Die Zentrale Notaufnahme

Schnelle Hilfe im Notfall

Herzlich willkommen in der Zentralen Notaufnahme (ZNA)

Die Zentrale Notaufnahme des Johannes Wesling Klinikums Minden ist 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr für Sie dienstbereit. Mehr als 45.000 Patientinnen und Patienten werden jährlich behandelt. Sie erreichen die Zentrale Notaufnahme im Johannes Wesling Klinikum Minden, Hans-Nolte-Straße 1, 32429 Minden, unter der Durchwahl 05 71 / 7 90 14 46.

In lebensbedrohlichen Fällen wählen Sie bitte die 112.

Wenn Sie einen Arzt oder eine Ärztin brauchen und nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten können, werden Sie in einer Notfalldienstpraxis in Ihrer Nähe versorgt. Bitte wenden Sie sich kostenfrei an die Arztrufzentrale unter der Telefonnummer 116 117.

Über die Notaufnahme

Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte der Notaufnahme versorgen Sie nach dem Schweregrad Ihrer Erkrankung, das heißt nach der Dringlichkeit der Behandlung und nicht unbedingt nach der Reihenfolge Ihres Eintreffens. Die Behandlungsdringlichkeit wird sofort bei Ihrer Aufnahme festgelegt. Geht es um Leben und Tod oder ist die Erkrankung zwar schmerzhaft und unangenehm, kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt behandelt werden? Ein Farbsystem verdeutlicht den Behandlungsbedarf. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

Wir müssen flexibel auf die mit Rettungshubschrauber, Notarztwagen oder privat eingelieferten schwerkranken Patient*innen reagieren. Zudem kommt es zu bestimmten Zeiten immer wieder zu einem hohen Patientenaufkommen, das erheblichen Einfluss auf die Warte- und Behandlungszeit haben kann. Weiterhin können Verzögerungen in der weiterführenden Diagnostik (zum Beispiel Labor, Röntgen) die Behandlungsdauer unserer Patient*innen verlängern. Wie lange sich einzelne Wartezeiten gestalten, können wir leider nicht vorhersagen. Auf jeden Fall informieren wir Sie regelmäßig über zeitliche Verzögerungen, mit der Bitte um Ihr Verständnis.

Wichtig zu wissen

Die Notaufnahme ist für die Behandlung von Patient*innen mit akuten Erkrankungen oder nach Unfällen vorgesehen und daher nicht mit dem normalen Hausarztsystem zu vergleichen. Es können keine Termine vergeben werden und es muss mitunter mit längeren Wartezeiten gerechnet werden.

Um eine optimale Versorgung durch die verschiedenen Spezialisten zu ermöglichen, werden diese teilweise aus der laufenden Behandlung des Krankenhausbetriebes gerufen. Dies kann zu Verzögerungen führen, wenn sie beispielsweise gerade eine längere Untersuchung oder Operation durchführen, die nicht abrupt abgebrochen werden kann. Nur so ist es jedoch möglich, Ihnen jederzeit die Behandlung durch Experten der verschiedenen universitären Fachgebiete zu ermöglichen. Durch die Behandlung in verschiedenen Fachgebieten ist eine Reihenfolge der Behandlung für Sie nicht erkennbar.

  • Nach der Dringlichkeitseinstufung und Erfassung Ihrer persönlichen Daten findet so bald wie möglich die Untersuchung durch den Arzt oder die Ärztin statt. Wenn notwendig, schließen sich weiterführende diagnostische Maßnahmen, wie Röntgen, Labor, EKG usw. an die Erstuntersuchung an. 
  • Sollten alle Behandlungsräume belegt sein, werden die Patient*innen – soweit es die Erkrankung zulässt – gebeten, im Wartebereich Platz zu nehmen. Hier stehen ein Fernseher, Zeitschriften und Getränke rund um die Uhr zur Verfügung. Wir möchten Sie jedoch bitten, vor einer Behandlung nur nach Rücksprache mit dem Personal etwas zu sich zu nehmen, da Sie für bestimmte Untersuchungen nüchtern sein müssen.
  • Sollten sich Ihre Beschwerden im Laufe der Wartezeit verschlimmern, bitten wir Sie, sich erneut an der Leitstelle der Notaufnahme zu melden.
  • Nach Diagnosefindung und Behandlung werden Sie entweder mit einem Anschreiben an Ihren Hausarzt, Ihre Hausärztin oder einen Facharzt bzw. eine Fachärztin entlassen oder stationär aufgenommen.
Notfalldienst der niedergelassenen Ärzt*innen

Wenn Sie einen Arzt oder eine Ärztin brauchen und nicht bis zur nächsten regulären Sprechstunde Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin warten können, werden Sie in einer Notfalldienstpraxis in Ihrer Nähe versorgt. Bitte wenden Sie sich kostenfrei an die Arztrufzentrale unter der Telefonnummer 116 117. 

