Medizinischer Nachwuchs startet in OWL durch

59 Studierende beginnen ihren klinischen Studienabschnitt am Medizin Campus OWL

Willkommen am Medizin Campus OWL: 59 neue Medizinstudierende starten in ihren klinischen Studienabschnitt. Bei der Begrüßungsveranstaltung im Johannes Wesling Klinikum Minden erhielten sie erste Einblicke in die Ausbildungsmöglichkeiten und das Studium an den verschiedenen Standorten in Ostwestfalen-Lippe.

Ein neuer Studienabschnitt, neue Herausforderungen und viele Möglichkeiten: 59 Medizinstudierende haben am Medizin Campus OWL ihr klinisches Studium begonnen. Im Hörsaal des Johannes Wesling Klinikums Minden wurden die angehenden Ärztinnen und Ärzte von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Medizin und Lehre herzlich willkommen geheißen. In den kommenden zwei Jahren werden sie an den verschiedenen Standorten des Medizin Campus OWL ihr medizinisches Wissen vertiefen und vor allem praktische Erfahrungen im Klinikalltag sammeln.

Der stellvertretende Landrat des Kreises Minden-Lübbecke, Siegfried Gutsche, begrüßte die Studierenden im Namen des Kreises und von Landrat Ali Doğan. Er unterstrich die große Bedeutung der universitären Medizin für die Region. Die Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum (RUB) sei ein wichtiger Standortfaktor für den Kreis Minden-Lübbecke und ein entscheidender Baustein zur Sicherung der medizinischen Versorgung. Gutsche ermutigte die Studierenden, nicht nur die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten zu nutzen, sondern auch die Region und ihre Menschen kennenzulernen.

Auch Prof. Dr. Hansjürgen Piechota, Ärztlicher Direktor des Johannes Wesling Klinikums Minden, hieß die neuen Studierenden willkommen. Er beglückwünschte die Studierenden zu ihrer Studienwahl. „Sie haben sich für den schönsten Beruf der Welt entschieden. Und vergessen Sie nie: Sie sind die Advokaten ihrer Patienten.“ Als Krankenhaus der Maximalversorgung biete das Universitätsklinikum Minden hervorragende Voraussetzungen für eine breit gefächerte klinische Ausbildung. Ein besonderer Vorteil des Medizin Campus OWL sei die enge Verzahnung von theoretischem Wissen und praktischer Anwendung. Die Studierenden könnten frühzeitig Einblicke in den Klinikalltag gewinnen und unmittelbar von der Erfahrung der Ärztinnen und Ärzte profitieren.

Wie vielfältig die universitäre Ausbildung am Medizin Campus OWL aufgestellt ist, zeigte sich auch bei den weiteren Grußworten. Univ.-Prof. Dr. Andreas Krieg, Fachvertreter für Allgemeinchirurgie an den Kreiskliniken Herford-Bünde, und Univ.-Prof. Dr. Volker Rudolph, Fachvertreter für Kardiologie am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW) in Bad Oeynhausen, repräsentierten zwei der zahlreichen medizinischen Fachgebiete, die den Studierenden in den kommenden Semestern begegnen werden. Professor Andreas Krieg lobte insbesondere die technische Ausstattung der OP-Säle mit hochmoderner Robotik, während Professor Volker Rudolph die Bedeutung des HDZ NRW als überregionales Zentrum für kardiovaskuläre und metabolische Erkrankungen hervorhob, welches den Studierenden vielfältige Einblicke in die Herzmedizin gewähren und zahlreiche Möglichkeiten bieten wird, ein breites Spektrum hochmoderner Herzeingriffe aus nächster Nähe erleben zu können.

Dass zur ärztlichen Ausbildung nicht nur die Arbeit im Krankenhaus gehört, machte die Beteiligung von Dr. Thomas Bandorski, Vertreter der Allgemeinmedizin, deutlich. Die Einbindung von 48 allgemeinmedizinischer Lehrpraxen in Ostwestfalen-Lippe und Niedersachsens eröffnet den Studierenden die Möglichkeit, auch die ambulante Patientenversorgung und die besondere Rolle der Hausarztmedizin kennenzulernen.

Prof. Dr. Jörg Radermacher, Lehrkoordinator des Medizin Campus OWL, stellte die Besonderheiten der klinischen Ausbildung und die enge Betreuung der Studierenden heraus. Kleine Lerngruppen, kurze Wege zu den Lehrenden sowie praxisorientierte Unterrichtsformate prägen das Studium in OWL. Der direkte Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden spielt dabei eine zentrale Rolle.

Durch die Begrüßungsveranstaltung führte Dr. Annika Schürmann aus dem Studiendekanat, die den neuen Studierenden zugleich wichtige organisatorische Informationen und erste Orientierungshilfen für ihren Studienstart vermittelte.

Der Medizin Campus OWL ist seit 2016 fester Bestandteil der medizinischen Ausbildung der Ruhr-Universität Bochum. Seither haben knapp 700 Studierende ihren klinischen Studienabschnitt in Ostwestfalen-Lippe begonnen. Die enge Zusammenarbeit der beteiligten Kliniken und Lehrpraxen verbindet universitäre Lehre und Forschung mit der Versorgung der Menschen in der Region.

Mit dem Start der 59 neuen Studierenden setzt der Medizin Campus OWL diese Erfolgsgeschichte fort. Für die angehenden Ärztinnen und Ärzte beginnt nun eine intensive und spannende Zeit, in der aus theoretischem Wissen zunehmend praktische ärztliche Kompetenz wird.

Zur Info: Das klinische Studium am Medizin Campus OWL ist Teil des Medizinstudiums an der Ruhr-Universität Bochum. Die Studierenden absolvieren ihr zweites und drittes klinisches Studienjahr an verschiedenen Einrichtungen in Ostwestfalen-Lippe: am Johannes Wesling Klinikum Minden, den Kreiskliniken Herford-Bünde, dem Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW) in Bad Oeynhausen, der Auguste-Viktoria-Klinik Bad Oeynhausen und dem Zentrum für Seelische Gesundheit Lübbecke. Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Verbindung von Theorie und Praxis. Blockpraktika, Unterricht am Krankenbett, Seminare und praktische Übungen in sogenannten Skills Labs gehören ebenso dazu wie Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Arbeit. Ergänzt wird das Angebot durch die allgemeinmedizinische Ausbildung in zahlreichen Lehrpraxen der Region. Nach dem zweiten Staatsexamen folgt das Praktische Jahr als letzter Ausbildungsabschnitt vor dem dritten Staatsexamen und der Approbation.

 

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