und ganz auf die Genesung konzentrieren können“, sagte der Bereichsleiter Pflege des Krankenhauses Karsten Preuß. Als Mitglied der Projektgruppe hat er die Modernisierung im vergangenen halben Jahr maßgeblich begleitet. „Bei der Planung der neuen Station sind wir im Besonderen auch auf die Wünsche von Patienten und Angehörigen eingegangen“, sagte Preuß. So wurde sehr darauf geachtet, eine möglichst geräuscharme Umgebung zu schaffen, die durch Stationsabläufe bedingte Störungen minimiert und so einen besseren Tag-Nacht-Rhythmus ermöglicht. Außerdem wurde die Beleuchtung in den Zimmern verbessert. Die Lichtverhältnisse sind ab sofort flexibel veränderbar und können so den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden. Darüber hinaus sind alle Zimmer mit einem Fernseher ausgestattet. Und auch im Hinblick auf die Besuchszeiten gibt es Veränderungen, wie Oberärztin Susanne Wenzel anmerkte. „Ab sofort können Angehörige die Besuchszeiten flexibel mit dem Pflegepersonal absprechen“, sagte sie. „Der Kontakt zu Angehörigen und vertrauten Personen trägt sehr zur Genesung bei und ist Teil des therapeutischen Konzeptes der Ärzte- und Pflegeteams meiner Kollegen Frau Wenzel und Herrn Preuß“, führte Dr. Lehning weiter aus.

Auf der neuen Intensivstation des Lübbecker Krankenhauses können insgesamt zwölf Patienten behandelt werden. Es gibt sechs Einzelzimmer, ein Zweibett- und ein Vierbettzimmer. „Alle Patientenzimmer sind so ausgestattet, dass sie den modernsten hygienischen und medizinischen Vorgaben entsprechen. Wir haben hier auf der Station allein 50 Desinfektionsmittelspender“, erläuterte Dr. Lehning. Die Einzelzimmer haben spezielle Vorräume, die als Personalschleuse zum Schutz vor Keimen dienen, falls Patienten isoliert werden müssen. Das Vierbettzimmer ist für sogenannte „Intermediate-Care-Patienten“ ausgelegt, die besonders überwacht werden müssen. „Intermediate-Care schließt die Lücke zwischen Normal- und Intensivstation. In diesem Bereich ähnelt die technische Ausstattung einer Intensivstation. Speziell ausgebildete Pflegekräfte und Ärzte kümmern sich hier um Patienten, die einer umfangreicheren Überwachung als die einer Normalstation bedürfen, die aber nicht die komplette Intensivtherapie einer Intensivstation benötigen“, erläuterte Dr. Lehning.

In den Umbau der Intensivstation haben die Mühlenkreiskliniken – von der Entkernung bis zum Neuaufbau auf vergrößerter Fläche – 2,2 Millionen Euro investiert. „Die Modernisierung ist auf der einen Seite eine Investition in den Krankenhausstandort Lübbecke, auf der anderen Seite aber vor allem eine Investition in die bestmögliche medizinische Behandlung unserer Patientinnen und Patienten“, sagte die Geschäftsführerin des Krankenhauses Dr. Christine Fuchs. Die neue Intensivstation ist als patienten- und angehörigenfreundliche Station geplant und umgebaut worden. Dabei habe man großen Wert darauf gelegt, bewährte Arbeits- und Behandlungsprozesse zu unterstützen und neue Wege zu gehen. Die Ideen der Lübbecker Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf die bestmögliche Behandlung ihrer Patienten sind in die Modernisierung mit eingeflossen. Mit unermüdlichem Einsatz haben die Pflegekräfte und Ärzte der Intensivstation allein im vergangenen Jahr etwa 1300 Menschen behandelt und sich um deren Angehörige gekümmert. Darunter sowohl schwer erkrankte und schwerverletzte Patientinnen und Patienten als auch Patienten, die nach einer Standardoperation zur kurzzeitigen besonderen Überwachung auf der Station untergebracht waren. „Ein herzliches Dankeschön geht an alle Mitarbeiter der Projektgruppe, alle ärztlichen und pflegerischen Kollegen, die Fachplaner sowie die beteiligten Handwerker, die sich in den vergangenen Monaten mit viel Engagement in diese Aufgabe eingebracht haben. Das Ergebnis ist herausragend. Die neue Intensivstation in ruhigen und freundlich gestalteten Räumlichkeiten ergänzt ideal die Grundausrichtung unseres Hauses als ein Haus, das neben hoher Fachkompetenz des Behandlungsteams und neuester technischer Ausstattung auch Empathie und Mitgefühl für seine Patienten als Kernkompetenz ansieht“, so Dr. Christine Fuchs.