Forschung

Die Mediziner*innen der Mühlenkreiskliniken sind auch in der wissenschaftlichen Forschung aktiv. Im Zentrum steht bislang die klinische Erprobung neuer Verfahren und Therapien. Dadurch ergibt sich ein unmittelbarer Nutzen für die Patientinnen und Patienten, die so jederzeit Zugang zu den neuesten medizinischen Therapien erlangen. Aber auch einige Projekte im Bereich der Grundlagenforschung sind im Rahmen der Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum angestoßen worden. Darüber hinaus stehen die Ordinarien der Mühlenkreiskliniken für Promotions- und Habilitationsvorhaben zur Verfügung. Die universitären Kliniken und Institute haben folgende Forschungsschwerpunkte (Liste wird laufend aktualisiert):

Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Arbeitsfeld und Methoden:

  • Geburtshilfe: Epidemiologische Betrachtung und Auswertung eines großen Patientinnenkollektivs eines Maximalversorgers
  • Thromophilie in Gynäkologie und Geburtshilfe: Epidemiologie und laboranalytische Verfahren in enger Kooperation mit dem Herz- und Diabeteszentrum NRW, Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin
  • Klinik und Pathophysiologie von Endometriose und Uterus myomatosus; Kooperation mit dem Zelllabor der Universitätsfrauenklinik Münster im Aufbau (eigene Vorarbeiten: u.a. DFG-gefördertes Projekt auf diesem Arbeitsgebiet)
  • Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie (AGO) – Studiengruppe Ovar
  • Das Mamma-Carcinom und seine Vorstufen – gibt es spezifische metabolische Veränderungen; Massenspektrometrie Imaging (MSI), in enger Kooperation mit dem Projektleiter Prof. Kellner (Institut für Pathologie am JWK Minden)

Aktuelle Themen/Projekte:

  • Retrospektive Analyse der Therapieergebnisse von Patientinnen mit Frühgeburtsbestrebungen (Aktuell abgeschlossene Promotionsarbeit)
  • Effekt des schwangerschaftsinduzierten Diabetes mellitus (GDM) auf die Entwicklung von Mutter und Kind in graviditate; eine retrospektive und prospektive Analyse
  • Rationale für die deutlich gestiegene Sectiorate in deutschen Kliniken – unter besonderer Beachtung des Landes NRW; Aufbau einer Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), Arbeitsgruppe Qualitätssicherung
  • Schwangerschaft und Gerinnung; Vorsitz und Vortrag im Rahmen des ersten Symposiums der Sektion Hämostaseologie der DGKL und des 5. Nordwestdeutschen Hämostaseologischen Symposiums (23.11./24.11.2018, HDZ NRW Bad Oeynhausen)
  • Promotionsarbeit mit dem Thema: Endometrioseassoziierte Malignome – eine retrospektive Analyse an der Universitätsfrauenklinik Minden; aufbauend auf der aktuellen S2K-Leitlinie für die Diagnostik und Therapie der Endometriose

Zusammenfassung:
Die Universitätsfrauenklinik Minden ist eine Klinik der überregionalen medizinischen Spitzenversorgung (etabliertes Brustzentrum des Landes NRW; Erfüllung der Vorgaben eines gynäkologisch-onkologischen Zentrums; etabliertes Pränatal-Zentrum des Level 1). Dadurch bedingt werden eine Vielzahl von Patient*innen mit u.a. sehr komplexen benignen sowie malignen Krankheitsbildern klinisch versorgt. Hierdurch liegt der Schwerpunkt der Forschung zunächst auf epidemiologischen Untersuchungen gynäkologisch-geburtshilflicher Fragestellungen. Hieraus ergeben sich Kooperationen mit grundlagenwissenschaftlich orientierten Instituten und Laboratorien – wie dem speziellen Gerinnungslabor des HDZ NRW Bad Oeynhausen, dem Pathologischen Institut am JWK Minden, dem Zellkulturlabor der Universitätsfrauenklinik Münster. Diese Kooperationen sind im Aufbau und sollen in Zukunft weiter gestärkt werden.

Existierende Konsortien:

  • Pathologischen Institut am JWK Minden (Leiter Prof. Dr. U. Kellner)
  • Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin des Herz- und Diabeteszentrums NRW, UK RUB
  • Forschungslabor der Universitätsfrauenklinik Münster 
Leitung

Prof. Dr. Philipp Soergel
Direktor

Telefon: 05 71 / 7 90 41 01
E-Mail: frauenklinik-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie und Palliativmedizin