Können Sie aus medizinischen Gründen nicht selbst in die Notfalldienstpraxis kommen, kommt ein Arzt oder eine Ärztin zu Ihnen nach Hause.

Öffnungszeiten des Notfalldienstes:

  • Montag, Dienstag, Donnerstag ab 18 Uhr
  • Mittwoch und Freitag ab 13 Uhr
  • Samstag, Sonntag und Feiertag von 8 bis 8 Uhr am Folgetag

Befinden Sie sich in einer lebensbedrohlichen Notfallsituation, wenden Sie sich bitte an die Rettungsleitstelle unter der Durchwahl 112.

Die Patient*innen-Ampel

Patient*innen erreichen die Notaufnahme über den Rettungsdienst, werden vom Hausarzt bzw. der Hausärztin eingewiesen, kommen selbstständig oder in Begleitung ihrer Angehörigen. Alle Notfallpatient*innen werden so schnell wie möglich von einer kompetenten und speziell geschulten Pflegekraft gesehen und erste Befunde (zum Beispiel Blutdruck-, Puls-, Temperaturmessung) erhoben. Dabei erfolgt eine Einstufung aller Patient*innen nach der Dringlichkeit der Behandlung.

Diese nach internationalen Regeln festgelegte Einschätzung dient dazu, aus einer großen Zahl an Patient*innen möglichst schnell und zuverlässig diejenigen zu finden, die aufgrund der Art und Schwere ihrer Erkrankung zuerst behandelt werden müssen. Hierzu wird das in Europa etablierte „Manchester-Triage-System“ verwendet. Mithilfe einer Farbkodierung wird die Dringlichkeit der ersten ärztlichen Untersuchung eingeschätzt und der dementsprechend Behandlungsbeginn festgelegt.

Den Informationsflyer der Zentralen Notaufnahme finden Sie hier.

Notfälle beim Kind

Für Kinder gibt es verschiedene spezielle Anlaufstellen, die je nach Notfall zuständig sind.

Ihre Kinderarztpraxis: An Werktagen ist während der Öffnungszeiten die Praxis Ihres behandelnden Kinderarztes die richtige Anlaufstelle. Sollte diese nicht besetzt sein, so gibt es eine Vertretungsregelung, die Sie auf dem Anrufbeantworter der Praxis erfahren.

Kinderärztlicher Notfalldienst: Außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten wenden Sie sich bitte an den Kinderärztlichen Notfalldienst der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Telefonnummer 116 117.

KVWL-Notfalldienst für Kinder- und Jugendmedizin
Am Exerzierplatz 5, 32423 Minden
Sprechzeiten: mittwochs, freitags: 15 bis 20 Uhr
Samstags, sonn- und feiertags: 9 bis 20 Uhr

In Notfällen ist die Kinderklinik an allen Tagen ab 20 Uhr für Sie ansprechbar.
Johannes Wesling Klinikum Minden
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin
Hans-Nolte-Straße 1, 32429 Minden
Telefon: 05 71 / 7 90 40 01
E-Mail: kinderklinik(at)muehlenkreiskliniken.de

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Kinderklinik.

Augenärztliche Notfälle

Außerhalb der Öffnungszeiten der niedergelassenen Augenärzte gibt es einen augenärztlichen Notdienst. Hier können dringende und plötzlich aufgetretene Notfall-Erkrankungen oder Verletzungen der Augen behandelt werden. Welcher Augenarzt den Notdienst versieht, erfahren Sie in der Arztrufzentrale der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Telefon 116 117.

Die Arztrufzentrale ist zu folgenden Zeiten besetzt:

  • Montags, dienstags und donnerstags: 18 bis 8 Uhr am Folgetag 
  • Mittwochs und freitags: 13 bis 8 Uhr am Folgetag 
  • Samstags, sonntags und feiertags: 8 bis 8 Uhr am Folgetag  

Außerhalb dieser Notdienstzeiten sind die augenärztlichen Praxen für Sie da. Informationen über den aktuellen Notdienst erhalten Sie außerdem unter der Telefonnummer Ihres Augenarztes.

