Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin

Klinik mit Herz

Herzlich willkommen in der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin

Auf Höchstleistung programmiert. Drei Milliarden Mal schlägt ein Herz während seines Lebens und bewegt dabei etwa 250 Millionen Liter Blut durch den Körper. Wird dieser Muskel geschwächt oder gerät er aus dem Takt, muss schnell gehandelt werden. Die Klinik für Kardiologie steht für umfassende Untersuchungs- und Behandlungsmethoden auf dem gesamten Gebiet der Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen.

Über die Klinik

In der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin werden jährlich mehr als 5.000 Patientinnen und Patienten versorgt. Schwerpunkte der Klinik sind die Akutversorgung von Patient*innen mit koronarer Herzerkrankung, mit Herzschwäche, Herzklappenfehlern und Rhythmusstörungen. Darüber hinaus gehören im Bereich der Pneumologie die Diagnostik und Behandlung von Bronchial- und Lungenerkrankungen sowie in der Angiologie die konservative Behandlung von Gefäßerkrankungen zum Aufgabengebiet.

Außerdem bietet die Klinik das gesamte Spektrum der internistischen Intensivmedizin. Neben der Akutversorgung werden Patient*innen geplant aufgenommen – zum Beispiel zur Herzkatheterdiagnostik, Implantation von Stents oder zur Abklärung von bisher unklaren Lungenerkrankungen.

Alle Funktionsbereiche der Klinik verfügen über eine moderne apparative Ausstattung, wie zum Beispiel das Kreislauf- und Lungenfunktionslabor, die pneumologische Endoskopie oder ein Linksherzkatheterlabor. Dieses bietet mit einer 24-Stunden-Bereitschaft eine zeitgemäße Behandlung für Patient*innen mit frischem Herzinfarkt.

Eine qualitativ hochwertige Behandlung wird durch fachlich sehr gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte und auch speziell geschultes Pflegepersonal gewährleistet. Der Chefarzt besitzt die Weiterbildungsbefugnis in Innerer Medizin, Kardiologie und Internistischer Intensivmedizin, ein Oberarzt in Pneumologie.

Für Notfälle sind wir bestens gerüstet und rund um die Uhr für Sie da. Die Akutversorgung unserer Patient*innen mit Herzkranzgefäßerkrankungen, Herzschwäche, Herzklappenfehlern und Rhythmusstörungen zählt zu einer unserer wesentlichen Schwerpunkte. Wenn es zum Herzinfarkt in Folge einer koronaren Herzkrankheit kommt, steht für Sie in unserem modernst ausgerüstetem Herzkatheterlabor sieben Tage die Woche ein 24-Stunden-Dienst bereit. Unser kompetentes Notfallteam gewährleistet, dass Notfälle innerhalb kürzester Zeit nach individuellen Behandlungskonzepten versorgt und auf höchstem Niveau behandelt werden können. Für die Diagnostik stehen alle modernen Verfahren zur Verfügung. Untersuchungen des Herzens und der herznahen Blutgefäße sind auch nicht invasiv mit der Kernspintomographie und der Computertomographie möglich. Neben der Akutversorgung werden Patienten auch geplant aufgenommen, zum Beispiel zur Herzkatheterdiagnostik oder zur Implantation modernster, sicherer und ggf. auch beschichteter Stents. In zurzeit noch seltenen Einzelfällen implantieren wir resorbierbare Stents, die sich nach zwei Jahren komplett auflösen. Der Vorteil: Es verbleibt kein Fremdmaterial im Gefäß

Zudem werden alle Möglichkeiten einer Schrittmacher- und Defibrillationstherapie angeboten bis hin zur Verödung von krankhaften elektrischen Leitungsbahnen. Besonders innovativ in unserer Klinik ist die Implantation von Herzklappen über die Leistenarterie. Dieses minimal-invasive Verfahren erlaubt durch einen etwa einen Zentimeter kurzen Schnitt im Bereich der Leistenarterie die Implantation von Herzklappen und ersetzt damit die große Brustkorberöffnung. Aber auch diese Methode kommt nur für bestimmte Patient*innen in Frage. Die qualitativ hochwertige Behandlung unserer Patient*innen bauen wir kontinuierlich auf der Grundlage neuester Erkenntnisse und Möglichkeiten aus. Unsere fachlich sehr gut ausgebildeten Ärztinnen und Ärzte und auch speziell geschultes Pflegepersonal machen dies möglich. Um Eingriffe auch in der Nachbehandlung für Sie so angenehm wie möglich zu machen, werden viele der Herzkatheter über die Handarterie durchgeführt. Neben dem größeren Komfort führt dies zu einer schnelleren Mobilisation. Die lange Liegedauer entfällt, der*die Patient*in kann kurz nach dem Herzkatheter wieder aufstehen.

Darüber hinaus decken wir das gesamte Spektrum der internistischen Intensivmedizin ab und versorgen alle intensivpflichtigen Patient*innen aus dem gesamten Gebiet der Inneren Medizin, u.a. nach Nierenversagen, Darmblutungen, schweren lebensbedrohlichen Infektionen oder Vergiftungen. Insbesondere die Patient*innen, die noch andere Begleiterkrankungen haben, profitieren von den zahlreichen medizinischen Experten, die im Klinikum Minden arbeiten (u.a. Lungen-, Nieren-, Magen-Darm-, Gelenk- und Hautspezialisten).

Nicht nur im Mindener Universitätsklinikum selbst arbeiten wir interdisziplinär aufgestellt. Auch mit dem Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen besteht eine enge Kooperation. Enge Verbindungen pflegen wir darüber hinaus auch mit vielen, besonders auch umliegenden Reha-Kliniken.