Arbeitsfeld und Methoden:
Wissenschaftlicher Schwerpunkt der Klinik sind die chronischen myeloproliferativen Neoplasien (MPN). Die Abteilung gehört nach den Kriterien der deutschen Studiengruppe MPN (GSG-MPN) zu den 11 sogenannten Centers of Excellence für diese Erkrankungsgruppe in Deutschland. Die Förderung der Abteilungsforschung erfolgte bisher durch die Jose-Carreras-Stiftung und das Kompetenznetz akute und chronische Leukämien. Der Abteilungsdirektor Professor Grießhammer ist Leiter der deutschen Studiengruppe MPN (GSG-MPN). Die Gruppe hat zur weiteren Förderung im April 2018 einen Verbundantrag beim BMBF eingereicht (Titel: „Target-MPN“, Koordinator: Prof. Dr. F. Heidel, Uni Jena). Im Rahmen des European Leukemia Network vertritt der Abteilungsleiter die Forschungsaktivitäten der MPN in Europa. Im Oktober 2014 erhielt er zusammen mit anderen Europäischen Experten von der European Hematology Association (EHA) den Aufruf die European Hematology Research Roadmap für MPN zu erstellen. Aktuell ist ein von der Firma Novartis mit 10 Millionen Euro unterstütztes Forschungsprojekt (Koordination über Universität Heidelberg/Mannheim: Prof. Dr. A. Reiter), das E-MPN (für European MPN Initiative), genehmigt und in der Realisierungsphase.

Neben zahlreichen klinischen Studien auf dem Gebiet sind weitere feste Schwerpunkte der Abteilung die molekulare Charakterisierung der MPN mittels NGS (next generation sequencing) und insbesondere die Untersuchung sogenannter triple negativen Fälle mittels whole genome sequencing.

Aktuelle Themen/Projekte:

  • Registerstudie und Biobanking der MPN im Rahmen der GSG-MPN (bisher 182 MPN Patient*innen aus Minden eingebracht - Kooperation Uni Ulm, Prof. Dr. K. Döhner und Uni Aachen, Prof. Dr. T. Brümmendorf).
  • Investigator-initiated trials (IITs) der GSG-MPN: POMINC Studie (LKP: Prof.Dr. K. Döhner, Uni Ulm), Ruxo-Beat Studie (LKP: Prof. Dr. S. Koschmieder, Uni Aachen) und alloRuxo Studie (Prof. Dr. N. Kröger, UKE Hamburg).
  • Charakterisierung „triple negativer MPN Fälle“ mittels whole genome sequencing (Kooperation Uni Bielefeld, Prof. Dr. J. Kalinowski, CeBiTec).
  • Projekt „Pregnancy in MPN“ im Rahmen des E-MPN (Kooperationspartner: europaweit, alle Mitglieder des E-MPN).
  • Projekt „Clinical course and prognosis of young MPN patients <25 years (Kooperationspartnerin; Prof. Dr. Claire Harrison, London).
  • Projekt „Seondary Neoplasia in MPN” (Kooperationspartner: Prof. Dr. T. Barbui, Bergamo). 
  • NGS bei MPN (bisher > 200 MPN Patient*innen charakterisiert, Kooperationspartner: Dr. M. Tiemann, HämatoPathologisches Institut Hamburg).
  • Abteilungsleiter ist Hauptverfasser der deutschen Onkopedia Leitlinien 2018 der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) für die Myelofibrose und Koautor der europäischen MPN Leitlinien des European MPN Networks.

Zusammenfassung:
Themenschwerpunkte sind die klinische und molekulare Charakterisierung und die Therapieoptimierung der myeloproliferativen Neoplasien (MPN) im Rahmen von prospektiven und kontrollierten Studien. Da es sich bei den MPN um seltene Erkrankungen handelt ist eine Kooperation in Deutschland als Studiengruppe und übergeordnet auf europäischer Ebene im Rahmen der European MPN Working Group von zentraler Bedeutung.

Existierende Konsortien:

  • German Study Group for Myeloproliferative Neoplasms (GSG-MPN), Leiter: Prof. Dr. M. Griesshammer, Minden.
  • Deutsches Kompetenznetzwerk „akute und chronische Leukämie (KNL)“, Leiter: Prof. Dr. R. Hehlmann.
  • E-MPN, als neu geschaffenes Konsortium mit eigenem Projektantrag, Leiter: Prof. Dr. A. Reiter, Mannheim.
  • European MPN Working Group (Leiter: Prof. Dr. T. Barbui, Bergamo)
  • Forschungsförderung OWL Uni Bielefeld / Minden der RUB (Prof. Dr. J. Kalinowski, Bielefeld).
Leitung

Prof. Dr. Martin Griesshammer
Direktor

Telefon: 05 71 / 7 90 42 01
E-Mail: haematologie-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie

Arbeitsfeld und Methoden:
Wissenschaftlicher Schwerpunkt der Klinik sind die neurovaskulären Erkrankungen, insbesondere Bildgebung, Akuttherapie/Intensivtherapie und die Sekundärprophylaxe bei ischämsichen Schlaganfällen und intrazerebralen Blutungen. Die Klinik gehört im nationalen und internationalen Therapiestudien-Umfeld zu den Hochrekrutierern, was unter anderem durch zahlreiche Publikationen reflektiert ist, zwei dieser Studien sind derzeit eingereicht bei Lancet Neurology und im New England Journal of Medicine.

Weitere Kollaborationen bestehen im Umfeld des Kompetenznetzwerkes Schlaganfall, der Deutschen Schlaganfallgesellschaft und der Europäischen Schlaganfallorganisation. Im Rahmen der Internationalen Arbeitsgruppe für Stroke Imaging besteht der fortlaufende Auftrag zur Erstellung von Imaging Roadmaps in der Schlaganfalldiagnostik (siehe Wintermark et al). 