HNO-Notfälle

Aufgrund der speziellen medizinischen Geräte führen die HNO-Ärzte ihre Notdienste nicht in einer Notfalldienstpraxis durch, sondern jeweils in der eigenen Praxis. Über die Rufnummer 116 117 erhalten Sie Auskunft über die örtliche Erreichbarkeit sowie die Sprechzeiten des HNO-ärztlichen Notfalldienstes in Ihrer Nähe.

Bei HNO-Notfällen, die einer akuten stationären Behandlung bedürfen, suchen Sie bitte die Zentrale Notaufnahme des Johannes Wesling Klinikums auf, da die Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde rund um die Uhr besetzt ist.

Psychiatrische Notfälle

Was tun bei psychiatrischen Notfällen?
Da es im Johannes Wesling Klinikum Minden für solche Fälle keine Spezialist*innen vor Ort gibt, ist es sinnvoll, psychiatrische Notfallpatient*innen umgehend in das:

Medizinische Zentrum für Seelische Gesundheit 
Psychiatrie/Psychotherapie
im Krankenhaus Lübbecke
Virchowstraße 65, 32312 Lübbecke
Telefon: 0 57 41 / 3 50, Fax: 0 57 41 / 99 99
E-Mail: seelische.gesundheit[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

einzuweisen, damit der*die Patient*in adäquat betreut wird.

Vertrauliche Spurensicherung

Die vertrauliche Spurensicherung richtet sich an Menschen, denen häusliche und/oder sexuelle Gewalt angetan worden ist. Durch eine Untersuchung und gerichtsfeste (Foto-)Dokumentation von Verletzungen und Spuren wird Material für ein möglicherweise späteres Gerichtsverfahren gesichert, das bis zu zehn Jahre aufbewahrt wird. Nur Sie als Betroffene/r können in dieser Zeit die Beweise freigeben. 

Sie erreichen uns telefonisch unter:

Johannes Wesling Klinikum Minden
Erwachsene: 05 71 / 7 90 14 00
Kinder: 05 71 / 7 90 10 80

Krankenhaus Bad Oeynhausen
0 57 31 / 77-11 67 

 

Informationen zur Spurensicherung

Immer mehr Menschen sind von Gewalt betroffen. Sie kann sich quer durch alle Gesellschaftsschichten gegen Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Lebenspartner/innen, ältere und behinderte Menschen richten. Gewalt kann weitreichende negative Folgen für die körperliche und seelische Gesundheit der Betroffenen haben.

Häusliche Gewalt umfasst alle Formen von Misshandlungen. So gibt es zum Beispiel seelische, körperliche und sexuelle Formen. Dies kann innerhalb bestehender oder in ehemaligen Beziehungen stattfinden.

Unter sexualisierter Gewalt werden Nötigung, Vergewaltigung, Missbrauch, pornografische Handlungen sowie alltägliche sexuelle Belästigungen verstanden. Diese stellen Übergriffe auf die körperliche und seelische Stabilität der Betroffenen dar.

Betroffene von Sexualstraftaten oder häuslicher Gewalt befinden sich in einer Ausnahmesituation. Vielen fällt es schwer, Entscheidungen zu treffen. Für ein mögliches Gerichtsverfahren, auch zu einem späteren Zeitpunkt, benötigen sie eine gerichtsfeste Dokumentation. Deshalb sollten alle Spuren, wie beispielsweise getragene Kleidung, Blutergüsse und Hautverletzungen möglichst schnell gesichert werden. Dies ist bei Sexualstraftaten besonders wichtig. So ist eine Strafverfolgung auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Kliniken stellen eine erste und wichtige Anlaufstelle für Betroffene dar. Daher haben Kinderklinik, Frauenklinik und Notaufnahme des Johannes Wesling Klinikums Minden sowie die Frauenklinik im Krankenhaus Bad Oeynhausen ein einheitliches Vorgehen zur Unterstützung von Gewaltopfern in den Mühlenkreiskliniken erarbeitet. Betroffene von Gewalt benötigen eine einfühlsame und fachkundige Versorgung. Damit kann das Risiko seelischer, körperlicher und sozialer (Spät-)Folgen deutlich gemindert werden.

