Universitätsklinik für Psychiatrie

Für eine gesunde Seele

Herzlich willkommen in der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

In der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie werden Patient*innen mit depressiven Störungen, allen Formen psychotischer Erkrankungen, Angst- und Zwangsstörungen, Persönlichkeitsstörungen wie zum Beispiel Borderline-Persönlichkeitsstörung behandelt. 

Allgemeine Psychiatrie

Die Universitätsklinik umfasst fünf allgemein-psychiatrischen Stationen. Das vielfältige Therapieprogramm ist auf den Stationen jeweils auf den Störungsschwerpunkt ausgerichtet. Es finden psychotherapeutische Einzelgespräche und Gruppenpsychotherapien statt. Außerdem werden bewegungsorientierte Therapieverfahren (Krankengymnastik, Qi Gong, Rückenschule etc.) Ergotherapie, Entspannungsverfahren (Biofeedback, PMR, Autogenes Training) Musiktherapie, emotional aktivierende Behandlungen mit Tierunterstützung, Psychoedukation, Euthyme Therapien und Psychopharmakotherapien angeboten. Daneben stehen auch Therapieverfahren wie transkranielle Magnetstimulation, Lichttherapie und Elektrokrampftherapie zur Verfügung. Lösungsmöglichkeiten bei sozialen Problemen können mit dem Sozialdienst erörtert und umgesetzt werden. Bei akut auftretenden körperlichen Erkrankungen können wir auf die verschiedenen Kliniken des Krankenhauses Lübbecke (Gynäkologie und Geburtshilfe, Innere Medizin, Allgemeine Chirurgie, Unfallchirurgie Urologie, Anästhesie) zurückgreifen und im Rahmen des Konsiliardienstes eine umfangreiche medizinische Betreuung anbieten.

Suchtpsychiatrie
Qualifizierte stationäre Entzugsbehandlung Suchtmittelabhängiger

Wer kann bei uns behandelt werden?
Das Medizinische Zentrum für Seelische Gesundheit der Mühlenkreiskliniken in Lübbecke bietet 31 Behandlungsplätze für erwachsene Suchtmittelabhängige auf der Station 3A an.

Behandelt werden: 

  • alkoholabhängige Menschen, die eine Abstinenz anstreben oder Ihr Trinkverhalten ändern möchten
  • medikamentenabhängige Menschen und Menschen mit Abhängigkeit von mehreren Suchtmitteln, die eine vollständige Abstinenz oder Teilabstinenz anstreben.
  • drogenabhängige Menschen, die eine Abstinenz anstreben und von Opiaten oder anderen Drogen entgiften oder die unter Substitution vom Beikonsum (u. a. Alkohol, Benzodiazepine) entgiften wollen.
     

Welche Therapieziele der stationären Behandlung werden angestrebt?

  • Finden von individuellen Zielsetzungen im Umgang mit der Abhängigkeitserkrankung
  • Körperlicher und psychischer Entzug vom individuell konsumierten Suchtmittel, bei Substitution drogenabhängiger Patient*innen auch Beikonsumentzug
  • Sicherung der körperlichen und seelischen Gesundheit bzw. Erreichen psychischer und physischer Stabilität
  • Abklärung und Therapie der Suchtbegleit- und Folgekrankheiten
  • Bewältigung psychosozialer Krisen
  • Förderung einer Abstinenzmotivation
  • Förderung von Krankheitsverständnis und -einsicht
  • Vorbereitung nachfolgender Behandlungen und/oder psychosozialer Eingliederungsmaßnahmen
  • Beeinflussung negativer Affekte und Verhaltensweisen durch Erarbeitung positiver Ziele und Perspektiven
     

Was ist vor der Aufnahme zu beachten?
Für die stationäre Behandlung ist in der Regel eine ärztliche Einweisung erforderlich. Im Notfall kann eine Aufnahme jedoch auch ohne Einweisung erfolgen.
Die Aufnahmetermine werden direkt von der Station 3A vergeben, Telefon 0 57 41 / 35 43 01.

