Knapp 1.000 Euro für Frühchenpuppe Paul

Beim Bünder Bauernmarkt sammeln die Mühlenkreiskliniken gemeinsam mit dem Imkerverein Bünde Spenden für die Anschaffung der Simulationspuppe Paul

Über die Kooperation und die tolle Spendenresonanz von knapp 1.000 Euro auf dem Bauernmarkt in Bünde freuten sich Astrid Kleine, Teamleitung auf der Frühchenstation E11, Hans Dieter Stevens, stellvertretend für den Imkerverein Bünde und Nicole Wulf-Schnelle, Referentin für Fundraising der Mühlenkreiskliniken.

Mit viel Engagement, großem Interesse und großer Spendenbereitschaft haben die Besucherinnen und Besucher des Bünder Bauernmarktes im Oktober ein wichtiges Projekt der Mühlenkreiskliniken unterstützt: die Anschaffung der Frühchenpuppe „Paul“ für die Kinderklinik im Johannes Wesling Klinikum in Minden. Am gemeinsamen Stand mit dem Imkerverein Bünde im Museumsgarten kamen knapp 1.000 Euro in bar zusammen. Darüber hinaus nutzten zahlreiche Menschen die Gelegenheit, sich über das Projekt und die besonderen Herausforderungen bei der Versorgung von Frühgeborenen zu informieren.

Ermöglicht wurde die Teilnahme der Mühlenkreiskliniken durch die Einladung und tatkräftige Unterstützung des Imkervereins Bünde. Der Verein hatte sich im Vorfeld dazu entschieden, das Spendenprojekt zu unterstützen und dem Thema auf dem gut besuchten Bauernmarkt eine Bühne zu geben. Die Begegnungen am Stand zeigten eindrucksvoll, wie sehr das Thema die Menschen bewegt: Es entstanden viele persönliche Gespräche über die eigenen Erfahrungen mit zu früh geborenen Kindern, interessierte Nachfragen, was es mit der Simulationspuppe auf sich hat und wertvolle Begegnungen zu möglichen Kooperationen.

„Wir sind begeistert von dem großen Interesse und freuen uns sehr, dass meine Kollegin Astrid Kleine, Teamleitung auf der Frühchenstation E11 und ich auf dem Bünder Bauernmarkt so viele Menschen für unser Projekt begeistern konnten“, sagt Nicole Wulf-Schnelle, Referentin für Fundraising der Mühlenkreiskliniken. „Jede Spende bringt uns unserem Ziel näher. Unser herzlicher Dank gilt dem Imkerverein Bünde für die Einladung und die großartige Unterstützung sowie allen Besucherinnen und Besuchern, die sich informiert und mit einer Spende beteiligt haben.“

Für den Imkerverein Bünde war die Unterstützung des Projektes eine Herzensangelegenheit. „Als Imkerverein setzen wir uns für den Schutz und die Zukunft unserer Natur ein. Gleichzeitig ist es uns wichtig, auch Verantwortung für die Menschen in unserer Region zu übernehmen. Gerade die Kleinsten brauchen besonderen Schutz und die bestmögliche Versorgung. Deshalb unterstützen wir das Projekt Frühchenpuppe Paul von Herzen. Es ist schön zu sehen, was entstehen kann, wenn Menschen zusammenkommen, sich informieren und gemeinsam helfen. Wir freuen uns, dass wir mit unserer Einladung und dem gemeinsamen Stand einen Beitrag zu diesem wertvollen Projekt leisten konnten und 1.000 Euro Spenden zusammenkamen“, so, Hans Dieter Stevens, stellvertretend für den Imkerverein Bünde.

Hinter dem Spendenprojekt steht ein konkretes Ziel: Die Mühlenkreiskliniken möchten die Frühchenpuppe „Paul“ für die Kinderklinik am Johannes Wesling Klinikum in Minden anschaffen. Paul ist rund 35 Zentimeter groß, wiegt etwa 1.090 Gramm und entspricht damit ungefähr einem Frühgeborenen in der 28. Schwangerschaftswoche.

Anders als eine herkömmliche Puppe ist Paul eine hochentwickelte medizinische Simulatonspuppe. Dank seiner realitätsnahen Anatomie, moderner Mechanik und Sensorik sowie eines speziell nachgebildeten Atemwegs können Ärztinnen und Ärzte sowie Intensivpflegeteams die Versorgung extrem kleiner Frühgeborener unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren. Dazu gehört auch das Üben kritischer Situationen und medizinischer Notfälle. Regelmäßiges Training kann dazu beitragen, die Handlungssicherheit des medizinischen Personals zu stärken und die Versorgungsqualität für die kleinsten Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern.

Mit der Frühchenpuppe „Louise“ verfügen die Mühlenkreiskliniken bereits über eine erste, durch Spenden finanzierte Puppe. Sie wird unter anderem eingesetzt, um werdenden Eltern den sicheren Umgang mit ihrem frühgeborenen Kind näherzubringen und Pflegefachpersonal bei Schulungen zu unterstützen. Paul soll dieses Angebot um anspruchsvolle Simulationstrainings für die neonatologischen Ärzte- und Intensivteams erweitern.

Die Anschaffung der Simulationspuppe ist mit erheblichen Kosten verbunden und kann nicht allein aus den regulären Finanzierungsmitteln der Kliniken getragen werden. Deshalb sind die Mühlenkreiskliniken auf die Unterstützung engagierter Menschen, Vereine und Unternehmen aus der Region angewiesen.

Weitere Informationen zum Spendenprojekt und zu den Möglichkeiten, die Anschaffung der Frühchenpuppe Paul zu unterstützen, gibt es unter: https://www.muehlenkreiskliniken.de/fruehchenpuppe

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