Zu Ihrer seelischen Unterstützung sowie zur Klärung der Frage, ob Sie eine Anzeige bei der Polizei stellen möchten, stehen Ihnen spezialisierte Beratungsstellen zur Verfügung, wie zum Beispiel:

  • Wildwasser e.V.
    Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen
    Telefon 05 71 / 8 76 77
    www.wildwasser-minden.de
    mannigfaltig Minden-Lübbecke e.V. 

www.hilfeportal-missbrauch.de

Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht.

Sie sind noch unentschlossen, ob Sie eine Anzeige erstatten wollen?

Eine rasche Untersuchung und gerichtsfeste (Foto-)Dokumentation von Verletzungen sowie die Spurensicherung sind für ein möglicherweise späteres Gerichtsverfahren wichtig. Wir bieten Ihnen eine vertrauliche Spurensicherung an. Diese ist in den Mühlenkreiskliniken kostenlos. Das gewonnene Material wird bis zu zehn Jahre aufbewahrt. Nur Sie als Betroffene/r können in dieser Zeit die Beweise freigeben.

Die gesammelten Spuren werden vertraulich unter einem Zahlencode in der Gerichtsmedizin Düsseldorf gelagert. Sie bekommen den Zahlencode ausgehändigt. Bitte bewahren Sie diesen Zahlencode sorgfältig auf. Nur so können Beweise bei einer späteren Anzeige zugeordnet werden.

Nach der Spurensicherung können Sie immer noch selbst entscheiden, ob Sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten möchten. Im Falle einer Anzeige informieren Sie die Polizei über die erfolgte Spurensicherung. Untersuchungsmaterial und Dokumentationsbogen werden dann über Ihren Zahlencode angefordert. Damit geben Sie die gesicherten Spuren für die Polizei frei. Sie können dann als Beweise in einem Gerichtsverfahren verwendet werden.

Erfolgt keine Anzeige, werden die Beweismittel nach zehn Jahren vernichtet.

Informationen für die Spurensicherung:

  • K.-o.-Tropfen und andere Betäubungsmittel sind bis zu zwölf Stunden nachweisbar. Schnelles Handeln ist notwendig, möglichst innerhalb von 24 Stunden
  • Bitte nicht duschen
  • Die getragene Kleidung bitte nicht waschen oder wechseln
  • Bewahren Sie bitte Wäschestücke, die Sie bei der Gewalttat getragen haben, ungewaschen in einer trockenen Papiertüte auf und bringen sie diese zur Untersuchung mit
  • Die Untersuchung ist vertraulich und kostenlos
  • Sie können eine Person Ihres Vertrauens mitbringen


Was Sie jetzt tun können?
Die Anmeldung zur Spurensicherung ist in der Krankenhausnotaufnahme, dort findet auch die Untersuchung statt.

Sie wollen eine Anzeige erstatten?

Bitte wenden Sie sich direkt an die Polizei. Diese wird alle notwendigen Schritte einleiten. Gegebenenfalls kann die Polizei Sie zur Spurensicherung in eine Klinik begleiten.
Sie erreichen die Kripo Minden unter der Telefonnummer 05 71 / 8 86 60 (Vermittlung).

Sollten Sie medizinische Hilfe benötigen, wenden Sie sich an die nächstgelegene Kliniknotaufnahme. Diese informiert auf Wunsch die Polizei.

Lernen Sie das Team kennen

Alle
Leitung
Team

Dr. Ryszard Turkiewicz
Direktor

Telefon: 05 71 / 7 90 31 10
E-Mail: pneumologie-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Prof. Dr. Johannes Zeichen
Direktor

Telefon: 05 71 / 7 90 34 01
E-Mail: unfallchirurgie-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Jens Krümpelbeck
Bereichsleitung Pflege

Telefon: 05 71 / 7 90-5 14 40
E-Mail: Jens.Kruempelbeck[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Maria Stahlhut
Ltd. Oberärztin
Fachärztin für Innere Medizin, Gastroenterologie und Zusatzbezeichnung Notfallmedizin

E-Mail: maria.stahlhut[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Thomas Neeb
Oberarzt
Facharzt für Allgemeinmedizin
Rettungsmedizin

E-Mail: thomas.neeb[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Dr. Georg von Czettritz und Neuhaus
Oberarzt
Facharzt für Innere Medizin

E-Mail: georg.vonCzettritz[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Dr. Lutz Uekermann
Facharzt
Facharzt für Allgemeinchirurgie

E-Mail: Lutz.Uekermann[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

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