11.08.2017

Pflege an den Mühlenkreiskliniken – flexibel, spannend und beste Karrierechancen

Gesundheitskonzern informiert über aktuelle Projekte in der Pflege

Trinken Patienten lieber Tee oder Wasser, mögen Patienten Brot oder lieber ein Brötchen? Pflegebedürftige Menschen haben ein Anrecht auf Vorlieben und Abneigungen beim Essen. Die Aufgabe als Pflegekräfte ist es, diese in Erfahrung zu bringen und darauf bei der Nahrungsaufnahme Rücksicht zu nehmen.

Der Vorstandsvorsitzende der Mühlenkreiskliniken Dr. Olaf Bornemeier (von links) mit den Pflegedienstleitern Janin Tacke (Auguste-Viktoria-Klinik), Bernd Mühlenbruch (Johannes Wesling Klinikum), Thomas Sander (Krankenhaus Bad Oeynhausen), Urte Abbate (Krankenhaus Lübbecke-Rahden) und Claus Behrens (Medizinisches Zentrum für Seelische Gesundheit).

Viele Patienten benötigen im Klinikalltag – und oft darüber hinaus – pflegerische Unterstützung. Pflegekräfte helfen dabei, dass Patienten möglichst viel Eigeninitiative entfalten können. Pflegekräfte sind Experten bei der Planung und Durchführung der Pflege und unterstützen Patienten bei der Körperpflege, Bewegung und Mobilität nach einem individuellen Pflegeplan.

Eine gute Dokumentation und Übergabe sind notwendig, damit Ärzten und Pflegekräften zu jeder Zeit alle Informationen über den Patienten lückenlos zur Verfügung stehen. Nur so können Pflege- und Behandlungsfehlern vorgebeugt werden.

„Die Pflege ist ein spannendes Berufsfeld mit besten Zukunfts- und Karriereaussichten. Als kommunales Gesundheitsunternehmen wollen wir unseren mehr als 2300 hochmotivierten Pflegefachkräften ein attraktives Arbeitsumfeld bieten“. Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Mühlenkreiskliniken, Dr. Olaf Bornemeier, im Beisein aller fünf Pflegedienstleiter anlässlich einer Pressekonferenz. „Pflege ist mehr als bloße Versorgung von Kranken. Pflege hat neben der ärztlichen Versorgung einen entscheidenden Anteil an der Genesung unserer Patientinnen und Patienten“, so Dr. Olaf Bornemeier weiter. Gleichzeitig betont er den großen Beitrag der Pflegekräfte an den positiven Jahresabschlüssen der Mühlenkreiskliniken in den vergangenen Jahren. 

Von Jahr zu Jahr wird die Arbeit der Pflegefachkräfte von der Bevölkerung mehr wertgeschätzt. Früher wurden hauptsächlich ärztliche Leistungen von Patientinnen oder Patienten herausgehoben. Heutzutage sind es immer häufiger die pflegerischen Leistungen, die von Patientinnen und Patienten lobend erwähnt und damit anerkannt werden. Um diesem erhöhten Informationsbedürfnis der Bevölkerung entgegen zu kommen, haben die Mühlenkreiskliniken einen eigenen Bereich für die Pflege auf ihrer Internetseite gestaltet. 

Für die Zukunft wollen die Mühlenkreiskliniken die Attraktivität des Berufsfeldes weiter erhöhen. Dazu wurden eine Reihe von Projekten gestartet, die die Pflegedienstleiter der Mühlenkreiskliniken in den kommenden Monaten konzernweit umsetzen wollen. Bernd Mühlenbruch, Pflegedienstleiter am Johannes Wesling Klinikum Minden, stellt das Projekt „Ausfallmanagement“ vor. Dabei geht es im Kern darum, für den Fall einer Erkrankung eines Mitarbeiters eine feste Vertretungsregel zu schaffen. „Wenn eine Pflegefachkraft kurzfristig erkrankt, telefoniert derzeit die Stationsleitung die Liste der Mitarbeiter durch und versucht einen Ersatz zu finden. Das heißt, es kann passieren, dass ein Mitarbeiter in seiner Freizeit angerufen wird und zum Dienst gerufen wird“, berichtet Mühlenbruch. Diese Regelung ist für alle Beteiligten unschön: Für die Stationsleitung, für den aus der Freizeit geholten Mitarbeiter und auch für den Erkrankten selbst. Aus diesem Grund soll es künftig einen Ausfallpool geben. „Mit einem solchen Pool stellen wir sicher, dass das Unternehmen jederzeit Ersatz findet. Gleichzeitig können wir allen Mitarbeitern, die sich derzeit nicht in dem Pool befinden, ihre Freizeit garantieren. Der Ausfallpool würde dann wie die normalen Dienste besetzt“, erklärt Mühlenbruch. 

