Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)

Individuelle Förderung

Herzlich willkommen im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) am Johannes Wesling Klinikum Minden

Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) ist eine ambulante Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen und neurologischen Erkrankungen behandelt werden. Ziel des multiprofessionellen Teams ist, dass jedes Kind eine ihm angemessene Förderung und Behandlung bekommt, um seinen Platz in der Gesellschaft zu finden.

Über das Zentrum

Das SPZ arbeitet in einem multiprofessionel-len Team, bestehend aus: Kinderärztinnen und ärzten beziehungdsweise Kinderneurologen, Psychologen*innen, Ergotherapeuten*innen, Physiotherapeuten*innen, Logopäden*innen, Heil- und Sozialpädagogen*innen und EEG-Assistenten*innen. Nach einer umfassenden Untersuchung erarbeiten wir mit den Eltern einen Behandlungsplan und stehen für eine regelmäßige Weiterbetreuung zu Verfügung. Wir untersuchen Kinder mit: Entwicklungsverzögerungen und -auffälligkeiten, Sprachentwicklungs- und motorischen  Verzögerungen, Verhaltens. störungen, ADHS, Autismus, schulischen Lernstörungen und Körperbehinderungen, zum Beispiel Zerebralparese. Hierfür bieten wir spezielle Sprechstunden an: Frühgeborenen-Nachsorge, Schreiambulanz, Kontinenzstörung, Downsyndrom, Neuroorthopädie, Humangenetik, Epilepsie und Sozialrechtliche Beratung.

Erkrankungen und Behandlungen

Wir behandeln Kinder und Jugendliche von 0 bis 18 Jahre. Insbesondere werden Kinder bei uns untersucht

  • Wenn sich ein Kind anders entwickelt als andere Kinder
  • wenn ein Kind Auffälligkeiten in der Sprache zeigt
  • wenn ein Kind sich langsamer oder auffällig motorisch entwickelt
  • wenn Sie vermuten, dass die geistige Entwicklung beeinträchtigt ist
  • wenn ein Kind anhaltende Schulschwierigkeiten hat
  • wenn ein Nachsorgeuntersuchungen als Hochrisiko-Neugeborenes und Frühgeborenes benötigt
  • wenn ein Kind eine neurologische Erkrankungen z.B. Bewegungsstörungen hat
  • wenn ein Kind epileptische Anfälle hat
  • wenn ein Kind Verhaltensprobleme zeigt, die zur Vermutung eines Autismus oder ADHS  führen
  • Wenn bei einem Kind ein genetisches Syndrom vorliegt oder vermutet wird
Ambulanzen und Sprechzeiten
Down-Syndrom-Sprechstunde

Reguläre Sprechstunde
Nach einem Erstgespräch begleitet sie unser multiprofessionelles Team und plant mit Ihnen relevante Schritte der Diagnostik und Beratung. Dies beinhaltet meistens mehrere Termine.

Kompakt Sprechstunde
Hier bieten wir Ihnen und Ihrem Kind eine Untersuchung und Beratung durch verschiedenen Fachdisziplinen unseres Teams an einem Vormittag beziehungsweise Nachmittag. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Familien mit einem langen Anfahrtsweg. Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer „Down-Syndrom-Ambulanz“. 

Wir bitten Sie im Vorfeld Ihres Besuchs den Fragebogen für Kinder mit Down-Syndrom auszufüllen und uns zu zuschicken. 

Kontinenzsprechstunde

Kinder könne aus verschiedenen Gründen eine Inkontinenz aufweisen. Dies bedeutet eine mangelhafte Kontrolle der Ausscheidungsfunktionen von Stuhl und Urin. Gründe für eine Inkontinenz können sein: 

  • Angeborene Fehlbildungen (z.B. Spina bifida)
  • Verhaltensstörungen
  • Entwicklungsstörungen

In dieser Sprechstunde wird durch eine Urotherapeutin und einen Kinder- und Jugendarzt eine ausführliche Anamnese und Beratung durchgeführt. Ebenso werden weitere diagnostische Schritte wie Sonografie, Uroflowmetrie und Protokolle geplant. Häufig ist eine längerfristige Behandlung und Begleitung erforderlich. Weitere Informationen finden Sie hier. Die Anmeldung erfolgt mit dem SPZ-Fragebogen

Kontakt

Sozialpädiatrisches Zentrum am Johannes Wesling Klinikum
Hans-Nolte-Straße 1, 32429 Minden
Telefon 05 71 / 7 90 40 51, Fax 05 71 / 7 90 29 40 51
Montag bis Donnerstag, 8 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr
Freitag, 8 bis 12 Uhr
E-Mail: spz-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Anmeldung im SPZ
So melden Sie Ihr Kind an

Ihr Kinderarzt/Ihre Kinderärztin oder Hausarzt/Hausärztin entscheidet über eine Vorstellung bei uns im SPZ. Alternativ kann dies auch ein Facharzt/eine Fachärztin für HNO, Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie oder Kinder- und Jugendpsychiatrie sein. Bitte sprechen Sie immer vorher mit Ihrem betreuenden Arzt eine Vorstellung bei uns ab, bevor Sie sich um einen Termin bemühen. 

Anschließend bitten wir Sie, einen Fragebogen auszufüllen, vom betreuenden Arzt unterschreiben zu lassen und uns dann wieder zurückzusenden. Wenn Sie Fragen nicht beantworten möchten, lassen Sie sie einfach offen. Die Informationen werden streng vertraulich behandelt - wie alle medizinischen Daten.