Der Klinikdirektor vertritt auch als Vorstandsmitglied der Europäischen Schlaganfallorganisation Verbundprojekte für Blutungsforschung (RETRACE, Leitung Prof. H. Huttner) und endovaskuläre sowie intravenöse Rekanalisationsverfahren (Leitung Prof G.  Tsivgoulis, Athen)

Neben zahlreichen klinischen Studien auf dem Gebiet sind weitere feste Schwerpunkte der Klinik Phase IV Implementierungsstudien in der Behandlung neuroimmunologischer Erkrankungen, restorative Schlaganfallstudien der Phasen 2-3 (RESTORE), sowie sekundärpräventive Studien (RESPECT-ESUS, THALES) wie auch IITs (ATTICUS, PI Prof. S. Poli, Freiburg).

Aktuelle Themen/Projekte:

  • Siehe oben
  • Klinikdirektor ist Mitverfasser der europäischen Leitlinien zur interventionellen Schlaganfalltherapie.

Zusammenfassung:
Themenschwerpunkte sind die klinische Schlaganfallforschung sowie Implementierung neuer Therapieverfahren bei der Schlaganfallbehandlung.

Existierende Konsortien:

  • Deutsches Kompetenznetzwerk Schlaganfall, Leiter: Prof. Dr. A. Villringer
Leitung

Prof. Dr. Peter Schellinger
Direktor

Telefon: 05 71 / 7 90 35 01
E-Mail: neurologie[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Universitätsinstitut für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin

Arbeitsfeld und Methoden:
Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit im Institut ist die Durchführung klinischer Studien im Bereich der klinischen Anästhesie und Notfallmedizin. In diesem Zusammenhang führen wir eigene, monozentrische Studien durch, beteiligen uns jedoch auch als Studienzentrum an großen multizentrischen Forschungsprojekten (siehe aktuelle Themen / Projekte). 

Aktuelle Themen/Projekte:

  • MAP-OWL – Molekulargenetische Abklärung des plötzlichen oder überlebten Herz-Kreislauf-Todes notfallmedizinischer Fälle unter 50 Jahren
  • Intravaskuläres versus konventionelles Wärmemanagement bei pankreaschirurgischen Eingriffen: eine monozentrische, prospektive, randomisierte, einfach verblindete Studie

Teilnahme als Studienzentrum:

  • Peri-interventional Outcome Study in the ELDERY (POSE). A prospective, multi-centre cohort observational studiy.
  • Prospective, Controlled, Double-Blind, Randomized Multicentric Study On The Efficacy And Safety Of An Early Target Controlled Plasma Volume Replacement Therapy With A Balanced Gelatine Solution vs A Balanced Electrolyte Solution In Patients With Severe Sepsis
  • Hypotens – Therapie einer intraoperativen Hypotension mit Theodrenalin / Cafedrin versus Ephedrin: eine multizentrische, prospektive, cluster-randomisierte, nicht-interventionelle Studie

Zusammenfassung:
Die Teilnahme an den o.a. multizentrischen Studien und die Durchführung der eigenen monozentrischen Studien stehen in Zusammenhang mit mehreren laufenden Promotionsverfahren verschiedener Mitarbeiter des Instituts.

Existierende Konsortien:

  • Im Rahmen der Hypotens-Studie besteht eine Zusammenarbeit mit der Universität Marburg, die die Gesamtstudienleitung dieses Projektes innehat.
  • Ferner besteht für die molekulargenetische Studie „MAP-OWL“ eine enge Kooperation mit dem Erich und Hanna Klessmann Institut für Kardiogenetik von Professor Dr. H. Milting im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen. 
Leitung

Prof. Dr. Bernd Bachmann-Mennenga
Direktor

Telefon: 05 71 / 7 90 44 01
E-Mail: anaesthesie-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Universitätsklinik für Orthopädie

Arbeitsfeld und Methoden: 

  • Arthroskopische Gewebsgewinnung bei liegender Hüftendoprothese zur mikrobiologischen und histologischen Analyse
  • Retrospektive Analyse einer nichtmodularen Revisionsprothese bei der Hüftwechseloperation  
  • Retrospektive Analyse der Behandlung von Patient*innen mit Osteochondrosis Dissecans am Talus

Aktuelle Themen/Projekte:

  • Im Rahmen einer retrospektiven Analyse von 35 Patienten mit liegender Hüftprothese wird der Wert der arthroskopischen gegenüber der offenen Gewebsgewinnung bewertet. Die Analyse der offenen Gewebsgewinnung zur histopathologischen und mikrobiologischen Bewertung erfolgt am UKE Hamburg. Bei allen Patienten erfolgte im Vorfeld die Punktion der betroffenen Hüftendoprothese um ein aseptisches von einem septischen Versagen abzugrenzen. Die Analyse der arthroskopischen Gewebsgewinnung wird diesem gegenübergestellt. Die Sensitivität und Spezifität dieser Gewebsanalyse wird gegenübergestellt zu den Ergebnissen der späteren Wechselendoprothetik 
  • In der Hüftwechselchirurgie gelockerter Prothesenstiele wurden in der Vergangenheit stets modulare Konstrukte gewählt um bei distaler Fixierung des Stieles die rekonstruktion modular im proximalen Anteil zu ermöglichen. Als Alternative werden in jüngster Zeit nicht modulare Prothesen gewählt. In einer retrospektiven Analyse wurden bei einem durchschnittlichen Follow-up von 12 Monaten und einem mindest Follow-up von 3 Monaten 24 Hüftwechseloperation mit dem monoblock Schaft analysiert. Bei allen Patient*innen wurde der Knochendefekt Status am Femur erfasst. Klinisch wurden die Hüftscores, sowie die Lebensqualität erfasst. 
  • Bei 33 Patient*innen mit Knorpelverletzung (Osteochondrosis Dissecans) des Sprunggelenkes erfolgten offene Rekonstruktionen mit einer Knorpelersatz Matrix. Diese wurden bei einem mindest Follow-up von 6 Monaten nach Vorlage der Zustimmung der Ethik Kommission RUB retrospektiv klinisch erfasst. In allen Fällen wurden im Rahmen der Nachuntersuchung eine MRT-Bildgebung zur Erfassung des Knorpelstatus durchgeführt. 

Zusammenfassung:

  • Die arthroskopische Gewebeentnahme zur mikrobiologischen und histologischen Bewertung hat eine hohe Sensitivität und den Vorteil gegenüber der offenen Gewebsentnahme der deutlich niedrigeren Invasivität des betroffenen Patient*innen. 
  • Die wissenschaftliche Arbeit belegt den Einsatz nichtmodularer schäfte in der hüftendoprothesen wechsel chirurgie. trotz fehlender modularität zeigt sich keine vermehrte dislokation. sinterungen sind vergleichbar zu den modularen revisions schäften. eine langfristige betrachtung dieser wechsel schäfte ist bei deutlich einfacherer intraoperativer handhabung sinnvoll.  
  • Die offene Rekonstruktion einer Knorpel-, Knochenverletzung am oberen Sprunggelenk stellt eine hohe Herausforderung dar. Retrospektive Analysen einer Knorpel Ersatz Matrix beweisen zumindest klinisch eine Optimierung der der Beschwerden und Lebensqualität. MRT-Untersuchung unterstreichen bei einer Nachuntersuchungszeit von mindestens 6 Monaten eine noch verbliebene Verletzung der chondralen Strukturen. 

Existierende Konsortien: 

  • UKE Hamburg (Univ.-Prof. Dr. A. Niemeier)
Leitung

Prof. Dr. Christian Götze
Direktor

Telefon: 0 57 31 / 2 47 31 01
E-Mail: orthopaediechirurgie-avk[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Universitätsklinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

Arbeitsfeld und Methoden:

  • Pharmakologie/Pharmakovigilanz (Cluster-randomisierte Studie mit 6 Sequenzen und gestuftem Interventionsbeginn (Stepped-Wedge-Design).
  • Hirntumoren/pädiatrische Onkologie
  • Seltene Erkrankungen (zum Beispiel Hypophosphatasie)

Aktuelle Themen/Projekte:

  • Untersuchungen zur Prävalenz und Epidemiologie der Hypophosphatasie 
  • KidSafe: Implementierung und Evaluation einer neuen Versorgungsform
  • Teilnahme an den entsprechenden Phase I/II-Studien, der AMG-Studien sowie der wissenschaftlichen Begleitprojekte der pädiatrischen Onkologie im Rahmen der Patientenversorgung