Die stationären Gegebenheiten lassen in der Regel eine gleichzeitige Behandlung von Paaren nicht zu. Patient*innen, die freiwillig zur stationären Aufnahme kommen, müssen in die Aufnahme- und Behandlungsmodalitäten schriftlich einwilligen.

Wie ist die Station 3A organisiert und ausgestattet?
Die Station 3A ist eine fakultativ geschützte psychiatrische Aufnahmestation für alkohol-, medikamenten- und drogenabhängige Männer und Frauen. Das bedeutet, dass die Station in der Regel offen geführt wird, es jedoch hinsichtlich des Ausgangs gemäß der gesundheitlichen Verfassung und des Therapiefortschritts verbindliche Regeln und Absprachen gibt. In Ausnahmefällen kann auch die Notwendigkeit entstehen, die Station geschlossen zu führen. Die Ausgangsregelung der Patient*innen ist hierdurch jedoch nicht betroffen.

Die Unterbringung auf der Station erfolgt vorwiegend in Zweibettzimmern. Darüber hinaus stehen den Patient*innen ein großer unterteilter Gemeinschaftsraum mit Fernsehen, ein Speiseraum, eine Patientenküche, ein Raucherraum sowie weitere Aufenthaltsräumlichkeiten und Freizeitbeschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Das multiprofessionelle Behandlungsteam besteht aus:

  • Chefarzt
  • Oberärzten und -ärztinnen
  • Stationsärzte und -ärztinnen
  • Gesundheits- und Krankenpfleger*innen
  • Fachkrankenpfleger*innen
  • Psycholog*innen
  • Sozialarbeiter*innen
  • Ergotherapeut*innen
  • Physiotherapeut*innen
     

Die Therapie

Die Therapieauswahl und -zusammenstellung sowie die Behandlungsdauer richten sich nach den individuellen Erfordernissen und Bedürfnissen unter Berücksichtigung begleitender Erkrankungen der Patienten. Sofern indiziert, medizinisch vertretbar und nach Absprache mit den Therapeutinnen und Therapeuten ist die Teilnahme an den angebotenen Therapiebausteinen verpflichtend. Die qualifizierte Entzugsbehandlung dauert im Rahmen des strukturierten Behandlungskonzepts in der Regel zehn bis 14 Tage. Schwere Verläufe und begleitende körperliche oder psychische Störungen können auch eine längere Behandlungsdauer erforderlich werden lassen.

In der Regel muss von Drogen- und Medikamentenabhängigen für einen methadon- und buprenorphingestützten Opiatentzug oder fraktionierten Medikamentenentzug (z. B. von Benzodiazepinen) eine etwas längere Behandlungsdauer eingeplant werden. 
Der Entlassungstermin wird gemeinsam mit dem*der Patient*in in der Visite festgelegt. Im Bedarfsfall werden für Angehörige nach Vereinbarung gemeinsam mit dem*der Patient*in Beratungsgespräche angeboten.

Für interessierte Angehörige veranstalten wir jeden ersten Dienstag im Monat um 19 Uhr in Zusammenarbeit mit verschiedenen Selbsthilfegruppen einen Informationsabend. Für die Teilnehmenden ist es nicht notwendig, dass der*die betroffene Abhängige Patient*in der Station ist oder war.

 

Flyer_Suchtpsychatrie_fuer_Patienten.pdf

 

Kontakt
Für eine unverbindliche Information oder Kontaktaufnahme stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Dr. Andreas von der Lühe
Ärztlicher Leiter der Suchttherapie

Telefon: 0 57 41 / 35 43 01
E-Mail: p3a[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Gerontopsychiatrie

In der Gerontopsychiatrischen Abteilung werden Patient*innen behandelt, die in der Regel das 65. Lebensjahr vollendet haben. Auf der Station 1A stehen 20 Behandlungsplätze zur Verfügung. Der Bereich fakultativ geschützt und gemischt-geschlechtlich.

Hier werden schwerpunktmäßig Patient*innen mit demenziellen Erkrankungen, aber auch Patient*innen mit affektiven Störungen, schizophrenen Psychosen, Depressionen und anderen psychiatrischen Alterserkrankungen behandelt. Im Vordergrund stehende Suchterkrankungen werden nicht behandelt.