Den Fragebogen finden Sie hier

Nachdem wir Ihren Fragebogen erhalten haben, erhalten Sie eine Eingangsbestätigung Ihres Fragebogens. In sechs bis acht Wochen vor dem Vorstellungstermin vereinbart unser Sekretariat mit Ihnen einen Termin. Falls es sich um einen sehr eiligen Vorstellungsgrund handelt, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem/Ihrer Kinderarzt/Kinderärztin. Er bzw. sie wird dann telefonisch mit uns das weiter Vorgehen besprechen.

Falls Sie ein Pflegekind bei uns vorstellen möchten, lassen Sie bitte die Sorgeberechtigten auf der letzten Seite unterschreiben. Wir möchten damit sicherstellen, dass diese mit der Untersuchung einverstanden sind. 

Die Untersuchung

Zum vereinbarten Termin benötigen wir: 

  • einen Überweisungsschein (gilt nicht für Privatversicherte)
  • die Krankenversichertenkarte
  • das gelbe Vorsorgeheft
  • wichtige Vorbefunde
  • wenn Sie mögen ein Foto von Ihrem Kind

Wir benötigen häufig mehr als einen Termin, um Ihrem Kind wirklich gerecht zu werden. Diese weiteren Termine würden wir dann hier mit Ihnen vereinbaren. Bitte beachten Sie auch, dass wir Ihr Kind nicht untersuchen können, wenn es im selben Quartal in einem anderen SPZ oder in einer Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie behandelt wird.

Nach einer umfassenden Untersuchung erarbeiten wir mit den Eltern einen Behandlungsplan und stehen für eine regelmäßige Weiterbetreuung zu Verfügung. Unser Ziel ist, dass jedes Kind eine ihm angemessene Förderung und Behandlung bekommt, um seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Bei uns kümmert sich ein Team von verschiedenen Fachleuten eng zusammen.

Diagnostik Ärzte und Ärztinnen

Anamnese

  • Ausführliche Anamnese (Kind, Eltern, weitere Bezugspersonen) 

  • Detaillierte Durchsicht aller Vorbefunde

 Untersuchung

  • Ausführliche körperliche Untersuchung inklusive  einer neurologischen Untersuchung 

  • Entwicklungsneurologische Untersuchung

  • Interaktions-/Kommunikationsbeobachtung 

 Weiterführende Schritte

  • Planung der weiteren Entwicklungsdiagnostik (Testverfahren, Untersuchung in den anderen Fachbereichen des SPZ)

  • Ggf. Planung einer medizinischen Diagnostik (z.B. EEG, MRT, Labor, Stoffwechsel, Genetik)

 Erarbeiten des Behandlungs- und Förderkonzeptes

  • Hierzu gehört die Frage, ob ein Kind eine Therapie  in Sinne eines Heilmittels benötigt (zum Beispiel Logopädie)

  • Ob eine Frühförderung beantragt werden sollte

  • Ob eine sonderpädagogische Förderung in Kindergarten oder Schule sinnvoll ist

  • Ob die Vorstellung in einer anderen Spezialambulanz (zum Beispiel Kinder- und Jugendpsychiater) sinnvoll ist

Diagnostik Psychologie – Pädagogik

Anamnese

  • Ausführliche Anamnese (mit Kind, Eltern, weitere Bezugspersonen)
  • Ausführliche Umfeldanamnese (z.B. Kindergarten, Schule)
  • Auswertung von Fragebögen 
  • Detaillierte Durchsicht aller Vorbefunde

Untersuchung

  •  Ausführliche Befragung symptomorientiert
  • Erfassung der Interaktions- und Kommunikationsstrukturen der Familie
  • Testverfahren zur Ermittlung des Entwicklungsstandes in den Bereichen 
    • kognitive Entwicklung
    • emotionale und soziale Entwicklung
    • schulische Fertigkeiten wie Lesen und Schreiben
    • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Spezielle Testverfahren zur Diagnostik eines Autismus oder ADHS

 Behandlung

  • Erarbeiten des Behandlungs- und/oder Förderkonzeptes
  • Koordination der Behandlung mit externen Stellen (zum Beispiel Psychotherapeuten, Schulen, KiTa)
  • Spiel- und Entwicklungsberatung
  • Schlafberatung
  • Sozialrechtliche Beratung
  • Videogestützte Interaktionsanalyse und -beratung (nach Marte Meo)
Diagnostik Therapeut*innen

Ergotherapie

  • Anamnese der bisherigen Entwicklung 
  • Teilstrukturierte Interviews auf Basis ergotherapeutischer Modelle (zum Beispiel COPM)
  • Ausführliche Beobachtung der freien Spielsituation und der Eltern-Kind-Interaktion
  • Überprüfung des Entwicklungsprofils anhand von Testverfahren
  • Überprüfung des sensomotorischen Entwicklungsstandes und der visuellen Wahrnehmung

 Logopädie

  • logopädische Anamnese und Analyse aller sprachlichen Ebenen (Wortschatz, Grammatik, Artikulation, Sprachverständnis)
  • Beurteilung vorsprachlicher Fähigkeiten
  • Sprachentwicklungstests
  • Diagnostik und Beratung bei frühkindlichen Ess- und Fütterstörungen
  • Basiskompetenzen für Lese-Rechtschreibleistungen

 Physiotherapie (Krankengymnastik)

  • Ausführliche Beobachtung der Spontanmotorik
  • Überprüfung motorischer Grenzsteine und motorischer Funktion mittels Testverfahren
  • Hilfsmittelberatung
  • Untersuchung von körperlich behinderten Kindern und Jugendlichen (Zerebralparese)

Besondere Behandlungsverfahren  

  • Galileotraining
  • Psychomotorik in Kleingruppen
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Unser Ziel ist es, jedes Kind angemessen zu fördern, sodass es seinen Platz in der Gesellschaft finden kann.
– Armin Pampel
Klinikfinder