Details zur Studie KidSafe: Kinder sind bei der Versorgung mit Arzneimitteln im Hinblick auf deren Sicherheit und nachgewiesene Wirksamkeit benachteiligt. Internationale Studien belegen, dass im stationären Bereich ca. 42 bis 90 Prozent aller Kinder und Jugendlichen Medikamente außerhalb ihrer Zulassung („off-label use“) erhalten und ca. 10 bis 65 Prozent der verordneten Arzneimittel ohne Zulassung (unlicensed use) eingesetzt werden. Studien auf neonatalen Intensivstationen ergaben Prävalenzen von teilweise über 90 Prozent. Im ambulanten Bereich werden ca. 46 bis 64 Prozent aller Kinder und Jugendlichen mittels off-label-Anwendung behandelt und etwa 11 bis 31 Prozent aller Verordnungen sind dabei außerhalb der Zulassung. Aufgrund von off-label-Anwendungen, fehlenden altersgerechten Darreichungsformen und komplexen Dosisberechnungen treten Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) und Medikationsfehler (MF) bei Kindern besonders häufig auf. MF mit dem Potenzial, Patienten zu schädigen, traten in einem Kinderkrankenhaus im Vergleich zu Erwachsenen dreimal häufiger auf (29 versus 9,1 pro 1.000 Behandlungstagen). MF treten in allen Phasen des Medikationsprozesses auf, besonders kritisch ist jedoch die ärztliche Verordnung und – bei kleinen Kindern – die Notwendigkeit der Gabe von Teilmengen (Verdünnungen bei intravenöser Gabe und Teilung von Tabletten) sowie die Applikation von, Medikamenten über eine Sonde [6]. Es ist davon auszugehen, dass 3 Prozent bis 5 Prozent aller stationären Aufnahmen von Kindern aufgrund einer aufgetretenen UAW erfolgen. Die Aufdeckung und Meldung von UAW ist bei Kindern aufgrund der häufigen off-label-Verordnung ,ein besonders wichtiges Instrument der Pharmakovigilanz, weil darüber wichtige Signale zu möglichen Sicherheitsrisiken von Arzneimitteln generiert werden können. Die Melderate bei Kindern ist jedoch gering. Sie betrug 2008 im Vergleich zu der bei Erwachsenen nur die Hälfte (0,45) der Meldungen pro eine Million Personen und muss im Interesse der Sicherheit der Kinder verbessert werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Versorgungsdefizit bei der Arzneimitteltherapie in der Kinder- und Jugendmedizin durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist: 1. Fehlende Informationen zur Anwendung von off-label-Medikamenten, nicht nur bezüglich des Arzneimittels und der Dosis, sondern auch hinsichtlich der Darreichungsform; 2. Im Vergleich zur Erwachsenenmedizin erhöhte Rate an vermeidbaren UAW und MF; 3. Fehlende systematische und kontinuierliche Überwachung der für Kinder und Jugendliche verschriebenen Medikamente. Ziel des Projektes KiDSafe ist es, Versorgungsdefizite in der medikamentösen Therapie von Kindern und Jugendlichen durch die Einführung einer rationalen, evidenzbasierten Pharmakotherapie zu vermindern und die medizinische Versorgung mit Arzneimittel bei Kindern zu verbessern und sicherer zu machen. Durch eine pragmatische Umsetzung des pädiatrisch-pharmakologischen Wissens in die Praxis soll die medikamentöse Therapie strukturierter und sicherer werden und weniger pädiatrische Patienten vermeidbare unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) und Medikationsfehler (MF) erleiden. KiDSafe ist ein Projekt, das das Bewusstsein für die korrekte Anwendung von Pharmaka bei KindernZiel: Das Ziel des KiDSafe Projektes ist es, die Sicherheit bei der Verordnung von Arzneimitteln für Kinder und Jugendliche zu erhöhen. Dies soll durch die regelmäßige Teilnahme niedergelassener Ärzt*innen an pharmakologischen Qualitätszirkeln (=PaedZirk), die Nutzung eines webbasierten Arzneimittelinformationssystems (=PaedAMIS) und die Stimulation praxisseitiger Spontanmeldung unerwünschter Arzneimittelereignisse (UAE) (=PaedReport) erreicht werden. Mit Hilfe der neuen Versorgungsform PaedPharm (PaedAMIS+PaedZirk+PaedReport) soll der Anteil UAE-bedingter stationärer Aufnahmen um ein Drittel (von 3 auf 2 Prozent aller Aufnahmen) gesenkt werden. Nach Abschluss des Projektes soll PaedPharm verstetigt werden, indem sie in die Regelversorgung aufgenommen wird.

Leitung

Prof. Dr. Bernhard Erdlenbruch
Direktor

Telefon: 05 71 / 7 90 40 01
E-Mail: kinderklinik-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Arbeitsfeld und Methoden:
Die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum am Campus OWL ist dem Verbund des Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB) angeschlossen und vertritt in der Forschung die Fächer Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie. Unsere Forschung ist sowohl grundlagenorientiert als auch klinisch ausgelegt. In aktuellen Forschungsprojekten wird der Schwerpunkt auf affektive Störungen gelegt, und die mit diesen Störungen einhergehenden Veränderungen in der Gehirnfunktion und in der Neurokognition, sowie auf die Verbesserung von Behandlungsmethoden. Ergänzend dazu werden in Studien an gesunden Probanden die physiologischen Zusammenhänge zwischen kognitiver Belastung und Veränderungen der Gehirnplastizität untersucht. 

Unsere Klinik verfügt über ein komplett ausgestattetes neurophysiologisches Forschungslabor, in welchem sowohl klinische EEG-Routineableitungen einschließlich Provokationsmethoden für stationäre und ambulante Patient*innen des Hauses als auch neurophysiologische Forschungsuntersuchungen durchgeführt werden. Insbesondere steht hier steht mit der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) eine Methode der nicht-invasive Gehirnstimulation zur Verfügung, welche erlaubt i) verschiedene Marker der neuronalen Erregbarkeit und Plastizität im Gehirn zu bestimmen, wie auch ii) eine kurzzeitig und reversible Beeinflussung der Gehirnaktivität mittels repetitiver Stimulation (repetitive TMS, rTMS) zu induzieren. 

Darüber hinaus bietet das Labor für Neurokognition umfangreiche Möglichkeiten für die Bestimmung von neurokognitiven Parametern mittels PC- gesteuerter Testverfahren (Wiener Testsystem), wie z.B. Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Konzentration und exekutive Funktionen, sowie für die Erhebung von klinischen Verlaufsparametern mittels standardisierter Selbst- und Fremdbeurteilungs-Fragebögen.

