Neubauprojekte

Starke Standorte für morgen

Gutachten

Im Laufe des Prozesses sind mehrere Fachgutachten beauftragt worden. Alle Gutachten wurden öffentlich vorgestellt.  Die Gutachten sind zudem in Langform im Folgenden veröffentlicht. An wenigen Stellen, die schützenswerte Unternehmensgeheimnisse betreffen, wurden Schwärzungen vorgenommen.

Gutachten zur medizinstrategischen Entwicklung

Lohfert & Lohfert | September 2021

Das Lohfert-&-Lohfert-Gutachten aus dem Jahr 2021 war der Auftakt der aktuellen Neubaudiskussion. In dem Gutachten werden die Entwicklungsperspektiven der Mühlenkreiskliniken unter Berücksichtigung der Veränderungen der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen, des Krankenhausplans NRW der Wirtschaftlichkeit sowie einer Markt- und Wettbewerbsanalyse beleuchtet. Das Gutachten anaylsiert umfassend die Stärken und Herausforderungen der einzelnen MKK-Standort und gibt Empfehlungen zur weiteren Entwicklung.  Die Zusammenfassung lautet: "Die Analyse des Gutachtens empfehlen eindeutig das Szenario 1, also einen Neubau im Lübbecker Land und in Bad Oeynhausen, weiter zu verfolgen. [...] Von einer Fortführung des Status-Quo, also einem Verzicht auf strukturelle Änderungen, wird dringend abgeraten"

Das Gutachten in der Langversion finden Sie hier: Lohfert-&-Lohfert-Gutachten

Institute for Health Care Business (hcb.) | September 2023

Aufgrund von weiteren Änderungen in der Krankenhausplanung auf Bundes- und Landesebene wurde Anfang 2023 der Beschluss gefasst, die bisherigen Pläne von einem zweiten Gutachten zu überprüfen. Hierzu wurde auf Empfehlung der Bürgerinitiative das Beratungsunternehmen Institute for Health Care Business (hcb.) des Gesundheitsökonomen Prof. Dr. Boris Augurzky ausgewählt. 

Das Ergebnis: 

 Die bestehende, historisch gewachsene Standortstruktur ist langfristig nicht zukunftsfähig. Eine Konzentration der stationären Versorgung auf wenige, leistungsfähige Standorte wird empfohlen.

•    Gegenüber den ersten Planungen schrumpfen die Neubauten
•    Das Krankenhaus Bad Oeynhausen soll nicht am jetzigen Standort mit der AVK in einem Neubau fusionieren, sondern durch einen Anbau am Standort AVK 
•    Das Investitionsvolumen reduziert sich durch die weitere Verkleinerung der Standorte 

Das Gutachten finden Sie hier: Institute for Health Care Business. Die ergänzende Entscheidungsvorlage finden Sie hier.

Sanierungsgutachten Krankenhaus Lübbecke

Eigene Analyse zur Gebäudesubstanz | 2019

Ein intern erarbeitetes Gutachten zur Gebäudesubstanz des Krankenhauses Lübbecke wurde im Jahr 2019 erstellt. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass  das Gebäude kaum sanierungsfähig sei. Das Gutachten aus dem Jahr 2019 hat einen Investitionsbedarf in Höhe von 155 Mio. Euro aufgezeigt. Dabei wurde eine reine Bestandssanierung ohne Verbesserungen zu Grunde gelegt. 

Das Gutachten finden Sie hier: intern erarbeitetes Gutachten
 

Architekturbüro Nickl & Partner | September 2023

Ein zweites Gutachten hat das Architekturbüro Nickl & Partner im September 2023 zur Evaluierung der internen Erkenntnisse erstellt. Die Ergebnisse: 

  • Geschosshöhen und Rohbaukonstruktion stellen ein grundsätzliches Entwicklungshemmnis dar
  • Tragwerk (Raster 7,20 × 7,20 m) ist nicht kompatibel mit heutigen Stationsstandards
  • Fassaden, Dächer und technische Anlagen erfüllen nicht die aktuellen Anforderungen
  • Zu geringe Zimmerbreiten  
  • Hoher Wege- und Personalaufwand durch Grundrissstruktur
  • Stationszuschnitte ungeeignet für moderne psychiatrische Versorgung
  • Elektro-, Kommunikations-, Wasser- und Abwassersysteme abgängig
  • Nachrüstung im laufenden Betrieb nur eingeschränkt möglich, mit erheblichen Betriebsunterbrechungen

Nickl & Partner ermitteln einen Sanierungsbedarf in Höhe von 216 Mio. Euro für 178 somatische und 160 psychiatrische Betten. Eine Bettenzahl von 400 Betten (200 Betten Somatik, 200 Betten Psychiatrie) sei aufgrund der Gebäudestruktur aufwändiger und damit noch deutlich teurer. Zusammenfassend schränkt Nickl & Partner ein, dass: 

  • eine tiefgreifende Sanierung einer wirtschaftlich kaum vertretbaren Teilerneuerung eines strukturell ungeeigneten Gebäudes entspräche
  • hohe Investitionen keine nachhaltige Zukunftsfähigkeit garantieren würden
  • erhebliche Risiken hinsichtlich Kosten, Termine und Betriebsunterbrechungen bestehen
  • die Dauer einer Sanierung länger dauern würde als ein Neubau und in der Bauzeit zu massiven Betriebsunterbrechungen und Einschränkungen führen würde 

In den Sanierungskosten von 216 Mio. Euro nicht eingepreist wurde in dieses Gutachten etwaige Leistungsausfälle durch eine Sanierung im Bestand.

Das Gutachten finden Sie hier: Architekturbüro Nickl & Partner

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