08.11.2017

Mühlenkreiskliniken weiten Angebot aus

Hendrik Schröder leitet neues Institut für Arbeits- und Umweltmedizin

Dr. Jessica König, Dr. Hendrik Schröder und Dr. Ulrike Fabian bilden das Ärzteteam des Instituts für Arbeits- und Umweltmedizin.

Hendrik Schröder ist neuer Direktor des Instituts für Arbeits- und Umweltmedizin der Mühlenkreiskliniken. Das neugegründete Institut wird einerseits für die gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorgen der eigenen Mitarbeiter des kommunalen Klinikkonzerns verantwortlich sein und andererseits als Dienstleister weiteren Unternehmen zur Verfügung stehen. „Mit dem Engagement von Herrn Schröder bauen wir unser Angebotsspektrum als Gesundheitsdienstleister für die Region weiter aus. Arbeitsmedizin ist für jedes Unternehmen ein imminent wichtiges Thema“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Olaf Bornemeier.

Das neue Institut startet mit vorerst drei Fachärzten für Arbeitsmedizin. Neben Herrn Schröder als Leiter werden Dr. Jessica König und Dr. Ulrike Fabian dem Team angehören. „Ich freue mich, mit meinen Mitarbeiterinnen ein neues Institut bei den Mühlenkreiskliniken aufzubauen und zu etablieren“, sagt Hendrik Schröder.

Arbeitsmedizin ist ein medizinisches Querschnittsfach, das alle gesundheitlichen Gefahren abdeckt, die während der Arbeit auftreten könnten. „Bei einem Arbeitsplatz am Schreibtisch ergeben sich ganz andere Anforderungen als beispielsweise für einen Arbeitsplatz in der Produktion, wo überwiegend körperlich gearbeitet wird oder Gefahrstoffe auf den Mitarbeiter einwirken. Deshalb ist Arbeitsmedizin auch so umfangreich – aber auch so unglaublich spannend“, sagt der neue Institutsdirektor. Neben der Arbeitsmedizin wird sich das neue Institut auch der Umweltmedizin widmen. Bewertung durch Belastung von Gefahrstoffen sowie Giften gehören genauso zum Aufgabenbereich wie beispielsweise die Einordnung und Bewertung von Schimmelpilzen in Wohnungen.

Da Hendrik Schröder die volle Weiterbildungsbefugnis für Arbeitsmedizin besitzt, soll das neue Institut auch offizielle Weiterbildungsstätte für das Fachgebiet Arbeitsmedizin und die Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin werden. „Damit werden die Mühlenkreiskliniken ein weiteres Alleinstellungsmerkmal über den Kreis Minden-Lübbecke hinaus aufbauen, da es nur sehr wenige Institute gibt, die Arbeits- und Betriebsmediziner ausbilden können“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Olaf Bornemeier.

Hendrik Schröder hat viele Jahre beim TÜV NORD als Fachleiter Arbeitsmedizin gearbeitet. Dort hat er als Arbeitsmediziner viele Unternehmen im gesamten Bereich Norddeutschlands betreut. Der Kreis Minden-Lübbecke ist dem Vlothoer nicht unbekannt. In seiner Bundeswehrzeit hat er bei den Mindener Pionieren als Standortarzt gedient.

Medizinisch ist Hendrik Schröder breit aufgestellt: Nach der Facharztausbildung zum Allgemeinmediziner hat der neue Direktor eine zweite Facharztausbildung zum Arbeitsmediziner absolviert. Außerdem trägt er die Zusatzbezeichnung Umweltmedizin, Verkehrsmedizinische Begutachtung, ermächtigter Arzt im Strahlenschutz sowie Taucherarzt (Druckluft).