Aktuelle Themen/Projekte:

  • Bewegungstraining bei unipolarer Depression: Einfluss auf Kognition, Neuroplastizität und Depressivität. Kooperationsprojekt mit der sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bielefeld, Fachbereich Neurokognition und Bewegung. (Rosenkranz, Brüchle, Schwarzer, Köster, Schneider, Schack) 
  • Vergleich der Effekte von zwei Behandlungsprotokollen mit repetitiver Magnetstimulation (rTMS) auf klinische, neurophysiologische und neurokognitive Marker bei unipolaren Depressionen (Rosenkranz, Scho, Schneider) 
  • Einfluss von kognitiver Belastung auf die neurokognitive Leistungsfähigkeit und die Plastizität des Gehirns bei Gesunden (Rosenkranz, Berns, Schneider) 
  • Einfluss der Therapiemotivation auf den klinischen Outcome von Interventionen mit körperlicher Aktivität, komplementären Therapien und repetitiver Magnetstimulation (rTMS) bei Patient*innen mit unipolarer Depression und Alkoholabhängigkeit (Rosenkranz, Schneefeld, Schneider) 

Zusammenfassung:
Die Forschung an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus OWL untersucht Mechanismen psychischer Störungen - schwerpunktmäßig der Depression- unter Einsatz verschiedener Methoden (nicht invasive Gehirnstimulation mittels transkranieller Magnetstimulation, neurokognitive Testverfahren). Im Vordergrund stehen Untersuchungen zur Plastizität (Veränderbarkeit) des Gehirns bei Depressionen mit der Frage, inwieweit Veränderungen der Plastizität mit klinischen Symptomen und dem Verlauf der Depression, sowie mit neurokognitiven Markern (z.B. Aufmerksamkeit, Gedächtnis, exekutiven Funktionen) korrelieren. Im Weiteren werden durch gezielte Interventionen (körperliche Bewegung; interventionelle nicht-invasive Hirnstimulation) Veränderungen der Gehirnplastizität induziert und auf ihre Auswirkungen auf den klinischen Verlauf der Depression hin getestet. 

Nach dem Start als Universitätsklinik der RUB im Juli 2016 hat die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus OWL in kurzer Zeit mehrere Forschungsprojekte an den Start gebracht, welche gleichzeitig Promotionsprojekte für medizinische Doktoranden/innen darstellen. Bei der ersten Ausschreibung des Forschungsfond OWL war unser Projekt „Bewegung und Depression“ eins von insgesamt fünf geförderten Projekten. 

Auf eine gezielte wissenschaftliche Ausbildung und Förderung von Studierenden im Rahmen ihrer Promotion am Standort Lübbecke durch neurowissenschaftliche Seminare und eine methodisch-praktische Ausbildung im Labor wird besonderer Wert gelegt.

Existierende Konsortien:
„Bewegungstraining bei unipolarer Depression: Einfluss auf Kognition, Neuroplastizität und Depressivität“ in Kooperation mit der Universität Bielefeld, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaften, Arbeitsbereich Neurokognition und Bewegung- Biomechanik (Leitung: Prof. Dr. Thomas Schack).

Gefördert aus Mitteln des Fonds zur Förderung transdisziplinärer, medizinrelevanter Forschungskooperationen in der Region OWL (Bewilligung Dezember 2016).

Bereichsleitung Forschung und Lehre PD Dr. med. Karin Rosenkranz

Leitung

Prof. Dr. Udo Schneider
Direktor

Telefon: 0 57 41 / 35 40 01
E-Mail: seelische.gesundheit[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Universitätsklinik für Augenheilkunde

Arbeitsfeld und Methoden:
Untersuchungen am kornealen Nervenplexus zur Erfassung der diabetischen und anderer peripherer Polyneuropathie-Formen mit Hilfe der kornealen konfokalen Mikroskopie (CCM).

Aktuelle Themen/Projekte:
Korneale konfokale Mikroskopie (CCM) des subbasalen Hornhaut-Nervenplexus bei Patienten mit früher diabetischer Polyneuropathie
Studie E-2015-1
(Augenbelegklinik am JWK / Diabetesklinik am HDZ)

Zusammenfassung:
Durch die Kombination eines konfokalen Laser-Topographen (HRT III, Heidelberg Engineering, Heidelberg) mit dem Rostocker Cornea Modul (RCM) ist eine hochauflösende Darstellung des subbasalen Hornhaut-Nervenplexus möglich. Diese Methode erlaubt neben der Dichte der Nervenfasern auch die Art der Verzweigung und andere Parameter des Nervengeflechts mit Hilfe einer entsprechenden Bildverarbeitungs-Software auszuwerten. Es wurden bisher 30 Kontroll-Probanden und je 30 Diabetiker (Typ 2) ohne und mit beginnender diabetischer Polyneuropathie (NSS 3-4, NDS 3-5) eingeschlossen. Die Auswertung der Ergebnisse wird in Kürze abgeschlossen sein. Zurzeit wird eine Folge-Studie für eine andere periphere Polyneuropathie-Form geplant.