Die Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin verfügt auf drei Allgemeinstationen über 72 Betten sowie auf der Medizinischen Intensivstation über 16 bis 18 Betten. Durchschnittlich verbringen Patient*innen sechs Tage auf der Station. 

Erkrankungen und Behandlungen
  • Herzkranzgefäßerkrankungen
  • Herzschwäche
  • Herzklappenfehlern
  • Rhythmusstörungen
  • Herzinfarkte
  • Zwei moderne Herzkatheterlabore
  • Kernspintomographie
  • Computertomographie
Transradiale Punktionstechnik – Mehr Patientenkomfort und Sicherheit: Herzkatheter über die Pulsschlagader am Handgelenk

Für die Linksherzkatheteruntersuchung und die Behandlung von Verengungen der Herzkranzgefäße wird üblicherweise die Arteria femoralis (Leistenschlagader), also ein Zugang von der Leiste aus gewählt. Allerdings können durch die tiefe Lage der Blutgefäße in der Leiste Blutungskomplikationen auftreten. Ein größerer Druckverband ist daher erforderlich. Für die meisten Patient*innen ist das lange Liegen (bis zu 12 Stunden) der unangenehmste Teil des gesamten Eingriffes.

Durch die Anwendung des alternativen „transradialen“ Zugangsweges über die Arterie des Handgelenkes können Blutungen an der Punktionsstelle deutlich verringert werden. Der*die Patient*in muss nach der Untersuchung nicht mehr im Bett liegen und kann praktisch noch im Katheterlabor aufstehen.

Komplikationen durch die Punktion sind sehr selten und können in der Regel sicher gehandhabt werden.

Abgesehen von wenigen Ausnahmen, zum Beispiel einer zu kleinen Pulsschlagader, hat sich der Eingriff vom Handgelenk aus nicht nur bei besonders übergewichtigen oder ältere*n Patient*innen bewährt, sondern auch bei Eingriffen die eine verstärkte Hemmung der Blutgerinnung bedürfen, wie dem akuten Herzinfarkt.

Unsere Kardiologische Klinik hat mit einer sehr hohen Erfolgs- und niedrige Komplikationsrate hinreichend Erfahrung bei der transradialen Punktionstechnik vom Handgelenk aus gesammelt und sich entsprechend spezialisiert. Für die Patient*innen bedeutet dies einen erheblichen Zugewinn an Sicherheit und Komfort.

Die Internistische Intensivstation

Auf den internistischen Intensivstationen des Johannes Wesling Klinikums werden Patient*innen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen aus dem Gebiet der Inneren Medizin behandelt. Für die spezielle Behandlung stehen verschiedene Verfahren der künstlichen Beatmung, Nierenersatztherapie sowie sogenannte extrakorporale Lungen- und Herzkreislaufunterstützungsverfahren (Impella, ECMO) zur Verfügung. Um Veränderungen des Gesundheitszustandes jederzeit erkennen und behandeln zu können, werden Patienten 24 Stunden am Tag an Monitoren überwacht. Das Herzkatheterlabor und radiologische Diagnostiken (CT, MRT) sind rund um die Uhr verfügbar.

Auf der Intensivstation arbeiten Ärzte und Ärztinnen, Pflegekräfte, Physiotherapeut*innen und Logopäd*innen Hand in Hand, um Patientinnen und Patienten in allen Bereichen zu unterstützen, um ihre Kräfte und Selbständigkeit erhalten zu können.

Die Klinik erfüllt die Anforderungen eines Zentrums zur Behandlung von „Herzstillständen“ (Cardiac Arrest Center). Die sogenannte Chest Pain Unit, die Brustschmerz-Station, wurde bereits dreimal erfolgreich zertifiziert.

Cardiac Arrest Center

Im Cardiac Arrest Center wird die hochspezialisierte Versorgung von Menschen mit einem Herzstillstand ermöglicht. Grundlage ist die enge Zusammenarbeit der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin, der Zentralen Notaufnahme und des Rettungsdienstes des Kreises Minden-Lübbecke. 

Über eine spezielle Rufnummer wird die Kardiologie bereits aus dem Rettungswagen über den Zustand des bald eintreffenden Patient*innen mit Herzstillstand informiert. Auf Basis einer Checkliste wird das Krankheitsbild abgefragt, um die Weiterbehandlung festlegen zu können. Fährt der Rettungswagen wenige Minuten später in der Notaufnahme vor, warten in einem der Schockräume bereits ein Intensivarzt und ein speziell geschultes Notfallteam.

Chest Pain Unit

Die Chest Pain Unit (CPU) ist die sogenannte Brustschmerz-Einheit der Kardiologie. Die kardiologische Station ist speziell für die Diagnostik und Therapie von Brustschmerzen ausgestattet, um deren Ursache schnellstnöglich auf den Grund zu gehen. 

Als eine der ersten in ganz Deutschland wurde die Chest Pain Unit des Mindener Uniklinikums drei Mal in Folge von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie-, Herz- und Kreislaufforschung (DGK) für die hervorragende Arbeit ausgezeichnet.

Lernen Sie das Klinikteam kennen

Alle
Leitung
Sekretariat

Prof. Dr. Marcus Wiemer
Direktor
Kardiologie

Bettina Gagelmann
Chefarztsekretariat

Telefon: 05 71 / 7 90 31 01
E-Mail: kardiologie-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

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Mein Team und ich kümmern sich um Ihr Herz!
– Prof. Dr. Marcus Wiemer
Klinikfinder