Urte Abbate, Pflegedienstleiterin am Krankenhaus Lübbecke-Rahden, bearbeitet das Thema „Förderkonferenz“. Ziel dieser Konferenz ist es, allen Absolventen der Akademie für Gesundheitsberufe ein attraktives und für sie zugeschnittenes Aufgabenprofil bei den Mühlenkreiskliniken zu bieten. Damit gehen die Mühlenkreiskliniken über ihr seit vielen Jahren praktiziertes Leistungsversprechen hinaus. Das Leistungsversprechen wird den vier besten Absolventen gegeben. Sie erhalten sechs Monate vor ihrem Examen einen unbefristeten Arbeitsvertrag an ihrer Wunschposition. „Wir wollen versuchen, für alle qualifizierten Bewerber die Wunschstelle am Wunschstandort zu finden. Hierzu ist nicht nur eine eingehende Beschäftigung mit den Auszubildenden nötig, sondern auch die innerbetriebliche Bereitschaft, flexible Lösungen zuzulassen“, sagt Urte Abbate.   

Ebenfalls um die Förderung von Mitarbeitern geht es beim Projekt von Claus Behrens, Pflegedienstleiter am Medizinischen Zentrum für Seelische Gesundheit in Lübbecke. Er betreut das Thema „Förderkonzepte“. Dabei geht es um die gezielte Förderung von potentiellen künftigen Führungskräften. So wurde beispielsweise bereits ein Trainee-Programm für die Absolventen des Dualen Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege der Akademie für Gesundheitsberufe und der Fachhochschule Bielefeld erarbeitet. Sie können sich in einem speziell ausgearbeiteten Trainee-Programm für gehobene Führungsaufgaben qualifizieren. „Dieses Förderkonzept wollen wir künftig auch auf die übrigen Berufsfelder der Pflege ausweiten“, erklärt Claus Behrens.

Das Thema „Arbeitszeit“ bearbeitet Thomas Sander, Pflegedienstleiter des Krankenhauses Bad Oeynhausen. Derzeit arbeiten die 2300 beschäftigten Pflegedienstmitarbeiter der Mühlenkreiskliniken zwischen 4,8 und 38,5 Stunden bei Vollzeit in der Woche. „Die Kunst ist es, die Wünsche der Mitarbeiter mit denen des Unternehmens in Einklang zu bringen. Wir versuchen allen Mitarbeitern das Arbeitszeitmodell anzubieten, was für die jeweilige Lebenssituation gerade optimal ist“, sagt Thomas Sander.

Janin Tacke, Pflegedienstleiterin der Auguste-Viktoria-Klinik und Leiterin der Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung, bearbeitet das Thema „Fremdsprachige Arbeitnehmer in der Pflege“. Derzeit arbeiten Pflegekräfte aus 20 Nationen bei den Mühlenkreiskliniken, darunter neben Menschen aus der EU auch aus Ländern wie Mosambik, Syrien oder Afghanistan. „Diese Mitarbeiter bereichern unseren Konzern. Sie helfen uns beispielsweise auch bei der Kommunikation mit ausländischen Patienten, in dem sie schnell und unbürokratisch übersetzen“, sagt Janin Tacke. Einige Gesundheitsunternehmen haben bereits gezielt im Ausland um Pflegefachkräfte geworben. Bislang sind die Mühlenkreiskliniken diesen Weg nicht gegangen. Dennoch gibt es eine Projektgruppe, die prüft, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Anwerbung von ausländischen Pflegefachkräften sinnvoll ist. „Eine solche Anwerbung kann immer nur der zweitbeste Weg sein. Unser Ziel ist es, unsere Pflegefachkräfte in der Region zu rekrutieren. Aus diesem Grund hat die Akademie für Gesundheitsberufe auch die Ausbildungskapazität auf fünf Kurse pro Jahr erhöht. Falls es uns trotz unserer Anstrengungen zukünftig nicht gelingen sollte, genügend junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern, müssen wir uns bereits jetzt mit dem Thema beschäftigen. Alles andere wäre fahrlässig. Wir wollen dabei auch Voraussetzungen definieren, unter denen für uns eine solche gezielte Anwerbung im Ausland denkbar wäre“, erläutert Tacke. 

Im Laufe des nächsten Jahres wollen die Mühlenkreiskliniken über die Fortschritte der aktuellen Pflegeprojekte öffentlich informieren.