Existierende Konsortien:
Die Arbeitsgruppe besteht bisher aus Mitarbeitern der Augenklinik am Johannes Wesling Klinikum Minden, der Diabetesklinik des Herz und Diabeteszentrums NRW Bad Oeynhausen und der Universitätsaugenklinik Rostock.
Als Studien-Sponsor fungierte die Firma Heidelberg Engineering, Heidelberg.

Leitung

Priv.-Doz. Hans-Joachim Hettlich
Facharzt für Augenheilkunde

Telefon: 05 71 / 828 210
E-Mail: info[at]­augenklinik-minden[dot]de

Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie, Allergologie und Phlebologie

Arbeitsfeld und Methoden:
Dermatoonkologie und Genodermatosen, Morbus Darier, Laserdissektion des Tumormaterials, Sequenzierung, NGS, ddPCR.

Die zur Anwendung kommenden Technologien sind next generation sequencing, insbesondere high-through-put PCR, zudem high-through-put-T-Zell-Rezeptor CDR3-Region sequencing zur Identifizierung von T-Zell-Klonen. Hierzu erforderlich ist die DNA von kryopräservierter Hautbiopsien mit nachfolgender Immunsequenzierung. Die isolierte DNA wird mittels einer next generation sequencing Analyse unterzogen. 

Für die Analyse der Genoinformationen bietet sich neben der klassischen Sanger (Applied Biosystems)-Technologie heutzutage die Illumina-Sequenziertechnik an. Mit Hilfe der Sequenzierautomaten und eine Reihe von speziellen Biochemikalien-Kits können einzelne Kandidatengene (Sanger-Sequenzierung), viele Kandiatengene (panels), das vollständige Exom (Gesamtheit aller kodierenden Genbereiche) oder sogar das Genom eines*einer Patient*in oder eines Tumors bestimmt werden. Die aus dem Gewebe isolierte DNA wird entweder dazu benutzt, mittels Hybridisierungsverfahren bestimmte Genbereiche bzw. das gesamte Exom anzureichern oder gleich mittels PCR und Primersets ausgewählte krankheitsrelevante Gene zu amplifizieren. Sequenzierfirmen haben dazu bereits disease panels konstruiert, die viele bekannte, krankheitsrelevante Gene umfassen. Isolierte DNA oder Amplikons werden anschließend zu Sequenzierbibliotheken  verarbeitet und mit einer vorher kalkulierten Redundanz sequenziert. Anschließend werden die erhaltenen Sequenzdaten auf dem humanen Referenzgenom kartiert und Mutationen (SNPs= single nucleotide polymorphismus) in solchen Regionen bestimmt, die eine genügend hohe Abdeckung aufweisen. Diese SNPs können dann mit Mutationsdatenbanken oder selbst erstellten Daten verglichen werden. Auch Kopienzahlmutationen werden so auffällig. 

Aktuelle Themen/Projekte:
Die genetischen Alterationen in den unterschiedlichen Entwicklungsstadien der kutanen T-Zelle sind sowohl für die aufgeführten Gene, als auch für die betroffenen Signaltransduktionswege nicht bekannt.

Dissertationsarbeiten unter der Leitung von Prof. Stadler und Dr. René Stranzenbach:

  • Untersuchung eines neuen Markerpanels zur Bestimmung der Blutbeteiligung bei Patient*innen mit Mycosis fungoides (und Sézary-Syndroms)
    Frau Annette Bielefeld
  • Identifizierung von krankheitsrelevanten Genvarianten bei Patient*innen mit Dyskeratosis follicularis Darier mittels Next-Generation-Sequenzierung
    Herr Christoph Ulbrich
  • Bestimmung der Variabilität von „copy number variations“ (CNVs) spezifischer Gene in Plaque- und Tumor-Proben unterschiedlicher Patient*innen mit CTCL Subtyp MF
    Frau Hanna Hansen
  • Monozentrische, retrospektive Studie zum Ansprechen von IFN-Alpha bei Patient*innen mit malignen Melanom Stadium IIC (pT4b) im Vergleich zu Patient*innen im Stadium IIB (nur pT4a)
    Frau Janina Praxenthaler
  • Stellenwert der PET/CT-Diagnostik für das Therapieansprechen von BRAF-Inhibitoren (ggf. in Kombination mit MEK) bei B-RAF positiven Patient*innen
    Herr Matthias Tourbier
  • Retrospektive monozentrische Auswertung der Langzeitüberleber bei Melanom Stadium IV
    Herr Vlasios Eleftheriadis
  • MTX-topische – proof of concept
    Herr René Stranzenbach
  • MF-Metho TREX-P’rojekt: POC K34/18-ZKSD: Halbseitenvergleich der topischen Therapie mit Methotrexat (0,5 % in Basiscreme DAC) und einem Klasse III Glukokortikoid bei Patient*innen mit Mycyosis fungoides IIT
    Rene Stranzenbach
  • Incidence of cutaneous T-cell-lymphoma in Germany
    Konzept in Planung
  • Vergleich der Effektivität von Caelys gegenüber Gemcitabin bei Patient*innen mit Mycosis fungoides
    Konzept in Planung

Zusammenfassung:
In dem vorliegenden Forschungsprojekt sollen zehn Proben früher kutaner T-Zell-Infiltrate mit 10 Proben bei fortgeschrittenen T-Zell-Lymphomen verglichen werden, da beide Stadien in einem*einer Patient*in vorkommen können, ist auch ein intraindividueller Vergleich angestrebt. Die zur Anwendung kommenden Technologien sind next generation sequencing, insbesondere high-through-put PCR, zudem high-through-put-T-Zell-Rezeptor CDR3-Region sequencing zur Identifizierung von T-Zell-Klonen. Hierzu erforderlich ist die DNA von kryopräservierter Hautbiopsien mit nachfolgender Immunsequenzierung. Die isolierte DNA wird mittels einer next generation sequencing Analyse unterzogen. 

