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21.07.2020

Professor Bernhard Erdlenbruch beurteilt Medikamente für Kinder

Stiftung Warentest setzt bei neuem Ratgeber auf die Expertise des Mindener Kinderarztes

Professor Dr. Bernhard Erdlenbruch, Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Johannes Wesling Klinikum Minden, präsentiert das neue Buch „Medizin für Kinder“ der Stiftung Warentest an dem er als Experte mitgewirkt hat.


Professor Dr. Bernhard Erdlenbruch hat in einem dreiköpfigen Expertenteam für die Stiftung Warentest 1.000 Arzneimittel für Kinder auf Wirksamkeit und Verträglichkeit getestet. Herausgekommen ist der erste 382-seitige Ratgeber „Medikamente für Kinder“, den die Stiftung Warentest jetzt veröffentlicht hat.

„Es gibt eine ganze Reihe an Medikamenten, die auch für Kinder zugelassen sind, aber nicht wirklich für Kinder empfehlenswert sind“, sagt Professor Dr. Erdlenbruch, Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Johannes Wesling Klinikum Minden. Für das Buch hat die Stiftung Warentest mit fachlicher Unterstützung des Arzneimittelexperten Professor Dr. Gerd Glaeske, der Pharmakologin Dr. Judith Günter und des Kinderarztes Professor Dr. Bernhard Erdlenbruch 1.000 Arzneimittel auf Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Kindern bewertet. Die Untersuchung schließt sowohl frei verkäufliche als auch verschreibungspflichtige Arzneimittel mit ein. Durch ein einfaches Ampelsystem können die Eltern auf einen Blick sehen, ob ein Medikament „geeignet“, „auch geeignet“, „mit Einschränkungen geeignet“ oder „weniger geeignet“ ist. „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Der kindliche Organismus reagiert auf Wirkstoffe manchmal anders als der Körper eines Erwachsenen. Dies gilt es bei der Medikamentenauswahl zu berücksichtigen“ erläutert Professor Dr. Erdlenbruch.

Die drei Experten listen in dem Buch zu den gängigen Krankheiten wie Magen-Darm-Infekte, Atemwegserkrankungen, Nervenerkrankungen oder Allergien die meistverkauften beziehungsweise meistverschriebenen Arzneimittel auf und erklären für den Laien die Wirkstoffe sowie die Wirkungsmechanismen. Anschließend bewerten sie diese anhand des Ampelsystems. „Es ist kein Verbotsbuch. Wir zeigen bei allen Erkrankungen, dass es für Kinder wirksame und gut verträgliche Arzneimittel gibt, die man guten Gewissens geben kann“, sagt Professor Dr. Bernhard Erdlenbruch. Nebenbei vermittelt der Ratgeber ein umfangreiches Hintergrundwissen zu den verbreitetsten Kinderkrankheiten. 
 
Das Nachschlagewerk „Medikamente für Kinder“ hat 384 Seiten und ist zum Preis von 29,90 Euro im Fachhandel erhältlich.