Die Diagnostik, Behandlung, Therapie, Versorgung und Beratung werden durch ein multiprofessionelles Team aus Ärztinnen und Ärzten, Gesundheits- und Krankenpfleger*innen, Ergotherapeut*innen, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen und Physiotherapeut*innen sichergestellt.

Für die Ergotherapie steht ein eigener Raum zur Verfügung. Beratungsgespräche des Sozialdienstes oder der Pflegefachkräfte können ebenfalls in einem eigenen Besprechungsraum durchgeführt werden. Für die Patient*innen und Angehörigen steht hier umfangreiches Informationsmaterial zur Auswahl.

Die pflegerische Betreuung wird im Rahmen der Bezugsgruppenpflege durchgeführt und entspricht dem Konzept der aktivierenden Pflege. Sie wird u. a. mittels Bestandteilen der Validation, der Basalen Stimulation und der Biografiearbeit durchgeführt. Ein Schwerpunkt der pflegerischen Arbeit ist das Erkennen, Stützen und Fördern von Ressourcen der Patienten. Dies geschieht in der Einzelbetreuung, in individuellen Gruppenangeboten, in der Milieugestaltung sowie in der speziellen und individuellen Tages- und Wochenstrukturierung.

Die Angehörigen werden in die Pflege und Betreuung, soweit möglich, mit einbezogen. Ihnen stehen die Pflegefachkräfte jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Individuelle pflegerische Beratungen werden nach Absprache angeboten. Neben der akuten gerontopsychiatrischen ärztlichen Versorgung mit regelmäßigen Visiten und Einzelgesprächen und einer Medikation, die dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht und der individuellen Verträglichkeit Rechnung trägt, ist auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Fachkliniken des Krankenhauses Lübbecke Bestandteil des Therapiekonzeptes.

Die Ergotherapie begleitet, unterstützt und befähigt Menschen, die in ihren Alltagsfähigkeiten eingeschränkt sind oder von Einschränkung bedroht sind, für sie bedeutungsvolle Tätigkeiten insbesondere in den Bereichen Selbstversorgung und Freizeitgestaltung (wieder) durchführen zu können. Es finden u.a. gezielte kognitive Trainings und Schulungen alltäglicher Fähigkeiten statt, die sowohl in Gruppen als auch als Einzeltherapie angeboten werden.

Der Sozialdienst arbeitet eng mit den Angehörigen, den gesetzlichen Betreuern, dem externen Hilfesystem sowie verschiedenen Beratungsstellen, ambulanten und stationären Einrichtungen außerhalb des Krankenhauses zusammen.

Die Ziele psychotherapeutischer Behandlung liegen vor allem in der Veränderung dysfunktionaler Verhaltensweisen, Einstellungen und Überzeugungen, die eine seelische Anpassung an eine gegebene Situation erschweren, in der Hilfe bei der Bewältigung von Konflikten und Krisen sowie bei der Auseinandersetzung mit Verlusten und mit der Endlichkeit des Lebens. Auch erfolgen spezielle kognitive Leistungstestungen.

Eine speziell für gerontopsychiatrische Patient*innen gestaltete krankengymnastische Gruppenbehandlung findet täglich statt. Diese Gruppenbehandlung ist als offenes Therapieangebot konzipiert. Zur Unterstützung der Behandlung können Massagen und medizinische Bäder, Elektrotherapie, Wärmebehandlungen und Lymphdrainage sowie krankengymnastische Einzel- und Gruppenbehandlungen erfolgen. 

Kontakt
Aufnahmen werden durch den zentralen Aufnahmedienst koordiniert.

Dr. Christine Tockuss-Kauffeldt
Oberärztin und Leitung der Abteilung für Gerontopsychiatrie

Telefon: 0 57 41 / 35 47 10 34

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Ihre seelische Gesundheit ist unser Ziel.
– Prof. Dr. Udo Schneider
Klinikfinder