Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)

Individuelle Förderung

Herzlich willkommen im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) am Johannes Wesling Klinikum Minden

Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) ist eine ambulante Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen und neurologischen Erkrankungen behandelt werden. Ziel des multiprofessionellen Teams ist, dass jedes Kind eine ihm angemessene Förderung und Behandlung bekommt, um seinen Platz in der Gesellschaft zu finden.

Bitte beachten Sie die folgenden Corona-Hinweise sowie die aktuelle 3G-Regelung, laut der ein entsprechender Nachweis (geimpft, getestet oder genesen) vorzulegen ist.

Aktuelle Corona-Hinweise für Patient*innen

Liebe Patient*innen und Eltern,

weiterhin müssen wir mit Einschränkungen aufgrund der Coronaviren-Epidemie leben. Mittlerweile behandeln wir wieder Patient*innen aller Altersgruppen, müssen aber Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Die Situation ist so dynamisch, dass wir kurzfristig von den unten stehenden Regeln abweichen können.

Falls Sie oder Ihr Kind an einer akuten Infektion (Husten, Schnupfen, Fieber, Durchfall) leiden oder Kontakt zu COVID19-Patient*innen hatten bzw. sich in Quarantäne befinden, können wir Sie nicht behandeln. Kinder mit leichten Infektzeichen können nur behandelt werden, wenn ein negativer PCR-Test vorliegt. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir ggf. kurzfristig vor Ort über die Durchführbarkeit eines Termins entscheiden.

Grundsätzlich behandeln wir Ihr Kind unter folgenden Maßnahmen:

  • Es gilt die 3G-Regelung: Am Eingang des Klinikums wird der entsprechende Nachweis (geimpft, getestet oder genesen) kontrolliert. Bitte halten Sie den Nachweis bereit und planen die Kontrolle zeitlich ein.
  • Grundsätzlich lassen wir eine*n Patient*in mit einer Begleitperson zu. Bei Sprachproblemen oder anderen besonderen Situationen gehen wir individuell vor.
  • Wir halten Abstand und geben uns nicht die Hand.
  • Sie, Ihr Kind und auch wir tragen einen Mund-Nasenschutz.
  • Wenn Kinder noch sehr klein sind oder den Mundschutz als Bedrohung empfinden, verzichten wir darauf, das Wichtigste ist Abstand-halten. In bestimmten Fällen nutzen wir dann eine Plexiglas-Trennscheibe oder ein Visier.
  • Vor dem Betreten der Untersuchungsräume und danach sollten Sie die Hände desinfizieren.
  • Die Termine werden so kurz wie nötig gehalten. Dennoch müssen Sie mit einer Dauer von 60 – 90 Minuten rechnen.
  • Im Wartebereich sollten Sie auch auf den Mindestabstand von 1,5 Meter achten. Der Wartebereich wurde so verändert, dass nur drei Parteien dort warten können. Spielmaterial wurde entfernt bzw. abgedeckt. Ansonsten können Sie in der Halle vor dem SPZ warten.

Da wir selbst auch lernen müssen mit der Situation umzugehen, können sich kurzfristige Änderungen dieser Maßnahmen ergeben. Auch kann es sein, dass wir Untersuchungstermine vorzeitig beenden, weil eine Untersuchung unter den genannten Bedingungen nicht sinnvoll ist.

Wir verstehen, dass Sie vielleicht durch die Dauer der Corona-Epidemie genervt sind, oder unsere Maßnahmen für übertrieben halten. Sie sollten aber bedenken, dass wir hier täglich viele Patientenkontakte haben und mit diesen länger in einem Raum sind als in einer normalen Arztpraxis. Die Maßnahmen dienen also letztlich nicht nur unserem, sondern insbesondere auch Ihrem Schutz.

Auf jeden Fall hoffen wir, Ihren Fragen ausreichend gerecht zu werden. Bitte wenden Sie sich bei Unklarheiten an unser Sekretariat. 

Ihr SPZ-Team
Stand: Oktober 2021

Über das Zentrum

Das SPZ ist eine ärztlich geleitete Ambulanz, in der ein multiprofessionelles Team Kinder von 0 bis 18 Jahren behandelt, die eine Entwicklungsstörung oder eine neurologische Erkrankung haben. Hier sind Kinderärztinnen und -ärzte sowie Psychologinnen, Ergotherapeutinnen, Physiotherapeutinnen, Logopädinnen, Heil- und Sozialpädagoginnen und eine EEG-Assistentin tätig. Nach einer umfassenden Untersuchung erarbeiten wir mit den Eltern einen Behandlungsplan und stehen für eine regelmäßige Weiterbetreuung zu Verfügung.

Wir untersuchen Kinder mit: Entwicklungsverzögerungen und -störungen, sprachlichen und motorischen Entwicklungsstörungen, ADHS, Autismus, Lernstörungen und Körperbehinderungen, zum Beispiel Zerebralparese.

Spezielle Schwerpunkte sind: Kinderneurologie, Down-Syndrom, Kontinenzstörungen und Frühgeborenen-Nachsorge.