Existierende Konsortien:

  • Kooperation mit dem CeBiTeC Bielefeld
  • HDZ (Herz- und Diabetes Zentrum Bad Oeynhausen)
Leitung

Prof. Dr. Ralf Gutzmer
Direktor

Telefon: 05 71 / 7 90 45 01
E-Mail: dermatologie-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

Universitätsklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

Arbeitsfeld und Methoden:
Aus historischen Gründen ist die klinische Forschung Schwerpunkt der Klinik.
Hier steht die wissenschaftliche Auswertung neu entwickelter Behandlungsmethoden im Vordergrund.
Eine grundlagenwissenschaftliche Untersuchung in Zusammenarbeit mit Priv Doz. Dr. Dr. M. Scheer, Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsklinikuim Johannes Wesling, befasst sich mit dem Nachweis flüchtiger organischer Verbindungen (sog. volatile organic compounds; VOCs) in der Atemluft des*der Patient*in zur Früherkennung des Pharynx-/Larynxkarzinoms.

Aktuelle Themen/Projekte:
Atemprobengewinnung mit Kollektor-System und VOC Analyse mit Gaschromatographie gekoppelt mit einem Massenspektrometer.

Zusammenfassung:
Die wissenschaftliche Auswertung der Therapieergebnisse ermöglicht eine korrekte Bewertung der verschiedenen Verfahren und gibt damit dem*der Patient*in die Möglichkeit die bestmögliche Therapie zu erhalten; aktuell u.a. prospektive Studie zur Hypoglossusstimulation bei OSAS.
Der Nachweis flüchtiger Verbindungen in der Atemluft soll helfen Malignome im Kopf-/Halsbereich frühzeitig und ohne invasive Diagnostik zu ermöglichen.

Existierende Konsortien:

  • Wissenschaftliche Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Priv.-Doz. Dr. Dr. M. Scheer, Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie Minden
  • Wissenschaftliche Kooperation mit Dr. Fox, Herz-Diabetes Zentrum Bad Oeynhausen
Universitätsinstitut für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin

Arbeitsfeld und Methoden:
Das Universitätsinstitut für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin stellt das gesamte diagnostische Spektrum der Versorgung der Kliniken des Mühlenkreises inklusive interventioneller Radiologie und Neuroradiologie zur Verfügung. Konventionelle Röntgendiagnostik, Schnittbildverfahren wie CT, MRT, PET-CT und Spect-Kameras stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Zu den interventionellen Verfahren zählen Biopsien, Drainageeinlegungen, Schmerztherapien, Radiofrequenzablationen, Interventionen an den Blutgefäßen bis zum Coiling, Verkleben von AV-Malformationen, Leberinterventionen (TIPS, TACE, RFA, SIRT). Die Abteilung steht dem gesamten Klinikum, insbesondere auch für Medikamentenstudienverlaufskontrollen, zur Verfügung.    

Aktuelle Themen/Projekte:

  • Künstliche Intelligenz 
  • Brainomix zur Infarktfrühdetektion 
  • Perfusions- und Spectroskopiestudien bei Hirntumoren 
  • Verlaufskontrollen nach Hirnarterienaneurysmatherapie, Coiling, Clipping 
  • Polymyalgia rheumatica-Diagnostik und Vasculitis-Diagnostik mittels PET-CT 
  • Rectumcarcinom Bewertung der mesortectalen Fascie im Kernspin 

Zusammenfassung:

  • Begleitung von ausgedehnten, klinischen Studienprotokollen, insbesondere mit Tumorboard-Verlaufskontrollen 
  • Begleitung von Doktorarbeiten (Themen u.a. Coiling von Hirnarterieneneurysmen, Carotisstenting, Brainomix zur Frühinfartdetektion etc.)

Existierende Konsortien:

  • Zusammenarbeit mit der Unfallchirurgie zur Bewertung von Bandverletzungen bei Ellenbogen- und Sprunggelenksverletzungen
  • Kooperation mit unserer Universitätsklinik für Neurologie und Neurogeriatrie
  • Kooperation mit unserer Klinik für Neurochirurgie
  • Kooperation mit unserer Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie, Allergologie und Phlebologie
  • Kooperation mit unserer Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie und Palliativmedizin 
Leitung

Univ.-Prof. Dr. Jan Borggrefe
Direktor

Telefon: 05 71 / 7 90 46 01
E-Mail: radiologie-minden[at]­muehlenkreiskliniken[dot]de

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