Erkrankungen und Behandlungen

Wir behandeln Kinder und Jugendliche von 0 bis 18 Jahre. Insbesondere werden Kinder bei uns untersucht,

  • wenn sich ein Kind anders entwickelt als andere Kinder
  • wenn ein Kind Auffälligkeiten in der Sprache zeigt
  • wenn ein Kind sich langsamer oder auffällig motorisch entwickelt
  • wenn Sie vermuten, dass die geistige Entwicklung beeinträchtigt ist
  • wenn ein Kind anhaltende Schulschwierigkeiten hat
  • wenn eine Nachsorgeuntersuchung als Hochrisiko-Neugeborenes und Frühgeborenes benötigt wird
  • wenn ein Kind eine neurologische Erkrankungen z.B. Bewegungsstörungen hat
  • wenn ein Kind epileptische Anfälle hat
  • wenn ein Kind Verhaltensprobleme zeigt, die zur Vermutung eines Autismus oder ADHS  führen
  • wenn bei einem Kind ein genetisches Syndrom vorliegt oder vermutet wird
Schwerpunkte
Epilepsie

Wir übernehmen die ambulante Behandlung von Kindern mit einer Epilepsie. Dazu gehören die Ableitung von EEGs im Wachen oder nach Schlafentzug, die ärztliche neurologische Untersuchung und die Einstellung auf Medikamente. Demnächst bieten wir auch ein Epilepsie-Training an (FAMOSES).

Kontinenz

Kinder können aus verschiedenen Gründen eine Inkontinenz aufweisen. Dies bedeutet eine mangelhafte Kontrolle der Ausscheidungsfunktionen von Stuhl und Urin. Gründe für eine Inkontinenz können sein: 

  • Angeborene Fehlbildungen (z.B. Spina bifida)
  • Verhaltensstörungen
  • Entwicklungsstörungen

In dieser Sprechstunde wird durch eine Urotherapeutin und einen Kinder- und Jugendarzt eine ausführliche Anamnese und Beratung durchgeführt. Ebenso werden weitere diagnostische Schritte wie Sonografie, Uroflowmetrie und Protokolle geplant. Häufig ist eine längerfristige Behandlung und Begleitung erforderlich. Weitere Informationen finden Sie hier. Die Anmeldung erfolgt mit dem SPZ-Fragebogen

Frühgeborenen-Nachsorge

Ehemalige Frühgeborene und Risiko-Neugeborene zeigen häufiger Probleme der Entwicklung. Eine Ärztin und eine Physiotherapeutin untersuchen die Kinder, beraten die Bezugspersonen und machen Vorschläge zur Entwicklungsförderung. Im Alter von 2 Jahren werden ehemals sehr kleine Frühgeborene in einer ausführlichen Entwicklungsdiagnostik untersucht, nicht zuletzt, weil dies für neonatologische Abteilungen vorgeschrieben ist.

Kontakt

Sozialpädiatrisches Zentrum am Johannes Wesling Klinikum
Hans-Nolte-Straße 1, 32429 Minden
Telefon 05 71 / 7 90 40 51, Fax 05 71 / 7 90 29 40 51
Montag bis Donnerstag, 8 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr
Freitag, 8 bis 12 Uhr
E-Mail: spz-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Untersuchung im SPZ

Zum vereinbarten Termin benötigen wir: 

  • einen Überweisungsschein (gilt nicht für Privatversicherte)
  • die Krankenversichertenkarte
  • das gelbe Vorsorgeheft
  • wichtige Vorbefunde
  • wenn Sie mögen ein Foto von Ihrem Kind

Wir benötigen häufig mehr als einen Termin, um Ihrem Kind wirklich gerecht zu werden. Diese weiteren Termine würden wir dann hier mit Ihnen vereinbaren. Bitte beachten Sie auch, dass wir Ihr Kind nicht untersuchen können, wenn es im selben Quartal in einem anderen SPZ oder in einer Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie behandelt wird.

Nach einer umfassenden Untersuchung erarbeiten wir mit den Eltern einen Behandlungsplan und stehen für eine regelmäßige Weiterbetreuung zu Verfügung.

Diagnostik Ärzte und Ärztinnen

Anamnese

  • Ausführliche Anamnese (Kind, Eltern, weitere Bezugspersonen) 

  • Detaillierte Durchsicht aller Vorbefunde

 Untersuchung

  • Ausführliche körperliche Untersuchung inklusive  einer neurologischen Untersuchung 

  • Entwicklungsneurologische Untersuchung

  • Interaktions-/Kommunikationsbeobachtung 

 Weiterführende Schritte

  • Planung der weiteren Entwicklungsdiagnostik (Testverfahren, Untersuchung in den anderen Fachbereichen des SPZ)

  • Ggf. Planung einer medizinischen Diagnostik (z.B. EEG, MRT, Labor, Stoffwechsel, Genetik)

 Erarbeiten des Behandlungs- und Förderkonzeptes

  • Hierzu gehört die Frage, ob ein Kind eine Therapie  in Sinne eines Heilmittels benötigt (zum Beispiel Logopädie)

  • Ob eine Frühförderung beantragt werden sollte

  • Ob eine sonderpädagogische Förderung in Kindergarten oder Schule sinnvoll ist

  • Ob die Vorstellung in einer anderen Spezialambulanz (zum Beispiel Kinder- und Jugendpsychiater) sinnvoll ist

Diagnostik Psychologie – Pädagogik

Anamnese

  • Ausführliche Anamnese (mit Kind, Eltern, weitere Bezugspersonen)
  • Ausführliche Umfeldanamnese (z.B. Kindergarten, Schule)
  • Auswertung von Fragebögen 
  • Detaillierte Durchsicht aller Vorbefunde

Untersuchung

  •  Ausführliche Befragung symptomorientiert
  • Erfassung der Interaktions- und Kommunikationsstrukturen der Familie
  • Testverfahren zur Ermittlung des Entwicklungsstandes in den Bereichen 
    • kognitive Entwicklung
    • emotionale und soziale Entwicklung
    • schulische Fertigkeiten wie Lesen und Schreiben
    • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Spezielle Testverfahren zur Diagnostik eines Autismus oder ADHS

 Behandlung

  • Erarbeiten des Behandlungs- und/oder Förderkonzeptes
  • Koordination der Behandlung mit externen Stellen (zum Beispiel Psychotherapeuten, Schulen, KiTa)
  • Spiel- und Entwicklungsberatung
  • Schlafberatung
  • Sozialrechtliche Beratung
  • Videogestützte Interaktionsanalyse und -beratung (nach Marte Meo)
Diagnostik Therapie

Ergotherapie

  • Überprüfung des sensomotorischen Entwicklungsstandes und der visuellen Wahrnehmung
  • Diagnostik und Beratung von Kindern mit Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen
  • Betätigungsorientierte, klientenzentrierte Assessments zur Behandlungsplanung und Zielfindung
  • Hilfsmittel- und Teilhabeberatung nach der ICF-CY
  • Mediensuchtprävention, Beratung zum Umgang mit digitalen Medien in der Familie

 Logopädie

  • logopädische Anamnese und Analyse aller sprachlichen Ebenen (Wortschatz, Grammatik, Artikulation, Sprachverständnis)
  • Beurteilung vorsprachlicher Fähigkeiten
  • Sprachentwicklungstests
  • Diagnostik und Beratung bei frühkindlichen Ess- und Fütterstörungen
  • Beurteilung der Basiskompetenzen für Lese-Rechtschreibleistungen
  • UK-Beratung

 Physiotherapie (Krankengymnastik)

  • Ausführliche Beobachtung der Spontanmotorik
  • Überprüfung motorischer Grenzsteine und motorischer Funktion mittels Testverfahren
  • Hilfsmittelberatung
  • Untersuchung von körperlich behinderten Kindern und Jugendlichen (Zerebralparese)

Besondere Behandlungsverfahren  

  • Galileotraining
  • Psychomotorik in Kleingruppen
Anmeldung im SPZ
So melden Sie Ihr Kind an

Wichtige Information: Warteliste SPZ

Ihr Kinderarzt/Ihre Kinderärztin oder Hausarzt/Hausärztin entscheidet über eine Vorstellung bei uns im SPZ. Alternativ kann dies auch ein Facharzt/eine Fachärztin für HNO, Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie oder Kinder- und Jugendpsychiatrie sein. Bitte sprechen Sie immer vorher mit Ihrem betreuenden Arzt bzw. Ihrer betreuenden Ärztin eine Vorstellung bei uns ab, bevor Sie sich um einen Termin bemühen. 

Anschließend bitten wir Sie, einen Fragebogen auszufüllen, vom betreuenden Arzt unterschreiben zu lassen und uns dann wieder zurückzusenden. Wenn Sie Fragen nicht beantworten möchten, lassen Sie sie einfach offen. Die Informationen werden streng vertraulich behandelt - wie alle medizinischen Daten.

Den Fragebogen finden Sie hier

Nachdem wir Ihren Fragebogen erhalten haben, erhalten Sie eine Eingangsbestätigung Ihres Fragebogens. In sechs bis acht Wochen vor dem Vorstellungstermin vereinbart unser Sekretariat mit Ihnen einen Termin. Bitte beachten Sie, dass alle Sorgeberechtigten mit einer Behandlung im SPZ einverstanden sein müssen. Sie bestätigen dies auf dem Fragebogen.

 

Lernen Sie das Team kennen

Alle
Leitung

Armin Pampel
Ärztlicher Leiter des SPZ
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Telefon: 05 71 / 7 90 40 51
E-Mail: spz-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Saskia Seele
Leitende Psychologin

Telefon: 05 71 / 7 90 40 51
E-Mail: spz-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

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Unser Ziel ist es, jedes Kind angemessen zu fördern, sodass es seinen Platz in der Gesellschaft finden kann.
– Armin Pampel
Klinikfinder